GV-Manager des Jahres - Thomas Voß, LWL-Kliniken Münster und Lengerich: Pionier für Nachhaltigkeit

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Pionier für Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit ist ein Schlagwort, das die Branche seit ein paar Jahren prägt. Einer, der diesen Gedanken mit jeder Faser lebt, ist Thomas Voß von den LWL-Kliniken Münster und Lengerich. Mal Handwerker, der dicke Bretter bohrt, mal Kapitän – Thomas Voß findet verschiedene Bilder, wenn er über seine Tätigkeit in den LWL-Kliniken Münster und Lengerich spricht und doch ist er dabei stets als Abteilungsleiter Wirt-schaft, Versorgung und Technik sowie als Umweltmanagementvertreter EMAS un-terwegs. In dieser Funktion hat er sich die Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrie-ben. „Die ersten Jahre waren sicherlich sehr schwer, da galten wir eher noch als Außenseiter mit unserer Ausrichtung. Das hat sich heute ein Stückweit gewandelt“, zieht Thomas Voß Bilanz. Heute kämen im-mer häufiger Kollegen auf ihn zu, die sich dafür interessieren, wie die Küchenteams der LWL-Kliniken Nachhaltigkeit leben. „Es wäre völlig schräg, wenn ich unseren ,Weg‘ nicht kommunizieren würde“, ist sich der 57-Jährige sicher. „Ich bin von der Sache an sich überzeugt und bin der Meinung, dass sich so viele Betriebe wie möglich nachhal-tig aufstellen sollten.“ Gerade im Care-Be-reich bestünde hier noch viel Luft nach oben. Wichtig dabei ist, dass man sich den ver-schiedenen Themen mit einem Gleichge-wicht nähert. Neben der wirtschaftlichen Seite müssten auch soziale Aspekte wie Mitarbeitergesundheit und familienfreund-liche Arbeitszeiten bis hin zur Ökologie wie Produkte aus artgerechter Tierhaltung be-trachtet werden, ist er überzeugt. „Wer nachhaltig handeln will, sollte nicht den Kopf in den Sand ste-cken und sagen, er sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht – das ist falsch! In solchen Fällen ist mein Credo immer ,Einfach machen‘“, betont er. Auch die LWL-Kliniken seien Schritt für Schritt vorgegangen. Überdauernde Philosophie Ob es um die Reduktion von Warenverlus-ten um je 10 % in beiden Küchen geht, den Einsatz von etwa 20 % Bio-Produkten am gesamten Wareneinsatz oder die Berück-sichtigung von artgerechter Tierhaltung beim Einkauf – Thomas Voß war oftmals Impulsgeber. „Ich denke schon, dass es auf einem so ,großen Tanker‘ jemanden geben muss, der sagt, wohin das Schiff segeln muss. Diesen Weg aber umzusetzen, ist stets eine Teamleistung“, erklärt der Müns-teraner. Deshalb sei es wichtig, sich selbst ein Stückweit „nur“ als Teammitglied zu se-hen. Dass ihm das gelingt, zeigt auch die Äußerung von einem seiner Mitarbeiter, die im Zuge der Nominierung zum GV-Manager des Jahres gefallen ist: „Er ist Chef dort, wo er es sein muss, aber auch ein toller Kollege und Mitarbeiter“. „Wenn man persönlich so wahrgenommen wird, hat man scheinbar vieles richtig gemacht“, freut er sich. Seine nachhaltig geprägte Philosophie wird auch über seinen Eintritt in den Ruhestand hinaus in den LWL-Kliniken Münster und Lengerich Bestand haben, ist er überzeugt. „Vor acht, neun Jahren war ich mir noch nicht so sicher, ob es ohne mich weiterläuft. Heute weiß ich dagegen, dass die Philoso-phie weiter von allen gelebt wird“, zieht Thomas Voß Bilanz. Getrennte Wege Und was macht so ein geschäftiger GV-Manager dann? „Außer meiner Ar-beit habe ich auch genügend andere Hobbys und meine Familie, sodass ich dann ausreichend Beschäftigung habe“, resümiert er. „Ich arbeite unheimlich gerne und habe Spaß an dem, was ich tue – ich glau-be, das merkt man auch“, führt Thomas Voß sogleich aus, „aber auch das Privatleben darf nicht zu kurz kommen“. Dafür lässt er im Urlaub das Diensthandy das Diensthandy sein und auch Foto: E. Heinrichsdobler GV-Manager des Jahres 2015


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