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GVmanager_06_07_2015

teilnehmers, der Medizin, Pflege, Küche, Er-nährungsberatung, Qualitätssicherung und Lo-gistik sowie des Einkaufs in Einklang gebracht. Workflow Die Prozessabbildung und deren Fluss nennt man einen Workflow. Dafür ist eine Definition der Prozesse und der Zuständigkeiten von Abteilungen sowie deren Mitarbeitern nötig. Einem guten Workflow stehen dabei oft fol-gende Punkte entgegen: Unzureichende Erfassung und Umsetzung komplexer Prozesse „Puzzle Software“ Mehrere Ansprechpartner beim Software- Anbieter für verschiedene Module Unterschiedliche Bedienung Einseitige Betrachtungs- bzw. Sichtweise des Gesamtprozesses Anwendung ausschließlich zum Einsparen von Kosten Reine Betrachtung nach Management-Gesichtspunkten Kein Prozessfluss Ungenügende Einbeziehung praktischer Arbeitsweisen in die Prozesse Überbewertung der Interessen von einzelnen Berufsgruppen Unzureichende Kommunikation von Problemen Um die Vorteile des Workflows nutzen zu kön-nen, ist es unbedingt notwendig, dass alle be-teiligten Mitarbeiter eingebunden werden. Das verbessert die Geschäftsprozesse und erhöht die Eigenverantwortlichkeit, vor allem von Leis-tungsträgern. Sie finden ihre eigene Struktur und Arbeitsweise wieder, wodurch sich Daten und Prozesse schnell anpassen lassen. Für eine maximale Transparenz sind neben den internen Daten auch externe nötig wie wissenschaftliche Standards, Nährwerttabellen, Artikel- und Preisdaten von Lieferanten oder Produktdaten Verpflegungsmanagement missbraucht wird, schnell an ihre Grenzen. Bes-ser sind Lösungen aus einzelnen Modulen wie Word, Excel, Ernährungsberatung, Essensmel-dung und Küchenorganisation. Zudem sollte die Software nicht nur über das Internet bedien-bar sein, sondern auch die internen Strukturen im Haus abbilden. Auch Sicherheitskonzepte sind wichtig. In einem Krankenhaus z. B. sind aufgrund der personenbezogenen Versorgung viele sensible Daten vorhanden. Der Verpfle-gungsbetrieb benötigt folglich eine Software, die als integrierte Lösung die Prozesse des Ver-pflegungsmanagements praktisch und realis-tisch auf den Betrieb bezogen abbildet. All die-se Faktoren vereint ein ERP-System (Enterprise- Resource-Planning), wie es im produzierenden Gewerbe generell gängig ist. Schließlich weist auch die „Fabrik“ Verpflegungsmangement alle Merkmale eines produzierenden Betriebs mit nicht normierbaren Patienten oder Gästen und nur bedingt normier-baren Rohstoffen bei einer oft komplizierten ERP-System Workflow Schnittstellen Transparenz Server Verteilung mit hohen rechtlichen und kosten-mäßigen Anforderungen auf. Mit einem ERPS werden die Ziele und Mög-lichkeiten der IT, Managementanforderungen der Geschäftsleitung und die Anforderungen der verschiedenen Abteilungen mit den prak-tischen Anforderungen, wie denen des Essens- von Herstellern. Einfließen können diese durch Anbindung an IT-Schnittstellen – auch über das Internet (B2B) – und reibungslos „just in time“ jedem Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Die Chancen Chancen eines guten Workflows bestehen in der Verbesserung der Prozesse. Sie werden z. B. vereinheitlicht, dadurch schlanker und doppelte Dateneingaben verhindert. Die Da-ten sind konsistent, jeder Mitarbeiter ist auf dem gleichen Wissensstand und sieht die Informationen, die er braucht – auch wenn er sie nicht selbst erzeugt hat. Das hat den Vorteil, dass Personal leichter an wechseln-den Arbeitsplätzen eingesetzt werden kann, z. B. die Diätassistenz in der Beratung, in der Küche und der Verpflegungsassistenz. Bei einer integrierten Software können zudem Bearbei-tungszeiten und Kosten reduziert werden. Eine Erhöhung der Transparenz der Prozesse ermöglicht eine Statusermittlung und damit eine bessere Steuerung. Es reicht nicht aus, dass geplant, produziert und dann dokumen-tiert wird, sondern die Prozesse müssen auch optimiert werden. Konkret bedeutet das Fol-gendes: Der Speiseplan wird nicht nur mit Allergenen und Nährwertdaten ausgewiesen, sondern optimiert: Es wird sichergestellt, dass der einzelne Gast keine für ihn allergieauslösenden Stoffe zum Verzehr angeboten be-kommt. Der Speiseplan ist nach der ärztlichen Verordnung oder den Vorgaben der DGE, RAL oder den Vorgaben des MDK optimiert. Letztes schlagendes Argument für derartige Lösungen sind die gestiegenen Anforderungen des Gesetzgebers (z. B. LMIV). Diese können nur durch eine Software, die eine Prozess-durchgängigkeit aufweist, realisiert werden – will man den Personalaufwand auf vertretbarem Niveau halten. Doris Beyer catering 39 E * Gewusst wie Catering und Partyservice Sie wollen Ihr Geschäftsfeld um professionelle Caterings und Partyservice-Angebote erweitern? Dann holen Sie sich Tipps zu den Grundlagen sowie neue Ideen aus den Best Practice-Beispielen in unserem Buch. Auf rund 200 Seiten finden Sie:  praxisnahe Checklisten und Kalkulationshilfen  Expertentipps  bewährte Erfolgskonzepte  kreative Rezeptideen  effiziente Küchentechnik  Deko-Erlebniswelten gewusst * inkl.wie MwSt., inkl. Versand. Der Preis versteht sich bei Auslandsbestellungen unverzollt und unversteuert. Übersee zzgl. 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