Regionale Rinder

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Foto: Block Gruppe Geflügel-Import & -Export Das Familienunternehmen Handelskontor Bodenburg GmbH beschäftigt sich seit mehr als 50 Jahren mit dem weltweiten Handel von Geflügel und Geflügelprodukten. In den Bereichen Frisch- und gefrorene Ware werden Produkte für die Verarbeitung und den Export bereitgestellt. „SEIT DER GRÜNDUNG des Familienunternehmens 1982 ist es unsere Philosophie, unsere Kunden mit einem umfangreichen Sortiment aus frischen und gefrorenen Geflügelprodukten mit ausgezeichneter Qualität zu beliefern. Dank der langjährigen, engen Zusammenarbeit mit Produzenten aus der ganzen Welt bieten wir Spitzenqualität je nach Kundenbedürfnis. DIE FRISCHPRODUKTE WERDEN just in time ge-liefert. Die Exportabteilung bewegt im Jahr etwa 11.000 t im In- und Ausland. Neben der sorgfältigen Auswahl der Produzenten mit internationalen Gesundheitsstandards und Zertifizierungen, z. B. Bio und Halal, achten wir sehr auf Regionalität und Nachhaltigkeit. So liefern wir das bes-te Fleisch auf dem Papier, aber auch das beste Fleisch auf dem Teller! Ob ab Werk, der Lieferung frei Haus oder der Containerverladung – vom Schiff bis zum Bestimmungshafen inklusive der gesamten Exportdokumentenabwicklung – wir organisieren den Transport je nach Kundenwunsch.“ DAS BREIT GEFÄCHERTE Sortiment umfasst frisches und gefrorenes Hähnchen-, und Putenfleisch (wie Bio und Halal) und Convenience-Produkte u. a. für Gastronomie und Großhandel sowie Rohstoffprodukte für die Herstellung von Tiernah-rungsprodukten. www.bodenburg.de ANZEIGE Regionale Rinder Rund 12,5 Mio. Rinder leben in Uru- guay. Davon exportiert das Land in die EU ca. 380.000 t pro Jahr, wovon 8.800 t nach Deutschland gelangen. „Mit Uruguay hat Block House den idealen Partner gefunden. Die Zuverlässigkeit und Treue, die extensive Weidehaltung, die britischen Fleischrassen und das Hormon- und Antibiotikaverbot bie-ten beste Voraussetzungen für uns. Trotzdem müssen wir uns den Weltmarktauswirkungen stellen“, erklärt Karl-Heinz Krämer, Geschäfts-führer der Block House Fleischerei. Denn: Die Rindfleischexporte nach China stiegen von 194.000 t (2010) auf 1.125.000 t (2014). Dies wäre nicht schlimm, wenn der Weltbestand parallel dazu wachsen würde. Allerdings sinkt die Produktion von Qualitätsfleisch. „Der süd-amerikanische Markt entwickelt sich immer schwieriger, die Konkurrenz und die Nachfrage werden größer, aber das Angebot knapper. Wir müssen beim Rohstoff Fleisch zukunftsorien-tiert handeln, um unseren Fleischbedarf nach-haltig decken zu können“, betont Karl-Heinz Krämer. Regionale Alternative Deshalb begann die Gruppe vor rund zwei Jah-ren, eine Alternative in Deutschland zu suchen. Im Mai ging das erste eigene Rinderzucht-programm in Mecklenburg-Vorpommern an den Start: Block House arbeitet mit neun Ver-tragslandwirten zusammen, die 1.100 Uckermärker- Rinder sowie Uckermärker-Kreuzungen aufziehen. Die Zuchtlinie der Uckermärker ent-stand Anfang der 1970er-Jahre durch die Kreu-zung von Simmentaler Fleckvieh und franzö-sischen Charolaisrindern. In Mecklenburg-Vor-pommern grasen die Rinder naturbelassen und artgerecht auf weitläufigen Weiden – ähnlich wie in Uruguay. In den Wintermonaten stehen die Tiere in offenen Stallanlagen auf Stroh mit viel Bewegungsfreiheit. Knapp zwei Jahre lang werden sie mit natürlichem Futtermittel aus regionalem Anbau (u. a. Gras, Maissilage und Getreide) gefüttert. „Regionale Produkte sind authentisch. Die Wertschöpfung bleibt in der Region, schafft und erhält Arbeitsplätze vor Ort. Zudem trägt das regionale Produkt zur Landschaftspflege bei, da wir auch auf eine extensive Weidehaltung von Rindern setzen“, so Karl-Heinz Krämer. mth Die Block Gruppe bezieht Rindfleisch aus Argentinien und Uruguay. Aufgrund des gestiegenen Exports nach China, sieht das Unternehmen Potenziale im regionalen Bezug. 10 /2015 GVmanager 29


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