Seniorenverpflegung - Caritas-Altenzentrum Elisabeth-von-Thüringen-Haus, Köln-Worringen: Gemeinschaft erleben

GVmanager_09_2015

Fotos: Hercht Mit dem Umzug von Klettenberg nach Köln-Worringen im April 2015 hat das Caritas-Altenzentrum Elisabeth-von- Thüringen-Haus nicht nur den Stand-ort gewechselt, sondern auch ein modernes Wohnkonzept eingeführt. In vier Hausge-meinschaften leben jeweils bis zu 14 Bewoh-ner zusammen, die alle über ihr eigenes Zim-mer samt Bad verfügen, zu den Essenszeiten aber in einem Gemeinschaftsraum zusam-men kommen. Dabei ist der zentralgelegene Gemeinschaftsraum Küche und Esszimmer zugleich. Die Küche hat dabei den Charakter einer üblichen, aber etwas größer geratenen Haushaltsküche – u. a. ausgestattet mit einem Cerankochfeld, einer Mikrowelle und einer Spülmaschine. Lediglich ein kleiner Kombi-dämpfer von Convotherm und ein GN-Kühl-schrank von Liebherr erinnern daran, dass es sich um die Küche eines Seniorenheims handelt, denn anders wäre die Speisenzube-reitung und die Lagerhaltung der benötigten Lebensmittel nicht möglich. Der Kühlschrank beinhaltet etwa den Wochenbedarf an Aufschnitt für das Frühstück und Abendbrot sowie Milch oder Puddinge, die es z. B. als Zwischenmahlzeit gibt. Darüber hinaus lagern dort die Komponenten für bis zu drei Mittagessen. „Mit dem Umzug und der Umstellung auf Hausgemeinschaften muss-ten wir auch für die Verpflegung eine andere Lösung finden“, erklärt Cornelia Feist, Fach-dienstleitung Hauswirtschaft und Verwaltung. Statt die Verpflegung für die 45 Bewohner (Stand: Anfang Juli 2015) aus einer zentralen Küche im Haus bereitzustellen, sorgt nun eine Präsenzkraft pro Hausgemeinschaft für das leibliche Wohl der Bewohner. Dafür setzt das Caritas-Altenzentrum auf ein kostenstellen-spezifisches Konzept von Huuskes Deutsch-land, ein Tochterunternehmen des niederlän-dischen HCV Produzenten Huuskes, das die Menükomponenten in Kunststoff-Einwegge-binden dreimal pro Woche liefert. „Anfänglich war ich selbst skeptisch, ob die Umstellung reibungslos funktioniert und die Mahlzeiten von den Bewohnern, vor allem den 30, die mit uns umgezogen sind, auch angenommen werden“, räumt Cornelia Feist ein. „Diese Bedenken waren aber unbegründet. Bislang gab es keine Beschwerden. Die Speisenqualität ist gut“, sagt sie. Bedarfsgerecht abgestimmt 12 Uhr mittags, Essenszeit: Während sich die mobilen Bewohner der Hausgemeinschaft Rheinhafen nach und nach in der großen Wohnküche einfinden, ist die Präsenzkraft Marie-Louise Kühnel schon ganz in ihrem Ele-ment, begrüßt die einzelnen Bewohner, bringt ihnen Getränke an den Tisch und fragt in die Runde, wer Lust auf eine Vorsuppe hat, die gerade noch auf dem Herd köchelt. Zudem stehen bereits Tabletts für diejenigen Bewoh- Gemeinschaft erleben Seit dem Umzug in den Neubau des Elisabeth-von- Thüringen-Haus in Köln-Worringen setzt das Caritas- Altenzentrum nicht nur auf ein neues Wohnkonzept, sondern auch auf eine dezentrale Verpflegungslösung. Die einzeln verpackten Komponenten werden in 45 Min. im Kombidämpfer regeneriert. Zubereitet und serviert werden die Speisen von je einer Präsenzkraft pro Hausgemeinschaft. 50 GVmanager 9 /2015


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