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24_Stunden_Gastlichkeit_01_2016

Michael Teodorescu Chefredakteur Und wir sehen, dass der Mindestlohn selbst nicht das größte Problem ist, sondern vor allem die damit ver-bundene Aufzeichnungspflicht und die vollkommen rea-litätsfremde Höchstgrenze von zehn Arbeitsstunden pro Tag. Das lohnt sich doch nur, wenn Sie einen Ganztages-betrieb führen, in dem sich zwei Schichten abwechseln können oder wenn Sie nur acht Stunden geöffnet haben – vorbereitet und aufgeräumt muss ja auch noch werden. Alles dazwischen ist nur organisatorische Schikane! Und wenn gerade viele ausgabefreudige Gäste an der Bar sitzen? Erklären Sie Ihnen, dass Sie sie nun raus-schmeißen, weil Sie sich an Arbeitszeitenhöchstgrenzen halten müssen? Kommt nicht gut an. Und auf Feiern, die sie catern? „Tut mir leid, liebe Braut, aber jetzt ist Schluss mit feiern, ich muss meine Leute nach Hause schicken“? Auch nicht so sexy. Der Vorschlag der Dehoga, die Regelung von täglicher auf wöchentlicher Höchstarbeitszeit zu ändern, wäre ein Schritt in die rich-tige Richtung. Es ist einfach gesagt, aber nun mal sinn-voll: Das Gastgewerbe braucht Ausnahmeregelungen! Ein Jahr Mindestlohn! Haben Sie auch gefeiert? Nein? Verständlich, denn in der Gastronomie kam der gesetzliche Mindestlohn schon vor seiner Einführung nicht so gut an, und ein Jahr danach ha-ben sich die Gemüter zwar beruhigt, viele Fans hat er aber nicht dazubekommen. Das haben wir u. a. in unserer Leserbefragung herausgefunden, die wir über die letzten Wochen durchgeführt haben. Dabei ist der höhere Lohn nur zum Teil das Problem. Einige Gastronomen berichten etwa, dass sie nun höhere Ausgaben für das Personal haben und ihre Preise erhöhen, ja sogar Personal entlassen mussten. In Zeiten von Fachkräftemangel sind eine höhere Entlohnung und damit eine Wertschätzung der Arbeit sicherlich ein gutes Signal. Aber kann sich jeder Chef diese Ausgaben leisten? Klar, er kann die Preise erhöhen. Aber nicht jeder Gast hat dafür Verständnis. Irgendwann ist eine Schmerzgrenze erreicht. 50 E für ein Steak will dann doch nicht jeder zahlen. MEINUNG Näher an der Realität, bitte! Besuchen und diskutieren Sie mit uns auch auf der Intergastra in Stuttgart: Halle 3, Stand B12. catering 39 E * Gewusst wie Catering und Partyservice Sie wollen Ihr Geschäftsfeld um professionelle Caterings und Partyservice-Angebote erweitern? Dann holen Sie sich Tipps zu den Grundlagen sowie neue Ideen aus den Best Practice-Beispielen in unserem Buch. Auf rund 200 Seiten finden Sie:  praxisnahe Checklisten und Kalkulationshilfen  Expertentipps  bewährte Erfolgskonzepte  kreative Rezeptideen  effiziente Küchentechnik  Deko-Erlebniswelten gewusst * inkl.wie MwSt., inkl. Versand. Der Preis versteht sich bei Auslandsbestellungen unverzollt und unversteuert. Übersee zzgl. Versandkosten. Sichern Sie sich jetzt unser Buch für ein erfolgreiches Geschäft mit Caterings & Partyservice. BESTELLEN SIE HIER www.gastroinfoportal.de/fachbuecher ISBN 978-3-928709-18-7 B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Ridlerstr. 37  80339 München


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