Schulkiosk: Es grünt so grün

Schulverpflegung_04_2015

Illustration: Lopez Ruiz; Foto: privat Es grünt so grün Blattgemüse und Kräuter treffen auf Obst wie Banane oder Mango‚ mit einigen Umdrehungen (des Mixers) wird daraus ein grüner Smoothie. Was steckt hinter dem gift-grünen Phänomen? Frau Dr. Nagel, aus welchen Zutaten besteht Ihr Lieblings-Smoothie? Unsere Lieblingsvariante enthält neben ei-ner großen Menge Blattgemüse eine hand-voll saisonal verfügbarer Wildkräuter. Hinzu kommen Wasser und Eiswürfel sowie unge-spritzte Gurke, Apfel und Orange, die im Ganzen – also mit Schale – verwendet wer-den. Ingwer, Zimt und Rosinen runden das Ganze ab. Das Obst und die Rosinen sorgen dabei lediglich für eine gewisse Fruchtigkeit und Süße. Welche Vorteile liefern grüne Smoothies im Alltag? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung führt immer wieder auf, wie wichtig es ist, ausreichend Obst und Gemüse pro Tag zu sich zu nehmen. Wer mit einem grünen Smoothie in den Tag startet, hat damit schon einen Teil dessen abgedeckt. Gesundheitlich gesehen, bieten grüne Smoothies einen guten Start in den Tag. Das grüne Blattgemüse regt zudem stark den Stoffwechsel und somit die Verdauung an und die übrigen Zutaten liefern eine große Menge an u. a. Vitamin C. Gibt es eine maximale Men-ge, die man pro Tag zu sich nehmen sollte? In unserem Bistro Bareso haben wir Gäste, die würden sofort ei-nen grünen Smoothie à 0,5 l bestellen, weil ihnen die-ser auf Anhieb gut schmeckt. Doch davon raten wir ab. Gerade wenn man anfängt, grüne Smoothies zu trinken, sollte man langsam vorgehen und mit einer Menge starten, die in ein Saftglas passt. Wer sehr empfindlich ist, dem empfehlen wir die Menge eines Sektglases. Der Körper muss sich Stück für Stück an die Wirkung dessen gewöhnen – andern-falls regt der Smoothie die Verdauung zu schnell zu stark an. Die positive Wir-kung, auch auf das Gewebe und das Wohlergehen, ist rasch spürbar. Hier gilt: viel hilft nicht viel, sondern gerade der „richtige Kick“ kurbelt den Stoffwechsel an. Auch wenn der Körper sich bereits an den grünen Smoothie gewöhnt hat, sollten pro Tag nicht mehr als 500 ml davon getrun-ken werden. Was muss bei der Zuberei-tung beachtet werden? Die Verwendung eines leistungsstarken Mixers mit mindestens 30.000 Umdrehun-gen ist Pflicht. Denn erst dann wird das im Blattgemüse enthaltene Chlorophyll „auf-geschlagen“ und kann von unserem Kör-per verwertet werden. Um das Chlorophyll zu schützen, ist die Zugabe von Eiswürfeln außerdem wichtig. Bei weniger als 30.000 Umdrehun-gen des Mixers werden Obst und Gemüse auch zerkleinert und er-halten eine cremige Konsistenz, aber die Wertigkeit ist für den Menschen nicht gleichermaßen gegeben. Generell gilt: je dunkel-grüner die Farbe, desto höher ist die Wirkung des Smoothies. Schulkiosk „Gesundheitlich gesehen, bieten grüne Smoothies einen guten Start in den Tag.“ Dr. Annette Nagel 28 Schulverpflegung 4/2015


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