Interview: Grenzen gibt es nur im Kopf

GVmanager_12_2015

Foto: Hobart Grenzen gibt es nur im Kopf Spülen ohne Wasser oder gar ohne Energie – wie steht Hobart heute zu diesen Visionen? Manfred Kohler, Direktor Vertrieb D-A-CH, hat Stellung genommen. Das bedeutet, dass nur noch so viel Energie für den Betrieb benötigt wird, wie an anderer Stelle gewonnen werden kann. Hier kommen z. B. spezielle Energiespeicher ins Spiel. In die-se Richtung wird Hobart seinen Entwicklungs-fokus klar ausrichten. Welche Maßnahmen empfehlen Sie, um das Einsparpotenzial Ihrer Technik bzw. des gesam-ten Systems der Profiküche weiter zu steigern? Sicherlich können gewerbliche Spülmaschinen noch effizienter zum Einsatz kommen. Dafür müssen jedoch auch die Mitarbeiter an den Maschinen geschult und sensibilisiert werden. Schauen wir uns z. B. eine Bandspülmaschi-ne in der GV an, dann ist es nicht unüblich, dass bereits in der Früh vom ersten Mitarbei-ter die Maschine gestartet wird, obwohl die Maschine erst viel später genutzt wird. Selbst nach dem Start der eigentlichen Spülschicht werden in den Anfangszeiten nicht selten nur partiell Spülgutteile auf das Band gestellt. Die Maschine läuft also nur im Teillastbetrieb. Dazu muss man wissen, dass eine Maschine selbst im Standby-Betrieb pro Stunde ca. 1 € Energiekosten produziert. Schaltet man die Maschine erst dann an, wenn ein Spülbetrieb im Volllastbetrieb absehbar ist, spart man im Jahr schnell mal 1.000 € Betriebskosten ein. Hobart weiß um die Fehlerquellen, die u. a. von den Maschinenbedienern ausgehen kön-nen. Deshalb kam bereits vor einigen Jahren die Spülintelligenz Sensotronic auf den Markt. Diese speziell für Großmaschinen verfügbare Technologie erkennt selbstständig die Bedien-fehler und korrigiert diese automatisch. So können Mehrkosten minimiert werden. Herzlichen Dank für das Gespräch! kir Herr Kohler, Hobart hat den Satz „Spülen ohne Wasser“ geprägt, ist diese Vision inzwischen an ihre Grenzen gestoßen? Grenzen gibt es nur in unseren Köpfen, nicht aber in der Technologie. Kontinuierlich ar-beiten im Technologiezentrum bei Hobart in Offenburg Ingenieure daran, noch effizientere und bessere Spülmaschinen zu entwickeln. Tatsächlich gibt es bereits heute schon Tech-nologien und Lösungen, die unsere Vision vom Spülen ohne Wasser ermöglichen. Wir wissen längst, wohin die Reise geht. Derzeit sind die einzigen Hürden die Kosten der benö-tigten Komponenten für eine solche Technolo-gie. Die Maschinen wären noch zu teuer und finden bei den Anwendern keinen Anklang. Hier muss sich zum einen sicherlich noch das Bewusstsein und die Sensibilisierung für res-sourcenschonende Spültechnik beim Kunden weiterentwickeln, aber auch auf der anderen Seite die Kosten solcher Technologien deutlich reduzieren. Inwieweit ist auch „Spülen ohne Energie“ denkbar? Basierend auf den heutigen technologischen Erkenntnissen ist das Spülen ohne Wasser ein realistisches Szenario. Ganz auf die Energie zu verzichten, ist eher Science-Fiction. Tech-nologische Produkte, wie eine gewerbliche Spülmaschine, haben Bauteile, die irgendeine Art von Energie benötigen. Wir können zwar nicht ausschließen, dass in Zukunft eine an-dere Energie, abweichend von der Elektrizität, unser heutiges Verständnis ablösen wird – wir sind davon aber sicher noch weit entfernt. Es muss uns jedoch gelingen, eine Spülma-schine zumindest energieneutral zu betreiben. Lebensmittel zu verschwenden ist nicht vertretbar. Weder ethisch, sozial – noch wirtschaftlich. United Against Waste e.V. • schafft Auf-merksamkeit • sensibilisiert vor Ort • entwickelt Lösungen Informieren Sie sich über gemeinsame Aktionen und die Mitgliedschaft: Torsten v. Borstel, Telefon 06202-9259091 www.united-again st-waste.de 12 /2015 GVmanager 33 UAW_AZ_59x254_RZ.indd 1 04.06.14 18:49


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