Marktforschung - Mindestlohn – Zeit für Veränderung?

24_Stunden_Gastlichkeit_01_2016

Welche Veränderungen haben sich in den befragten Betrieben ergeben? (in %) organisatorischen Veränderungen, die das Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes mit sich gebracht hat, als schwer umsetz-bar: Die neue Aufzeichnungspflicht empfanden vor allem das Fleischerhandwerk (68,2 %), aber auch Gastronomie (66,2 %) und die Hotellerie (61,4 %) als schwer. Die drei Branchen rea-lisieren die Aufzeichnung über-wiegend handschriftlich (Gastronomie: 73,6 %, Fleischerhand-werk und Hotellerie: je 81,4 %). Viele Befragte klagen, dass die Dokumentation der Arbeitszeit Zeit verschlingt, und wünschen sich Ausnahmeregelungen oder eine Komplettabschaffung. Obwohl Schulverpfleger die Arbeitszeit größtenteils hand-schriftlich (81,8 %) erfassen, stuft ein Großteil von ihnen (63,6 %) die Umsetzung als ein-fach ein. Auch 73,9 % der GV-Betriebe hatten keine Probleme bei der Einführung der Zeiter-fassung, was auf die fortschritt-liche Erfassung zurückzuführen sein könnte: 78,3 % der Betriebe erfassen die Arbeitszeit elektro-nisch. Zehn Stunden? Zu wenig! Als schwierig bewerten die Be-fragten auch die Einhaltung der Höchstarbeitszeit von zehn Stunden vor dem Hintergrund der Aufzeichnungspflicht – mit Ausnahme der Gemeinschafts-verpfleger: 78,3 % von ihnen sind in der Lage, die Arbeits-zeitregelungen einzuhalten. Da-gegen bereitet die Einhaltung 72,4 % der Hotel- bzw. 70,2 % der Gastronomiebetriebe Probleme, da z. B. ein festes Ende im Bar-betrieb oder bei Hochzeitsfeiern schwer abzusehen ist und oft nicht genug Personal für den Schichtbetrieb zur Verfügung steht. Die Umfrageteilnehmer wünschen sich deshalb gäste-orientiertere Arbeitszeiten. Sie prangern zudem an, dass die derzeitigen Regelungen den Wünschen derjenigen Mitarbei-ter nicht entgegenkommen, die z. B. flexibler arbeiten möchten. Auch der Fachkräftemangel er-schwere eine Einhaltung der Zehn-Stunden-Regelung. Viele Unternehmen müssen sich erst noch mit den Folgen des Mindestlohngesetzes arran-gieren. Dennoch zeigt sich die Vielzahl der Befragten optimis-tisch: Nur 18,2 % der Schul- und 22,7 % der Gemeinschaftsver-pfleger fürchten negative Aus-wirkungen. Auch die Befragten aus dem Fleischerhandwerk glauben überwiegend, dass das Mindestlohngesetz ihnen nicht schaden wird (57,1 %), eben-so wie Vertreter aus der Hotel-branche (54,7 %). Aber: Mehr als die Hälfte der Gastronomen (56,2 %) fürchtet negative Kon-sequenzen. Verhaltener Optimismus Trotz der optimistischen Ein-stellung vieler Vertreter aus dem Außer-Haus-Markt wün-schen sich viele davon Ände-rungen am Mindestlohngesetz, allen voran Hoteliers (83,7 %) und Gastronomen (87,6 %). Da nicht der Mindestlohn, sondern vor allem die damit verbundene Aufzeichnungs- und Dokumen-tationspflicht Probleme mit sich bringt, wird mehr Flexibilität in Bezug auf die Arbeitszeiten und Pausen gewünscht. Generell sollte es branchenspezifische Ausnahmeregelungen für Feiern oder Veranstaltungen geben. Zudem fordern viele der Befragten einfachere Sonderre-gelungen für ungelernte Kräfte, etwa Flüchtlinge oder Prakti-kanten. Auch die Akzeptanz bei den Endverbrauchern sollte nach Meinung der befragten Unternehmer durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit gestei-gert werden. Letztendlich sei es auch der Gast, der den Min-destlohn mitfinanziere. Fast alle Befragten wünschen sich Veränderungen beim Min-destlohn. Ganze 86,6 % erhof-fen sich eine Reduzierung des bürokratischen Aufwands. Auch Ausnahmeregelungen und ver-besserte Hilfsangebote stehen auf der Wunschliste. Fast die Hälfte aller Umfrageteilnehmer (47,3 %) befürwortet darüber hinaus einen gesteigerten Di-alog zwischen den Unterneh-men und der Politik. „Fair, aber trotzdem nicht realitätsfremd“, lautet die Forderung. jel/squ Höhere Ausgaben im Bereich Personal Entlassungen Der Mindestlohn hat sich auf den Umsatz des Unternehmens ausgewirkt Erhöhung der Preise für Gäste und Kunden Gleiches Arbeitspensum trotz verkürzter Arbeitszeit Erhöhung des Arbeitspensums der Mitarbeiter Streichung von zusätzlichen Zahlungen (Urlaubsgeld usw.) Andere (z. B. Mehrschichtbetrieb, Betriebsaufgabe, Umstellung des Angebotes...) Über alle Branchen hinweg geben die befragten Unternehmer an, dass die Einführung des Mindestlohngesetzes Anfang 2015 in höheren Personalausgaben resultiert hat. 84,2 31,5 33,7 64,1 31,0 26,6 35,3 20,1 © Quelle: B&L MedienGesellschaft 24 Stunden Gastlichkeit 1/2016 Halle 1 – Stand 1/52 260 SET 0:09: 00 Besuchen Sie uns auf der CHEFTOP ™ MIND.Maps C CHEFUNOX GRILL 180C° 25’ SET MIND.MAPS PROGRAMS SET CURVES PROGRAMS READ MEAT POULTRY FISH FAKIRO™ RECIPE MULTI.TIME MISE.EN.PLACE PORK RICE/PASTA VEGGIES COOK MODIFY DUPLICATE PAST EGGS BAKING REGEN + + RECIPE 02 Hamburger 230 200 170 135 100 85 60 30 230 °C 0:06:30 + + + + + + 135 8’ 0 0 5 15 20 25 80 % STEP 1/1 4 SAVE CHEFUNOX CHEFUNOX MULTI.TIMEM EM ISE EN PLACE UNOX.CARE FAVORITES DATA ARE UNOX.CARE FAVORITES DATA 11:00 am 23/10/2014 11:00 am 23/02/2015 10 VIEW UNOX Deutschland GmbH Oberer Westring 22 D-33142 Büren / Westfalen Tel.: 02951/9876-0 www.unox-oefen.de


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