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GVmanager_03_2015

Entscheidendes Kriterium für bargeldlose Systeme ist die einfache Handha-bung für die Mitarbeiter. Oliver Barnscheidt, Schulte-Schlagbaum Halten Sie Schritt und steigern Sie Ihren Umsatz Die fl exible Technologie von MICROS vernetzt Sie mit Ihren Gästen und ermöglicht Service auf höchstem Niveau. Erweitern Sie Ihre Kommunikation – und nicht Ihr Restaurant. Treten Sie ein in die Welt der elektronischen Bestellungen, ob Mobile Device, Internet oder Telefon: Ihr Angebot steht Ihrem Gast grenzenlos zur Verfügung. Erfahren Sie mehr auf www.micros-fi delio.de/gastronomie Die neue Kundengeneration ist auf dem Weg: schnell – spontan – mobil Besuchen Sie uns auf der Messe: Internorga Hamburg 13. - 18. März 2015 Halle B3 EG | Stand 100 System eine variable Preisgestaltung zulässt“, betont Florian Hess von Kamasys. „Diese Un-terscheidung ist mit einem Smartphone aktuell noch schwierig abbildbar. Was sich kurzfristig durchsetzen könnte, sind Checkinvarianten via App.“ Der Gast zahlt dabei mit einer Bezahl- App direkt an der Kasse, indem ein personali-sierter QR-Code gescannt wird. Ein innovatives Online-Kassensystem („daily- Pay“) wurde 2014 in den Betriebsrestaurants der Axel Springer- Tochter Pace ein-geführt. Für den digitalisierten Zah-lungsverkehr via PayPal-Konto loggen sich die Mitarbeiter über ein Portal ein, in dem sie ihren Hausausweis bzw. eine Gäs-tekarte online bzw. via App aufladen können. PayPal fungiert in diesem Fall als Zahlungs-dienstleister. Voraussetzung ist also, dass die Nutzer über ein Konto des Anbieters verfügen. Mobil per App Ein Beispiel für eine mobile Bezahllösung als Zusatzoption zum multifunktionalen Kassen-system wurde 2013 von der biw-Bank mit Willi Schaupp Consulting und anderen Partnern vorgestellt (siehe Link). Hierbei ermöglicht die mobile Bezahl-App „Kesh“ der biw-Bank das Bezahlen, Aufladen oder Überweisen von Geldbeträgen per Smartphone gegen eine Nutzergebühr. Willi Schaupp sieht hier den Vorteil gegenüber anderen Mobile Payment- Lösungen zum einen in den im Vergleich zu gängigen Kreditkarten geringeren Kosten für den Nutzer und der Sicherheit, welche ein deutsches Bankunternehmen als Dienstleister im Hintergrund bietet. Bisher ist das Kesh-Experiment in der Gemein-schafts- und Schulverpflegung noch nicht aus-geweitet worden. Grundsätzlich aber würden Bezahlsysteme, welche die herkömmliche Bar-geldinfrastruktur ersetzen könnten, in der Ge-meinschaftsverpflegung begrüßt, sagt Oliver Barnscheidt, Unternehmenskommunikation Schulte-Schlagbaum AG: „Solange der Auf-wand seitens des Betreibers mit innovativen bargeldlosen Systemen minimiert wird, gibt es kaum noch Vorbehalte. Entscheidendes Kriteri-um ist dabei die einfache Handhabung für die Mitarbeiter.“ Doch speziell mobile Bezahllö-sungen würden bei den Kunden nur als Ergän-zung gesehen, da vor allem ältere Mitarbeiter kein Smartphone besäßen oder dem Gebrauch von Mobile Payment skeptisch gegenüberstünden. Die Vorbe-halte richteten sich auch nicht gegen die Funktionalität solcher Systeme, so Oliver Barnscheidt weiter. Es gebe jedoch auf Pro-vider- Seite bisher keinen allge-meinen Standard, während sich die Affinität zu Diensten wie Google Play, Pay- Pal oder Apple Pay in Grenzen halte. Bezahlen der Zukunft Das kann sich jedoch schnell ändern. Zumin-dest der mobile Bezahldienst Apple Pay steht bei Software-Entwicklern unter verstärkter Beobachtung. Florian Hess wartet ab, wie sich der Dienst in Deutschland verbreiten wird. „Solange die Akzeptanz für Mobile Payment im privaten Umfeld fehlt, wird sich dies auch im GV-Bereich nur schwer durchsetzen.“ Sei-ne Prognose lautet, dass die Kartenterminals der großen Provider künftig noch mehr in der Lage sein müssen, die verschiedenen Payment-lösungen parallel zu akzeptieren. „Wenn für Gäste die Möglichkeit besteht, an einem Ter-minal via girogo, V PAY, PayPass, Apple Pay etc. mobil zu bezahlen, werden vor allem die jün-geren Generationen mehr zu mobilen Bezahl- Apps via NFC tendieren.“ Nathalie Kopsa Mehr zum Vodafone Campus und der Bezahlmöglichkeit der biw-Bank lesen Sie in unserem Heftarchiv unter: http://bit.ly/1MU7BIP http://bit.ly/1zK8gUc DEFINITIONEN NFC – Near Field Communication Darunter versteht man eine Funktechnik, mit der Geräte auf kurzer Ent-fernung miteinander kommunizieren können, z. B. ein Smartphone mit einem Point-of-Sale-Terminal. Diese etwa für Bezahlvorgänge konzipierte Kommu-nikation berücksichtigt Sicherheits-funktionen, die direkt in die Hardware integriert werden. Gerade diese Sicher-heitsfunktionen sind ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber der einfacheren RFID-Technik. RFID – Radio Frequency Identification Diese Technik ermöglicht die berüh-rungslose Datenerfassung. Ein RFID-System besteht immer aus einem Datenträger – jeweils ein Chip und eine Antenne in einem Träger (RFID-Transponder oder Tag) und einem Lese-gerät (bestehend aus einer Antenne und einem Decoder). Zur Datenübertragung werden magnetische oder elektromag-netische Felder eingesetzt. Die Software-Anbieter sehen eher in webba-sierten Kassensystemen eine Zukunft. Kamasys beobachtet seit ca. zwei Jahren ein wachsen-des Interesse an Online-Kassensystemen, bei denen z. B. der Hausausweis das Schlüssel-element bleibt und Zuschüsse, Subventionen oder Kundengruppen angelegt werden kön-nen. „Bei unserem Cashmanager registrieren sich die Gäste mit ihrer Chipkarte und buchen u. a. via SEPA oder PayPal Guthaben auf ihre Karte. Der Vorteil hierbei ist, dass ein solches ➘ Bezahlsysteme


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