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des „Wunschgerichts der Woche“ und ersetzt den alten „Kummerkasten“. „Von großer Be-deutung für unsere Entscheidung war die Möglichkeit, entsprechend der LMIV Allerge-ne und Zusatzstoffe auszuweisen“, berichtet Oliver Scheuring. Mit Hilfe des integrierten Allergen- und Zusatzstofffilters kann der Gast sich sein persönliches Unverträglichkeitsprofil hinterlegen und für ihn Passendes anzeigen lassen. „Mir persönlich gefällt die integrierte Alarmfunktion, die mich erinnert, wann mein Lieblingsgericht auf der Speisekarte steht – auch das schafft Kundenbindung“, betont Oliver Scheuring. Den Charakter der „eige-nen“ App wahrt ein an das Corporate Design angepasstes Design. Zur Verwaltung sämtlicher Inhalte der mobi-len App „MySRHfood“, die für Smartphones mit den Betriebssystemen Android und iOS zur Verfügung steht, erhielt SRH ein browserbasiertes Tool. „Das Backend-System ist für die User einfach aufgebaut und ermöglicht eine leichte Handhabung. Die etwa zweistündigen Schulungen des Systems sind immer praxisnah und in anwenderfreundlicher Sprache gestal-tet“, erläutert Oliver Scheuring. Im September 2014 in der Gastronomie Men-sa „cube“ auf dem Heidelberger SRH-Cam-pus gestartet, waren anfängliche Bedenken bezüglich Kundenresonanz und Nutzerrate bereits nach dreimonatigem Testbetrieb aus-geräumt. „Heute ist es für unsere Gäste eine Selbstverständlichkeit, alle Informationen rund um unsere Gastronomie aus unserer App zu beziehen“, verdeutlicht Oliver Scheuring, der die App bis Ende 2015 an zehn Standorten anbieten möchte. Digitaler Schauteller Im Dezember 2014 kam bereits das Mit-arbeiterrestaurant im SRH Zentralklinikum Suhl hinzu, das eine etwas andere Ziel-stellung mitbrachte: die „Digitalisierung“ Gastronomie-App der Schauteller, die früher zeitaufwändig anzurichten waren und nach sechs Stun-den nicht mehr appetitlich wirkten. „Die Umstellung zur bildlichen Darstellung war besonders für unsere älteren Mitarbeiter eine Herausforderung, aber dennoch ein Erfolg. Durch den Wegfall der Schauteller sparen wir pro Jahr aktuell ca. 3.000 E an Wareneinsatz. Etwa 350 kg Lebensmittel landen so nicht mehr im Müll“, resümiert Uwe John, zustän-diger Betriebsleiter und verantwortlich für die gesamte Mitarbeiter- und Patientenverpfle-gung. Die Schauteller ersetzen zwei 32 Zoll- LED-Monitore über den Essensausgaben und ein 55 Zoll-Monitor im Eingangsbereich. Aktuell wird parallel zur Einführung der App an allen Standorten die Erweiterung um wei-tere Module geprüft. Ein Nutzertracking, die Anbindung an die Warenwirtschaft oder die Ergänzung einer Rezeptdatenbank sind nur ei-nige Neuerungen, die bereitstehen. Uwe John denkt aktuell über ein in die App integriertes Menübestellsystem für die Mitarbeiter der ein-zelnen Stationen nach. Oliver Scheuring dage-gen wünscht sich für das cube noch bessere Auswertungsmöglichkeiten des Gästefeed-backs und ein Bonussystem mittels QR-Code und direkter Schnittstelle zum Kassensystem. Mit der Einführung der App und unseres neuen Speisenleitsystems verbesserten wir uns erheblich in der Präsentation. Die Gäste kommen zielgerichteter und ihr Feedback erreicht uns wesentlich schneller. Uwe John 3/2015 GVmanager 73


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