EDV - Bezahlsysteme: Plastik ade?

GVmanager_03_2015

Fotos: eigene Darstellung nach: © paketesama – Fotolia.com, © alphaspirit – Fotolia.com Plastik ade? Das kontaktlose Bezahlen mittels „virtueller Brieftasche“ ist in der GV noch die Ausnahme. Doch mit der zunehmenden Digitalisierung der Zahlungsvorgänge könnte sich rung: „Was wir hier sehen, wird in zwei Jahren in Deutschland Alltag sein.“ Tatsächlich befindet sich die NFC-Technologie nach einer kurzen Stagnationsphase wieder im Aufschwung. Apple treibt z. B. den kon-taktlosen Geldtransfer über Smartphones mit dem digitalen Portemonnaie Apple Pay voran. Die Lösung basiert auf NFC, die in die neuen iPhone-6-Geräte integriert ist. Bei dem System kann der Kunde am POS sein Mobiltelefon an ein Lesegerät halten und die Zahlung mit Hilfe seines Fingerabdrucks bestätigen. Das soll gegenüber der klassischen Kartenzahlung einige Sekunden Zeitersparnis bringen. Auch Samsung plant demnächst einen eigenen Be-zahldienst in Kooperation mit Paypal. Alles auf eine Karte Wie in anderen Branchen ist man in der GV von einer flächendeckenden Anwendung von Mobile Payment-Lö-sungen noch weit ent-fernt. Dort gelten im Allgemeinen die bar-geldlosen Bezahlsyste-me, basierend auf aufladbaren Mitarbeiterkar-ten, als derzeitiger Goldstandard, wie Susanne Grafe-Storost von Oracle Micros, Anbieter von Unternehmenslösungen, Services und Hard-ware, betont: „Der bargeldlose Zahlungsver-kehr setzt sich durch – und zwar mit einer Karte, so wie wir sie unseren Kunden auch anbieten. Neue Betriebe setzen fast nur noch Card-Lösungen ein; bestehende stellen um.“ Auch für Peter Doerks, Projektberater beim Kassensoftware-Entwickler Cash Control, gibt es zur Inhouse-Karte in der Betriebsverpflegung noch keine echte Alternative: „State of the Art ist die Inhouse-Karte, weil Nutzerdaten darauf gespeichert und Kostenstellen abgerufen wer-den können. Das ist bei der Zahlung mittels Smartphone derzeit noch nicht möglich.“ Kurzstreckenfunk (engl. Near Field Communi-cation, kurz NFC) sagen Experten eine große Zukunft voraus. Mithilfe der „Nahfeldtechno-logie“ ist es möglich, die persönlichen Bank-daten, die auf einem Chip hinterlegt sind, kon-taktlos an ein Bezahlterminal zu übertragen. In Deutschland wird die Technik z. B. von Kredit-kartenunternehmen (PayPass/Mastercard und paywave/Visa) und von den Sparkassen (giro-go) zur kontaktlosen Bezahlung angeboten. Auch die meisten Smartphones sind heute Trä-ger eines solchen Chips. Die Kreditkarteninsti-tute treiben diese Entwicklung als Zahlungsab-wickler weiter voran. So müssen z. B. bald alle Händler, die Kreditkarten akzeptieren wollen, auf ein entsprechendes NFC-fähiges Terminal umsteigen. Auf der anderen Seite beflügelt der Ausbau der nötigen Infrastruktur auch die Ent-wickler mobiler Bezahlsysteme und elektroni-scher Geldbeutel, Mobile Wallets genannt. Trend oder Hype? Schon 2013 präsentierte der Vodafone Cam-pus (siehe Link) ein kontaktloses Bezahlsystem mit dem Smartphone, in Kombination mit Kassen mit NFC-Terminal und Kartenlesern des Anbieters TCPOS. Bei diesem System ist der Vodafone-Bezahldienst SmartPass (in Koopera-tion mit Visa) wie eine Kreditkarte einsetzbar. Beträge bis zu 25 € werden ohne PIN-Eingabe bezahlt. Die Transaktionen werden mit der Be-zahl- App Vodafone Wallet abgewickelt. Marc- André Fengler, Head of Payments Vodafone Deutschland, prognostizierte bei der Einfüh- das bald ändern. Die Verdrängung von Bargeld und die erfolgreiche Digitalisierung aller bishe-rigen kartenbasierten Zahlungssysteme ist in der Wirtschaft auf dem Vormarsch. Das Zahlen mit dem Smartphone (Mobile Pay-ment) soll bald die Regel sein. Vor allem dem Inhouse-Karte webbasiert NFC kontaktlos Mobile Payment KARRIERE à la carte Berufsbegleitend weiterbilden Fachwirt im Gastgewerbe (IHK) Geprüfter Küchenmeister (IHK)* Gastronomiebetriebswirt Betriebswirt für Systemgastronomie Catering Management Anerkannte Abschlüsse IST-Studieninstitut | www.ist.de *geplant ab August 2015 70 GVmanager 3 /2015


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