La Raclette, Berlin: Savoir-vivre

24_Stunden_Gastlichkeit_05_2015

Savoir-vivre „Ich habe viele Sachen gemacht, aber immer mit dem gleichen Ziel: Menschen zu unterhalten und sie für einen Moment aus ihrem Alltag zu entführen“. Peer Kusmagk ist Moderator, Schauspieler und Gastronom. Den Standort für das Lokal habe er schnell gefunden. Er ist in Kreuzberg aufgewach-sen und kennt den Kiez gut. „Anfangs haben wir ein Menü angeboten, zwei Hauptspeisen und zwei Desserts. Das habe ich mit meinem damaligen Geschäftspart-ner und Freund überwiegend alles allein gemacht. Aber nach drei Jahren hat sich he-rauskristallisiert, dass die Zusammenarbeit nicht gut funktioniert und wir haben einen fairen Weg zur Trennung gefunden. Unse-rer Freundschaft hat das allemal gut getan“, erklärt er. „Ich war total blauäugig, was Gastronomie betrifft. Ich konnte nicht einmal kellnern“, gibt Peer Kusmagk lachend zu. „Manch ein erfahrener Gastronom hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als er hörte, was ich vorhabe. Aber wir sind jetzt im zehnten Jahr und das macht mich doch etwas stolz“, sagt der 40-Jährige fast bescheiden. Etwa drei Jahre nach der Eröffnung habe er professionelle Köche eingestellt, die die Tradition der französischen Bistroküche KONZEPT LA RACLETTE – BERLIN Authentisches Restaurant mit französischer Bistroküche auf gehobenem Niveau. l Betreiber: Peer Kusmagk l Mitarbeiter: 7 bis 12 l Plätze: 27 (innen), 13 (außen), zusätzlich Barraum ERFOLGSFAKTOREN ➙➙ Einzigartiges Konzept ➙➙ Ambiente ➙➙ Qualität des Services ➙➙ Qualität der Speisen und Getränke ➙➙ Stabile Qualitätskontrolle Seit zehn Jahren betreibt Peer Kusmagk das „La Raclette“, ein kleines, charmantes französisches Restaurant in Berlin-Kreuzberg. Der offene Kamin verbreitet wohlige Gerüche. Dunkelbraune Bistrotische, gedeckt mit weißen Stoffservietten, frische Margeriten in kleinen, weißen Vasen und glänzendem Silberbesteck vom Flohmarkt machen die Illusion perfekt: „Vive la France“ mitten in Berlin. Auf der Standardkarte liest man Felsenaus-tern, Ziegenkäse, Boeuf Bourguignon und – natürlich – Raclette. Mon Amour Peer Kusmagk erin-nert sich: „Es w a r in dem Mo-ment, als ich viel Fernsehen gemacht habe und etwas müde war, obwohl mir diese Arbeit viel Spaß gemacht hat. Ich hatte aber das Gefühl, dass ich mir jetzt einen Lebenstraum erfüllen muss – nämlich ein kleines französisches Restaurant zu eröffnen.“ Warum gerade fran-zösisch? „Nach dem Abitur bin ich durch Frankreich gereist und habe Straßentheater gespielt. Dort, genauer gesagt in der Bre- tagne, habe ich eine Freun-din kennengelernt. Ihr Vater hat oft und gut gekocht. Ich habe an diese Zeit sehr schöne Erinne-rungen“, sagt Peer Kus-magk. 24 Stunden Gastlichkeit 5/2015 Fotos: Sievers ab 18.00


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