Interview: Halbe Sache?

GVmanager_03_2015

Foto: MenüMobil Halbe Sache? Vom Airline-Catering inspiriert, machte sich MenüMobil schon vor über zehn Jahren an die Entwicklung der ½ Euronorm-Tablettlösung. Warum boomt das System gerade jetzt? Begonnen hat alles 2004. MenüMobil begab sich auf Anregung eines großen Catering-Kunden mit diesem auf die Suche nach Einsparpotenzial im Bereich der Speisenverteilung mit Induktion. „Der Geschäftsfüh-rer war vorher im Airline-Catering tätig und so war seine Idee, ein Tablett wie im Flugzeug mit Kom-plettmenü auch für die Krankenhausversorgung zu entwickeln. Für uns als individuellen Problemlöser die perfekte Aufgabe“, berichtet Josef Draxl, Geschäftsführer von MenüMobil. So präsentierte sein Team einige Wochen später eine Zeichnung und ein Mustertablett der ½ Euronorm (EN). Als der Entwurf kurze Zeit später auch von den Führungskräften des größten privaten Kranken-hausbetreibers in Deutschland, der bereits einige Häuser mit Induktions-Andockstationen und EN von MenüMobil ausgestattet hatte, positiv bewertet wurde, machte sich das Unternehmen an die Entwicklung von Induktions- Andockstationen ½ EN mit pas-senden Tablett-Transportwagen. „Etwa zwei Jahre später konnten die ersten Aufträge mit dem Sys-tem ½ EN realisiert werden“, berichtet Josef Draxl stolz. Mehr über die weitere Entwicklung lesen Sie im Folgenden: Herr Draxl, wie ist Ihr ½ EN-Port-folio heute aufgestellt? Wir haben die Linie intensiv weiter- entwickelt und decken mit dem Porzellan- und Clochensortiment Cook & Freeze und Cook & Chill ab, mit hervorragenden Regenerierergebnissen. Die Ausführung mit runden Tellern wird vor allem bei Cook & Chill verwendet, die vier-eckigen Schalen sind abgestimmt auf die Hersteller von Tiefkühlkost. Die Andockstationen fassen 36 bzw. 40 ½ EN-Tabletts und können mit einem aktiven Kühlsystem ausgestattet werden. Die Tablett-Trans-portwagen ha-ben dasselbe Fassungsver-mögen und können über Eutektische Platten, un-sere Crasheis- Kühlung N’Ice & Easy, oder über die An-dockstationen gekühlt werden. Wie erklären Sie sich den Boom der ½ EN-Andockstationen und -Transportwagen? Dafür gibt es mehrere Gründe, vor allem aus finanziel-ler Sicht: So fällt das Investitions-volumen bei einer kompletten Speisenverteilung für ein Großklinikum um ca. 40 bis 50 % ge-ringer aus, da wir aus einem 20er- EN-Transportwagen einen Wagen mit einem Fassungsvermögen von 40 ½ EN-Tabletts machen – bei gleicher Stellfläche und Größe. Ein Verbund mit vier Kliniken be-nötigt z. B. 97 Andockstationen in EN oder GN, bei ½ EN redu-zieren sich die Andockstationen auf 54 Stück. Da bei Auslieferung in andere Kliniken der dreifache Wagensatz benötigt wird, sind bei EN und GN 291 Tablett-Transportwagen notwendig, bei ½ EN nur 162. Infolgedessen reduzieren sich die jährlichen Logistikkosten beim Transport von Frühstück, Mittag- und Abendessen in verschiedene Kliniken ebenfalls um 40 bis 50 %. Auch die jährlichen Energiekosten sinken im selben Ausmaß. Während die Wartungskosten beim EN-System pro Jahr ca. 25.000 € betragen, liegen sie bei ½ EN bei ca. 14.000 €. Vor allem beim Neubau von Zentralküchen, aber auch in beste-henden Küchen können die Stell-flächen im Wagenbahnhof eben-so um ca. 40 % reduziert werden. Nicht zuletzt bringt das ½ EN-Format für die Stationsmitarbeiter und Patienten große Vorteile, da der Service leichter vonstatten geht und selbst der kleinste Ess- bzw. Nachttisch für das ½ EN-Tablett groß genug ist. Wie sehen Sie das Potenzial im suppenaffinen Süddeutschland? Wir haben bisher ca. 40 deutsche Großkliniken mit dem ½ EN-Induktionssystem ausgestattet. Aufgrund der sehr kurzen Verweil-dauer verliert die Vorsuppe an Be-deutung. Wer am Suppenangebot festhalten will, kann das anders lösen, z. B. mit einem Suppen-topf als Hauptgericht oder einem optisch ansprechenden „Soup de jour-Topf“ (Tagessuppentopf) für die Stationsküchen. Auch in Süddeutschland setzt sich das ½ EN-Induktionssystem aufgrund des Einsparpotenzials zunehmend durch und im April 2015 wird ein Klinikverbund mit vier Häusern damit starten. Danke für das Gespräch! kir Wenn sich hohe Effizienz mit Qualität verbindet! Unsere Leidenschaft und gleichzeitig unsere Unter-nehmensphilosophie ist hochwertige Verarbeitung, effiziente Technologie und energiesparende Steuerung. n Kühl- & Tiefkühlschränke n Schnellkühler & Schockfroster n Kühl- & Tiefkühltische n Getränkekühltheken n Saladetten n Kühlwannen n Abfallkühler Überzeugen Sie sich! Halle A4, Stand 412 Cool Compact Kühlgeräte GmbH Fon +49 (0) 74 76 / 94 56 0 Fax +49 (0) 74 76 / 94 56 20 info@coolcompact.de www.coolcompact.de


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