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Schulverpflegung_04_2015

Fotos: Slow Food Deutschland/Lotte Heerschop, Polster, privat Markenschaufenster Bioprodukte nabuko Bio Großverbraucher-Service Von-Estorff-Str. 26-30 • 29525 Uelzen Tel.: 0581/976180 Fax: 0581/9761818 www.nabuko-biogvs.de Obst, Gemüse (frisch, ready-cut,TK), Vollsortiment für Großverbraucher der AHV Käse Kaffeemaschinen Melitta Professional Coffee Solution GmbH & Co. KG Ihr Systempartner für die Kaffeeversorgung Zechenstr. 60 • 32429 Minden www.melitta-professional.de Tel.: 0571 50 49 0 • professional@melitta.de Bestell- und Abrechnungssysteme 2 Fragen an... ...Prof. Dr. Volker Peinelt. Zum 1. September ist der Professor der Hoch-schule Niederrhein in den Ruhestand gegan-gen. Die Verbesserung der Schulverpflegung war stets ein großes Anliegen. Herr Peinelt, wie steht es heute um die Schulverpflegung in Deutschland? Die Mittagsverpflegung in Schulen und Kitas hat es früher fast nicht gegeben, jedenfalls nicht in den alten Bundesländern. Die Qualität ist leider überwiegend mäßig bis schlecht. Dies wird sich auch kaum ver-ändern, solange die Professionalisierung nicht erheblich zunimmt und überprüft wird. Erst in den letzten zehn Jahren gibt es auf diesem Feld staatliche Beratungs-aktivitäten. Diese reichen aber bei Weitem nicht für ein befriedigendes Niveau aus. Außerdem befürchte ich, dass der ganze Ansatz für eine Verbesserung ineffizient ist. Eine Optimierung sollte sich nicht nur auf die Nährwerte des Angebots beschrän-ken, was aber überwiegend der Fall ist. Was muss passieren, damit die Schul-verpflegung hierzulande besser wird? Wir haben die notwendigen Änderungen für die Schulverpflegung in zahlreichen Vorträgen und Artikeln dargelegt, die leider kaum aufgegriffen werden. Entscheidend ist zunächst die Zertifizierungspflicht, die für jede Zentralküche und jede Schule gelten sollte. Diese darf sich jedoch nicht in der Nährwertoptimierung erschöpfen, die zudem oft schwierig ist. Vielmehr geht es um einen ganzheitlichen Ansatz. Da die Temperaturentkopplung aus ver-schiedenen Gründen in Deutschland das sinnvollste Produktionssystem für die Schulverpflegung ist, müsste es propagiert werden, wobei staatliche Fördermaßnah-men zu einer stärkeren Verbreitung beitra-gen sollten. Auch die Finanzierung müsste einmal vernünftig geregelt werden, um keine leidigen Preisdiskussionen mehr zu führen. Leider sind hier kaum Fortschritte zu verzeichnen. So wird z. B. von den zuständigen staatlichen Stellen ein neu-traler Beratungsansatz verfolgt, bei dem alle Systeme gleich gut bewertet werden. Dieser Ansatz ist aus meiner Sicht falsch und verhindert eine günstige Entwicklung. Die Argumente für eine Temperaturent-kopplung werden anscheinend ignoriert. Ändert sich hier nichts, werden wir in zehn Jahren im Wesentlichen nicht viel weiter sein als heute. Danke für das Gespräch. sar Slow Food Deutschland Teller statt Tonne Damit Schüler Lebensmittel besser wertschätzen, ruft Slow Food Deutschland zur Teilnahme am Projekt „Teller statt Tonne“ auf. Die Kinder und Jugendlichen sollen auf einem nahegelegenen Hof bei Ernte und Kochen erleben, mit welchen Problemen Landwirte kon-frontiert sind. Ergänzt wird die Praxis durch theoretische Module, die auch einen Einblick in globale Ernährungs-probleme geben. www.teller-statt-tonne.de Transgourmet Auf Schüler abgestimmt Mit der Abteilung Beratung & Konzept begleitet Trans-gourmet Schulen und Anbieter von Schulverpflegung bei der Entwicklung und Verbesserung des Verpfle-gungskonzeptes. Das Konzept wird nach einer Ana-lyse in Abstimmung aller Beteiligten an die jeweilige Schule angepasst. Dabei werden Aspekte wie Wirt-schaftlichkeit der Mensa, gesetzliche Auflagen und die Wahl des Verpflegungssystems berücksichtigt. Wie Schüler für eine ausgewogene Ernährung begeis-tert werden, lässt sich mittels dem take54you Konzept der Hochschule Fulda ermitteln. In das Konzept sind die whatsEAT Produkte von Transgourmet integriert, die auf ernährungswissenschaftliche Eignung, Schü-lerakzeptanz und Einsatzfähigkeit in der Schulverpfle-gung geprüft werden. www.transgourmet.de Hochschule Osnabrück Religionen berücksichtigt Im Rahmen der Veranstaltung „Alle an einen Tisch – Religiöse und weltanschauliche Speisevorschriften in der Schulverpflegung“ des Forschungsprojekts „Inklu- sion durch Schulverpflegung“ mit 50 Teilnehmern an der Hochschule Osnabrück, ging man auch auf die aktuelle Flüchtlingssituation ein. Denn diese sowie die hohe Zahl an Schülern mit Migrationshintergrund verlange von der Schulverpflegung, Speisen anzubieten, die sich für Schüler mit unterschiedlicher Religionsangehörigkeit eignen. Ziel des Forschungsprojekts von Prof. Dr. Luise Leicht-Eckardt und Johanna-Elisabeth Giesenkamp ist es, jedem Schüler unabhängig seiner Religion ein Mittagessen anbieten zu können. Nach einführenden Vorträgen kamen Vertreter aus der schulischen Praxis zu Wort. Hier zeigte sich, dass man in der gesellschaftlichen Praxis bei der Umsetzung des Themas Inklusion durch Schulverpflegung erst am Anfang steht. dmp Kurz notiert 6 Schulverpflegung 4/2015


Schulverpflegung_04_2015
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