Goldene Teller verliehen

Schulverpflegung_04_2015

Aus der Praxis Goldene Teller verliehen Im Rahmen des 9. Deutschen Schulverpflegungskongresses hat das Deutsche Netzwerk Schulverpflegung e.V. (DNSV) erneut den Goldenen Teller für das beste Schulrestaurant verliehen. Erstmals wurde auch ein Goldener Teller für das Lebenswerk verliehen. Foto: DNSV Gesucht wurde die beste Schul-mensa im Rahmen einer Online- Umfrage zur Schulverpflegung an Deutschlands Schulen. Bereits zum fünften Mal hat das Deutsche Netzwerk Schulver-pflegung e.V. (DNSV) diesen verliehen. Die Wahl fiel dabei auf die Georg-Christoph- Lichtenberg-Gesamtschule (IGS) Göttin-gen und damit auch auf den Fachdienst Küchenbetriebe im Fachbereich Schule der Stadt Göttingen. „Das Maß des Wunderbaren sind wir. Wenn wir ein allgemeines Maß suchten, so würde das Wunderbare wegfallen, und alle Dinge würden gleich groß sein“, so ein Zitat von Georg-Christoph Lichtenberg, welches als Motto der Schulphilo-sophie das Leben der Georg-Christoph- Lichtenberg-Ge-samtschule Göt-tingen bestimmt. Das gilt auch für ihre Schulmensa. „Eine Schule muss mehr sein als ein Lern- und Arbeitsplatz. Nur wo wir uns gerne aufhalten, lernen wir auch gut, das gilt auch für die Schulverpfle-gung“, betont Gesamtschuldirek-tor Wolfgang Vogelsaenger. So ist es nur folgerichtig, dass ein großer Schulgarten in das pädagogische Konzept integriert ist, der auch eine soziale Funktion einnimmt. Akzeptiertes Mensaangebot Täglich nehmen über 1.200 Schüler an der von Küchenleiter Bernhard Theiß und seiner Brigade vor Ort frisch gekochten Schulverpflegung teil. Die Schulküche ist Bestandteil des von der Kommune Göttin-gen getragenen Konzepts der Schulverpfle-gung. Die Stadt hat dafür im Fachdienst Küchenbetriebe die Oecotrophologin Anja Köchermann ange-stellt. Sie leitet die vier Großküchen und versorgt 25 Kita- und Schulmensen in der Stadt. Sie nimmt da-mit den Schulleitern und Behörden die Arbeit ab und liefert so den Beweis, wie man ein qua-litativ hochwertiges, von Schülern akzep-tiertes Mensaangebot realisiert, welches sich auch wirtschaftlich für die Kommune rechnet. Der Vorsitzende des DNSV, Dr. Michael Polster, hob auch dieses Mal hervor, dass die Auszeichnung an eine Schule und deren Mensa und damit an eine Kommune geht, in der die Forderung nach einem besseren und gesünderen Es-sen an deutschen Schulen schon erfüllt sei. Er wünscht sich, dass sich noch mehr Schü-ler an der nächsten Umfrage beteiligen. Lebenswerk geehrt Erstmalig hat das DNSV auch einen „Gol-denen Teller 2015 für ein Lebenswerk“ verliehen und ehrt damit das Engagement von Johann Lafer für mehr Qualität in der Schulverpflegung. Der TV- und Spitzenkoch ist Visionär und Verfechter einer Politik, die den „guten Geschmack“ in den Mittel-punkt stellt. Er hat sein Leben diesem Thema gewidmet und so ist es nur folgerichtig, dass er sich um die Geschmacks-bildung, die Ernährungs-bildung und Erziehung der Jüngsten und Schwächsten in der Gesellschaft mit Lei-denschaft kümmert und dafür u. a. eine Schulmensa betreibt, in der täglich vor Ort frisch gekocht wird. Im Gymnasium am Römerkastell in Bad Kreuznach demonstriert er seit drei Jahren, im Rahmen seiner Initiative food@ucation, wie gute Schulverpflegung geht und wie man dabei als bundesweites Modellprojekt für die Schulung des Genuss-Sinnes von Kindern und Jugendlichen erfolgreich sein kann. „Mein Herzenswunsch ist es, so vie- „Mein Herzenswunsch ist, so vielen Schülern wie möglich in Deutschland zu einem bezahl-baren und leckeren Schulessen zu verhelfen.“ Johann Lafer 18 Schulverpflegung 4/2015


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