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TRINKtime_02_2016

Brauen als Ausgleich Carsten Pirnke sieht das Bier-brauen als Ausgleich zu seinem Hightechjob als Informatiker. Aber es ist auch mehr als das. Es ist eine Haltung zum Umgang mit Lebensmitteln und eine Ab-kehr von Industrieware. „Es geht nicht darum, für möglichst wenig Geld viel Bier zu konsumieren.“ Er will für sich und seine Familie einen anderen Umgang mit der Natur. Er kauft die Lebensmittel vom Bauernhof und legt Wert auf einen achtsamen Umgang mit ihnen. Er ist überzeugt, dass bei vielen Menschen ein Umdenken beginnt, dass weniger mehr ist. Derzeit verkauft Carsten Pirnke sein Bier an Getränkemärkte und Dorfläden in der Region, aber auch an Restaurants und Gaststätten. Eine Massenware zum Schleuderpreis will er nicht produzieren, aber er hofft, dass er seinen Bierausstoß künftig auf 1.500 l im Monat steigern kann. Mit einem Gourmetrestaurant in Celle hat er die Idee entwickelt, dass der Koch ein Menü kreiert, zu dem seine unter-schiedlichen Biere passen. „Das Bierbrauen“, sagt Carsten Pirnke, „soll ein Hobby bleiben.“ Aber irgend-wann einmal fände er es schön, wenn er für eine große Bierbrauerei das Craft-beer herstellen könnte. Dann wäre die Infrastruktur schon vorhanden und er würde sich ausschließlich auf das Brauen konzentrieren. Ingrid Hilgers 2/2016 9 Foto: ©Artem Shadrin – Fotolia.com Craft Beer


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