Digitales Management: Interview: Digitaler Küchenchef

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Fotos: Kamasys Management Digitaler Küchenchef Herr Goldbeck, wie ist Ihr Unternehmen entstanden? Andreas Goldbeck (A. G.): 2009 sollte der externe Caterer der ERGO Versicherungs-gruppe AG durch eine eigene Gastronomie- Tochter ersetzt werden. Das war damals eine rein wirtschaftliche Überlegung. Somit wurde die ERGO Gourmet GmbH als 100%ige Toch-ter gegründet. Inzwischen haben Sie eine eigene Corporate Identity. Wie kam es dazu? A. G.: Anfang 2013 haben mein Geschäfts-führerkollege und ich uns mit Werten ausei-nandergesetzt. Wir haben dann mit externer Begleitung unter sukzessiver Hinzuziehung unserer Führungskräftekreise ein gemeinsa-mes Wertebild entwickelt. Daraus haben wir Unternehmensstandards abgeleitet, die unse-ren Mitarbeitern Leitplanken bieten und insge-samt eine bessere Unternehmensidentifikation erlauben. Wie ging es weiter? A. G.: Ende 2014 beschlossen wir, einen neuen medialen Auftritt zu entwickeln und die Home-page zu erneuern sowie eine App zu imple-mentierten. Das Ganze haben wir schließlich im Juli 2015 ausgerollt. Damit hat ERGO Gour-met einen sichtbaren und einheitlichen Mar-kenauftritt innerhalb des Konzerns erhalten. Herr Kiesel, welche Vorteile bringen Ihnen die technischen Neuerungen? Marcel Kiesel (M. K.): Mit der App sind wir nä-her am Gast. Aktualität spielt eine große Rolle. Da die Daten aus dem Warenwirtschaftssystem KOST stammen, können wir z. B. Speisepläne und Preise live anpassen, den Allergenfilter ak-tuell Betriebsrestaurants von ERGO Gourmet halten und auf Aktionen hinweisen. Dabei können wir jeden Standort individuell steuern. Und die Feedback-Funktion ist für uns ein gu-tes Feature in Bezug auf Qualitätsverbesserung. Wie kommt die App bei Ihren Gästen an? M. K.: Wir haben insgesamt 2.537 Downloads im fünften Monat, was laut KonkaApps über-ragend ist. Darauf sind wir stolz, und auch darauf, dass z. B. die Feedback-Funktion gut angenommen wird. KonkaApps bzw. Kamasys hat Sie bei der Um-setzung unterstützt. Wie kam die Zusammen-arbeit zustande? A. G.: Wir sind Gastronomen und keine Tech-niker, deshalb hatten wir uns zunächst für eine Web-App entschieden. Während des Projekts haben wir aber schnell festgestellt, dass wir keine reine Spiegelung der Homepage in eine Web-App wollten. Wir wollten eine App, die uns einen großen Mehrwert bietet und haben uns an Kamasys gewendet.Wir sind u. a. durch die Werbung aufmerksam geworden, die das Unternehmen im GV-Markt betrieben hat. Das Produkt hat uns überzeugt. Welche Vorteile bietet die App und wie funk-tioniert die Schnittstelle mit Ihrem Warenwirt-schaftssystem? A. G.: Da wir seit 2013 das Warenwirtschafts-system KOST nutzen und Kamasys zusammen mit KOST bereits eine Schnittstelle aufge-setzt hatte, konnten wir die Vorteile der App schnell nutzen. Von KOST fließen die Waren-wirtschaftsdaten und Speisepläne direkt in die Auf dem Smartphone kommt in alles zusammen. Die Vorteile erläutern Andreas Goldbeck, Geschäftsführung, und Marcel Kiesel, F & B-Manager. App. Vor allem durch den Allergenfilter hat die App zu einer großen Kundenzufriedenheit ge-führt. Im Hintergrund läuft die Nährwertpflege basierend auf den Daten aus KOST und speist das Feature. Hat der Nutzer den Filter aktiviert, blendet die App alle Speisen aus, die der Gast nicht verträgt. M. K.: Die Schnittstelle hat uns Kosten und Zeit gespart und uns eine hohe Transparenz gebracht. Zudem hat sich die Darstellung der Speisenauslobung geändert. Weil KOST an das Backend-System der App angeschlossen ist, werden die Daten in der App aufbereitet und auch auf der Homepage dargestellt. Deshalb sind die Daten an allen Stellen stets aktuell und eindeutig. Was sind Ihre Pläne für die kommenden Jahre? A. G.: An unserem Standort in Hamburg wird im kommenden Jahr die Küche kernsaniert und eine Freeflow-Anlage gebaut. Wir planen dort auch, auf eine digitale Speisenauslobung an den Countern überzugehen. Ein hilfreiches neues Feature wäre eine Art Auslastungsbaro-meter der Casinos während unserer Öffnungs-zeiten. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit Bezahlfunktionen. Was versprechen Sie sich davon? M. K.: Mit dem Auslastungsbarometer sollen die Gäste jederzeit prüfen können, wie hoch die Auslastung in den Restaurants ist. A. G.: Wir bieten heute schon bargeldloses Zahlen an, allerdings über die Mitarbeiterkar-te. Nun prüfen wir, ob das auch über die App oder das Smartphone möglich ist. M. K.: Auch unser Kundenbindungsprogramm möchten wir digital aufstellen, damit die App in Zukunft unsere Sammelkarten ersetzt. Vielen Dank für das Gespräch! squ 38 GVmanager 12 /2015


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