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24_Stunden_Gastlichkeit_03_2015

Folgen des Mindestlohns Ihre Ansprüche – unser Porzellan. Für die unterschiedlichsten Ansprüche der Gemeinschaftsgastro-nomie bietet Bauscher formschöne und funktionale Antworten. Als Spezialist überzeugt Bauscher mit variantenreichen Kollektionen, außergewöhnlichem Design und Qualität Made in Germany. Umweltschutz, Ressourcenschonung und Energieeffizienz sind fest in unserer Unternehmenskultur verankert. Zertifiziert nach höchstem internationalen Standard: ISO ƒ4001 und ISO 50001. Wir freuen uns: Bauscher hat den 1. Platz bei der Wahl zum „Best of Market“-Award 2015 in der Kategorie Tischkultur be-legt. Ein herzliches Dankeschön an alle Leser! Welche betriebswirtschaftlichen Konsequenzen bringt der Mindestlohn mit sich? Unter der Leitung von Prof. Dr. Franziska Drescher und Prof. Dr. Christian Buer wurden im Rahmen einer Online-Be-fragung zum Mindestlohn des Heilbronner Instituts für ange-wandte Marktfortschung 1.512 Personen aus Hotellerie (49 %) und Gastronomie (51 %) be-fragt. In der Gastronomie betei-ligten sich 95 % Individual- und 5 % Systemgastronomen. Die Studie konzentrierte sich auf die ökonomische Auswirkung und deren Effekte im Sinne von Mehrkosten durch den Min-destlohn, die Auswirkungen auf die Beschäftigungsstruktur, die Maßnahmen zur Finanzierung, die Dokumentationspflicht der Arbeitszeit und die Bewertung des Mindestlohns. Die Auswir-kungen des Mindestlohns sind in Relation zu Umsatz und Per-sonalkosten zu bewerten. Laut der branchenüblichen Faustfor-mel betragen Personalkosten etwa ein Drittel des Umsatzes. Das gilt auch in dieser Studie. Von 2014 auf 2015 steigen die Personalkosten in der Hotellerie im Schnitt um 9 %, in der Gas-tronomie um 13 %. Etwa zwei Drittel der Personalkostenstei-gerung in der Hotellerie und 82 % in der Gastronomie sind dem Mindestlohn zuzurechnen. Regionale Unterschiede „Die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen durch die Ein-führung des Mindestlohns sind je nach Betriebsart, -typ, Re-gion und Unternehmensgröße unterschiedlich“, erklärt Prof. Dr. Franziska Drescher. Mit zu-nehmender Betriebsgröße bzw. steigendem Umsatz haben die zu erwartenden Mehrkosten durch den Mindestlohn in Re-lation zu den Gesamtkosten für Personal bzw. zum Umsatz eine geringere Bedeutung. Vor allem Kleinst- und Kleinbetriebe sind von der Einführung ökonomisch stärker betroffen. So liegt etwa der Anteil Mehrkosten durch den Mindestlohn an den Per-sonalkosten bei Kleinst- und Kleinbetrieben (unter 100.000 E Umsatz) bei 13 %, während er bei Großbetrieben mit 5 Mio. E Umsatz und mehr bei 3 % liegt. Das regionale Gefälle zeigt auf, dass vor allem gastronomische Betriebe in Ostdeutschland un-ter den Folgen des Mindestlohns leiden: Die Gastronomie dort er-wartet 15 % Mehrkosten an den Personalkosten sowie eine Stei-gerung derer von 21 %. Generell geben Betriebe, die mit höheren Mehrkosten durch den Mindestlohn rechnen, auch eine im Verhältnis größere Umsatz-steigerung an. Dies könnte das durch den Mindestlohn entste-hende Defizit ausgleichen. Tritt die von den Betrieben erwartete Umsatzsteigerung ein, fielen je nach Region und Betriebsgröße im Schnitt Mehrkosten durch den Mindestlohn zwischen 1 und 4 % des Umsatzes an. Die betriebswirtschaftlich not-wendige Handlung der Be-triebe zur Kompensation des Mindestlohns zeigt sich auch in der direkten Abfrage geplanter oder umgesetzter Maßnahmen: 75 % der Hoteliers und 88 % der Gastronomen haben einen Teil der Mehrkosten über eine Erhöhung der Verkaufspreise kompensiert oder planen es. Zwei Drittel der Gastronomen wird oder hat die Speisekarten angepasst. 24 Stunden Gastlichkeit 3/2015


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