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24_Stunden_Gastlichkeit_03_2015

pathische Gastlichkeit. Wenn ich heute in ein Restaurant gehe, möchte ich nicht nur essen, sondern einen schönen Abend erleben. Dem Gastronom muss klar sein, dass man nicht nine-to-five arbeitet, sondern um jeden einzelnen Gast kämpfen muss. Auch als ich mein Sternerestaurant eröffnet habe, haben meine Frau und ich uns sehr bemüht und von Früh bis nachts gearbeitet. Das wichtigste ist, kommunikativ zu sein. Wenn ich nicht von Anfang an Gäste binde, vielleicht nur in der Küche gut bin, dann brauche ich mich nicht selbstständig zu machen. Viel wichtiger als gut zu kochen ist, die Rolle des Gastgebers zu übernehmen – redegewandt und charmant. Sie betreiben u. a. auch die Kochschule. Ist das etwas, womit ein „normaler“ CHRISTIAN HENZE l Betriebe: Restaurant, Kochschule, „Henze-Menü“- Catering, Consulting, Produktentwicklung l Auszeichnungen: 1 Michelin-Stern, Starcookers Gourmet Award, Cooking Together Award für die beste Kochschule Deutschlands www.christianhenze.de Gastronom auch Geld verdienen kann? Das Interesse am Kochen wächst ständig. Kochkurse in einem Restaurant anzubieten kann ich auf jeden Fall empfehlen – jedem, der auch das Talent hat, Leute zu unterhalten. Das hat auch viel mit Kundenbindung zu tun. Kochkurse eignen sich z. B. an Ruhetagen, oder untertags, wenn das Restaurant abends geöffnet ist. Sie dürfen nicht zu teuer sein – 60 bis 80 € ist ideal, das wird auch gerne bezahlt. Wenn man darüber hinaus eine Kochschule etablieren möchte, ist es eine feine Sache. Aber die Erfahrung zeigt, dass es – zumindest in ländlichen Gegenden in Deutschland – nur funktioniert, wenn man einen überregionalen Namen hat. In einer Großstadt ist es etwas anderes. Hier kann man z. B. erfolgreich Incentives veranstalten. IM PROFIL Haben auch Sie als TV- und Sternkoch mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen? Es wird immer schwieriger. Gerade in ländlichen Gegenden bekommen Gastronomen keine guten Mitarbeiter mehr – in Berlin, München und Hamburg ist das kein Problem. Den Dienstleistungsberuf Koch möchten nicht mehr so viele junge Leute erlernen. Am Wochenende oder abends zu arbeiten, darauf hat nicht jeder Lust. Das liegt auch an den neuen Medien. Die jungen Leute sind gut informiert, was z. B. in puncto Arbeitszeiten verlangt wird. Auch die Gastronomen trifft etwas Schuld, weil man bei vorhergehenden Generationen „verbrannte Erde“ hinterlassen hat. Wenn man die Lehrlinge 15 Stunden arbeiten lässt und ihnen nur einen Tag freigibt – das bleibt hängen. Das lässt heute keiner mehr mit sich machen. Vielen Dank für das Gespräch! teo ERFOLGSFAKTOREN: ➙➙ Gute Organisation, z. B. mit seiner Frau als kaufmännische Partnerin ➙➙ Kommunikatives, charmantes Auftreten ➙➙ Kochschule, Catering und Consulting als weitere Standbeine Foto: Christian Henze Kochschule catering 39 E * Gewusst wie Catering und Partyservice Sie wollen Ihr Geschäftsfeld um professionelle Caterings und Partyservice-Angebote erweitern? Dann holen Sie sich Tipps zu den Grundlagen sowie neue Ideen aus den Best Practice-Beispielen in unserem Buch. Auf rund 200 Seiten finden Sie:  praxisnahe Checklisten und Kalkulationshilfen  Expertentipps  bewährte Erfolgskonzepte  kreative Rezeptideen  effiziente Küchentechnik  Deko-Erlebniswelten gewusst * inkl.wie MwSt., inkl. Versand. Der Preis versteht sich bei Auslandsbestellungen unverzollt und unversteuert. Übersee zzgl. Versandkosten. Sichern Sie sich jetzt unser Buch für ein erfolgreiches Geschäft mit Caterings & Partyservice. BESTELLEN SIE HIER www.gastroinfoportal.de/fachbuecher ISBN 978-3-928709-18-7 B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Ridlerstr. 37  80339 München


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