Marktforschung - Universität Bonn: Mann isst anders, Frau auch

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Fotos: © Igor Mojes – Fotolia.com, © davis – Fotolia.com Ernährungswissenschaftler essen gesund, Germanisten ausgefallen und Mathematiker fleischlastig? Stimmen diese ernährungsspezifischen Vorurteile? Eine Studie der Universität Bonn zeigt, welchen Einfluss das Geschlecht und der Studiengang wirklich haben. Mann isst anders, Frau auch Aus der soziologischen Kulturforschung ist bekannt, dass sich Studierende un-terschiedlicher Studienfächer nicht nur in ihren fachlichen Interessen unterscheiden, sondern auch in ihrer sozialen Einstellung so-wie den Präferenzen, die sich z. B. in der Klei-dung oder dem Ernährungsverhalten zeigen. Studierende von Ingenieur- oder Wirtschafts-wissenschaften bevorzugen demnach vergan-genen Studien zufolge vor allem Gerichte mit viel Fleisch bzw. „Hausmannskost“, während bei Studierenden der Erziehungswissenschaf-ten Obst und Gemüse sowie vegetarische Gerichte auf dem Speiseplan stehen. Um die geschlechts- und studiengangspezifischen Unterschiede in den Ernährungsorientierun-gen von Studierenden spezifischer zu analy-sieren, wurden diese an der Universität Bonn im Dezember 2011 bei 1.611 Studierenden in den sieben Fachrichtungen Rechtswissen-schaften, Mathematik, Germanistik, Sozialwis-senschaften, Medizin, Agrarwissenschaften, Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften erforscht (nähere Ergebnisse in ErnährungsUm-schau international, 8/2015, S. 120ff). Das Ziel war es, zu prüfen, inwiefern sich Studierende verschiedener Studienfächer in ihren Ernäh-rungsorientierungen, d. h. in ihren Einstellun-gen, Präferenzen und Abneigungen in Bezug auf die Ernährung und damit verbundene Aktivitäten, wie dem Einkauf, der Zubereitung von Lebensmitteln oder der Gestaltung von Mahlzeiten, unterscheiden. Vorlieben erfragt Die Analyse wurde mit Hilfe einer standardi-sierten schriftlichen Befragung durchgeführt. Zudem wurden die Essvorlieben mittels zwölf Speisekategorien abgefragt und die Ernäh-rungsorientierung anhand von 18 Items, die die Einstellungen und die Gewohnheiten in den Bereichen Qualität, Einkauf und Zube-reitung von Lebensmitteln, Gestaltung von Mahlzeiten sowie verschiedene Emotionen in Marktforschung


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