Branchenblick - Kurz notiert und aktuell - Studie: Mindestlohn

GVmanager_05_2015

Fotos: © beermedia.de – Fotolia.com, frischli Milchwerke, Friesenkrone Branchenblick Folgen des Mindestlohns Laut einer Studie erwarten Hoteliers und Gastronomen, dass durch den Mindestlohn die Personalkosten bei Klein- und Kleinstbetrieben kräftig steigen. Rund um Free From Im Zeichen von u. a. laktose- oder glutenfreien Produkten steht Barcelona während der Messen Free From Food und Free From Food Ingredients am 4. und 5. Juni. Besucher können sich hier über aktuelle Trends und Entwicklungen bei Lebensmitteln ohne z. B. Konservierungs- und Zusatzstoffe, Nüsse, Zucker, Hefe, Gentechnik oder Weizen informieren. www.freefromfoodexpo.com Von 2014 auf 2015 steigen die Personalkosten in der Hotel-lerie im Durchschnitt um 9 %, in der Gastronomie um 13 %. In der Gastronomie sind etwa 82 % die-ser Steigerung dem Mindestlohn zuzurechnen. Diese Mehrkosten entsprechen im Schnitt 2–3 % des für 2015 erwarteten Umsatzes. Das ist das Ergebnis einer Studie des Heilbronner Instituts für ange-wandte Marktforschung mit dem Dehoga und IHA Deutschland. Online wurden dafür deutsch-landweit 1.512 Personen aus Hotellerie (49 %) und Gas-tronomie (51 %) befragt. Mit zunehmender Be-triebsgröße bzw. steigendem Umsatz haben die zu erwar-tenden Mehrkosten durch den Mindestlohn in Relation zu den Personalkosten bzw. zum Umsatz eine geringere Bedeu-tung. Kleinst- und Kleinbetriebe sind von der Einführung ökono-misch stärker betroffen. So liegt etwa der Anteil Mehrkosten durch den Mindestlohn an den Personal-kosten bei diesen Betrieben (unter 100.000 E Umsatz) bei 13 %, während er bei Großbetrieben bei 3 % liegt. Vor allem gastronomi-sche Betriebe in Ostdeutschland leiden darunter: Sie erwarten 15 % Personal-Mehrkosten. Be-triebe, die mit höheren Mehr-kosten durch den Mindestlohn rechnen, geben auch eine im Ver-hältnis größere Umsatzsteigerung an. Dies könnte das durch den Mindestlohn entstehende Defizit ausgleichen. Höhere Preise? 75 % der Hoteliers und 88 % der Gastronomen haben einen Teil der Mehrkosten über eine Erhö-hung der Verkaufspreise kompen-siert oder planen es. Mindestens jeder zweite Gastronomie- oder Hotelbetrieb wird die Mitarbei-terstruktur überprüfen und an-passen, um die Personalkosten zu optimieren. Die Branche erwartet keine negativen Beschäftigungs-effekte. Je nach Anstellungsver-hältnis ergeben sich aber Un- Regionale Sommerreise Die Reise der frischli Milchwerke durch Deutsch-lands Küchen geht weiter. Die neue 20-seitige Broschüre „Kulinarische Grüße“ enthält regionale Rezepte passend zur Sommerzeit. Das Spektrum reicht vom Badischen Spargel-Flammkuchen mit Schwarzwälder Schinken über Spargel im All-gäuer Käseteig mit Sauce nach Tartarenart und Berliner Schmorgurkenragout bis zum süßen Finale mit einer Ostfriesischen Teecreme oder einem hessischen Kirschmichel. Die Broschüre und passende Werbemittel können kostenlos heruntergeladen werden: www.frischli.de. terschiede: So wird ein geringer Anstieg an Teilzeitkräften und Auszubildenden erwartet, dem eine geringe Reduktion an Mini- Jobbern gegenübersteht. Rund jeder Zweite bewertet den Mindestlohn als negatives Ereig-nis, als nicht notwendig, sinnlos und ökonomisch nicht zu bewäl-tigen. Die andere Hälfte steht ihm neutral oder positiv gegenüber. Die größten Herausforderungen bestünden nicht in den Mehrkos-ten durch den Mindestlohn, son-dern in der Dokumentationspflicht und im Aufwand zur Umsetzung. Auch regional unterscheidet sich die Einstellung zum Thema. Be-triebe im Norden und Westen Deutschlands sind dem Mindest-lohn und seinen Auswirkungen gegenüber aufgeschlossener als Betriebe im Süden und Osten. Matjes-Streetfood gesucht Zum elften Mal veranstaltet Friesenkrone die Matjesmeis-terschaft für Nachwuchs-Kochtalente. In diesem Jahr müssen sich diese dem Thema Streetfood widmen – gefragt sind drei krea-tive Snackvarianten mit Matjes und Hering. Der Wettbewerb findet am 8. und 9. Juli in Marne und Hamburg statt, Bewerbungsschluss ist der 4. Juni. www.friesenkrone.de 6 GVmanager 5/2015


GVmanager_05_2015
To see the actual publication please follow the link above