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24_Stunden_Gastlichkeit_05_2015

davon liegt Australien, nördlich Neuka-ledonien und der Südostpazifik. Fidschi und die Südsee im Osten, die Antarktis im Süden, das fasziniert. Mit einer Flä-che von rund 270.500 km2, aufgeteilt auf die Nord- und Südinsel, ist das Land nur 100.000 km2 kleiner als Deutschland, al-lerdings mit viel weniger Einwohnern. Die Bevölkerung ist multikulturell. Maori aus Polynesien waren die ersten Menschen, die das „Land der langen weißen Wolke“ vor ca. 1.000 Jahren besiedelten. Erst 1642 wurde es von Europäern entdeckt und erst 1840 zur britischen Kronkolonie erklärt. Neuseeland ist eine Schmelztiegel-Nation mit einer zusammengewürfelten Geschich-te aus Maori, europäischen, pazifischen und asiatischen Kulturen. Eine Kultur, die des-halb einzigartig in der Welt ist. Gerade ein-mal 4,1 Mio. Menschen leben dort, 1,3 Mio. davon allein in Auckland. Der Rest der „Ki-wis“ lebt hauptsächlich in den großen Städ-ten Wellington, Christchurch und Hamilton. Deswegen kann man in Neuseelands un-berührter Natur und bei mehrtägigen Wan-derungen auch noch ein echtes Gefühl von Ferne und Einsamkeit erleben, weit weg von jeglicher Zivilisation. Spektakuläre Gletscher, malerische Fjorde, zerklüftete Gebirge, weite Ebenen, sanft geschwunge-ne Hügel, subtropische Wälder, Vulkanpla-teaus, kilometerlange Küsten mit herrlichen Sandstränden – hier gibt es einfach alles. Es ist kein Wunder, dass Neuseeland so beliebt als Filmdrehort ist. Oft wird behauptet, dass die Südinsel Neuseelands die schönere, spannendere und vielleicht authentischere der beiden Inseln ist. Ob das zutrifft, muss jeder für sich selbst entscheiden. Gesunde Produkte aus einem gesunden Land Während die Verlockung eines städtischen Wohnumfeldes für viele groß ist, gibt es eine nicht unerheblich große ländliche Bevölke-rung. Neuseeland ist mit seiner traumhaften Natur auch ein Agrarland. Über 60 % der Bodenfläche beansprucht die Agrarindus-trie. Auf neuseeländischen Feldern gedei-hen viele Obst- und Gemüsearten, von Spi-nat, Mais und Karotten bis hin zu Zitronen, Kiwis und Avocados. Die Fleischlieferanten, die auf den Weiden grasen, sind zwar immer noch überwiegend Schafe, doch der neuseeländische Gaumen verlangte zunehmend nach Rindfleisch und Wild, so zart wie möglich und raffiniert zu-bereitet. Ein weiterer Pluspunkt: Der Insel-staat im Südpazifik blieb bisher von Tier-seuchen wie BSE oder Maul- und Klauen-seuche vollkommen verschont. Dass Reh und Hirsch nicht sehr „wild“ schmecken, liegt an der Farmhaltung des 24 Stunden Gastlichkeit 5/2015 Fotos: A. Heinrichsdobler


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