Branchentagung AK GV: Krisen meistern

GVmanager_04_2016

Erscheint 2x jährlich Streetfood Business ist redaktioneller Partner von: FOODTRUCKS DEUTSCHLAND einzuladen. www.akgv.de Die Neuheit im Trendmarkt Das erste und einzige Fachmagazin für die ganze gastronomische Bandbreite der Streetfood-Branche: Reportagen, Interviews, Kolumnen, Anwenderberichte, Kommentare und mehr – aus der Szene, für die Szene. Etablierte Gastro-Klassiker im Streetfood-Kontext, junge Erfolgsmodelle, kreative Neueinsteiger, moderne Crossover-Konzepte ... Streetfood Business bietet umfassende Hilfestellung bei der Konzeption und Umsetzung, beim Start oder bei Neuausrichtung und Feintuning in Sachen Streetfood! B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Ridlerstr. 37 • 80339 München muc@blmedien.de www.gastroinfoportal.de Krisen meistern Erstmalig traf sich der Arbeitskreis Gemeinschaftsverpflegung zur Fachtagung. Auf der Agenda standen u. a. Themen wie Krisenmanagement und Food Compliance. Unter dem Motto „Krise op Kölsch – Et hätt noch emmer joot jejange!?“ traf sich der Arbeitskreis Gemeinschafts-verpflegung Köln e.V. (AK GV) im Februar erstmalig zum Fachkongress in Köln. Im Geißbockheim, dem Clubhaus des 1. FC Köln, ging es dabei um drängende Fragen in der Gemeinschaftsgastronomie. Nach den Grußworten von Alexander Wehrle, dem Geschäftsführer des 1. FC Köln, sprach Dr. Michael Lendle, Geschäftsführer bei AFC Risk & Crisis Consult, über die Herausforde-rungen beim Krisenmanagement. Aus gutem Grund, denn insbesondere die Ernährungs-branche stehe immer wieder am Pranger. Medien berichten von Lebensmittelskandalen, Testurteile bescheinigen schlechte Ergebnisse, Verbraucher sind verunsichert. Die Folge: Kun-den wandern ab. „Der Umgang mit speziellen Anspruchsgrup-pen verlangt neben Fingerspitzengefühl ein hinreichendes Maß an Dialogbereitschaft“, be-tonte er. „Viele Unternehmen tun sich schwer damit, erforderliche Informationen frühzeitig und umfassend zu erarbeiten, um dann an-gemessen zu kommunizieren.“ Das kann im Krisenfall zum Problem werden. Jedes Unter-nehmen sollte daher Kraft darauf verwenden, Risiken richtig einzuschätzen, vorzubeugen und einen „Fahrplan“ für den Krisenfall zu entwickeln, damit dann eine angemessene Kommunikation er-folgen kann – nach innen und außen. Lebensmittelskandale hat der Lebensmit-telkontrolleur Bernd Stumm in den ver-gangenen 30 Jah-ren einige erlebt: So fürchteten sich die Menschen 2011 vor EHEC, zwei Jahre spä-ter ekelten sie sich vor Pferdefleisch in TK-Lasagne. Der Gesetzgeber zog nach und verschärfte die Regeln. Mittler-weile habe sich in Deutschland ein gutes Kon- trollsystem etabliert, versicherte Bernd Stumm. Lebensmittelkontrolleure prüfen Unterneh-men, diese führen Eigenkontrollen durch und wenden HACCP-Konzepte an. „Die Systeme tragen dazu bei, dass der Verbraucher heute besser geschützt ist.“ Dennoch stellte er klar, dass es eine 100%ige Sicherheit nicht geben kann. „Ernährungsaufklärung wird zunehmend so verwirrend, dass der Verbraucher mit den Informationen überfordert ist“, sagte der Ernährungsexperte Dr. Stephan Lück. Ein Bei-spiel: Glutenunverträglichkeit. Maximal 1 % der Bevölkerung habe eine Glutenunverträg-lichkeit – dennoch sei der Verkauf glutenfreier Produkte in den letzten Jahren deutlich ange-stiegen. Verantwortlichkeiten zuweisen „Unter Food Compliance versteht man die Einhaltung aller lebensmittelrechtlichen An-forderungen auf der Grundlage geregelter Verantwortlichkeiten sowie geeigneter Verfah-ren“, erklärte Rechtsanwalt Markus Grube. Das bedeute, dass jedes Lebensmittelunternehmen nachweislich so organisiert sein muss, dass die Anforderungen des Lebensmittelrechts grund-sätzlich erfüllt werden können. Ohne ein Food Compliance Management System drohen bei Rechtsverstößen schwere Sanktionen. Den-noch hätten viele Unternehmen Defizite, ins-besondere im Bereich der Organisation von Zuständigkeiten sowie Verantwortlichkeiten, weiß Markus Grube aus der Praxis. Unter dem Motto „Klüngel Culinaria“ konnten sich die über 80 Teilnehmer austauschen. „Das war ein rundum gelungener Fachkongress“, sagte Armin Wenge, Vorsitzender des AK GV, am Ende des Abends zufrieden. Er kann sich gut vorstellen, auch 2017 zu einem Branchen-treffen Foto: Arbeitskreis Gemeinschaftsverpflegung e.V.


GVmanager_04_2016
To see the actual publication please follow the link above