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überlegt, wie wir die hohe Investition ausglei-chen können, ohne Mitarbeiter zu entlassen oder die Qualität unserer Speisen einzuschrän-ken“, erklärt Frédéric Hachmeister. Im Endeffekt hat die SRH Dienstleistungen GmbH auf diese Weise alle Mitarbeiter behalten können und lediglich den Einsatz der studentischen Aushilfen angepasst: Statt – wie früher – auch schon mal in der Küche auszuhelfen, sind diese ab sofort nur noch im Spülbereich eingesetzt. Verändert hat sich auch, dass am Wochenende nun nur noch ein Koch vor Ort ist – im Ver-gleich zu vier Köchen unter der Woche. Die-ser bereitet am Donnerstag und Freitag die Speisen für das Wochenende zu und kühlt diese in zwei Chillern herunter, die ebenfalls im Dezember in Betrieb genommen wurden. „Das ist schon ordentlich, all das auf einmal zu stemmen“, zeigt sich Christine Harbeck von Theodor Rist beeindruckt. Kleinere Probleme, wie das Kochen von Salat und Dessert statt des Regenerierens des Hauptgerichts, seien längst vergessen, denn „so etwas passiert zum Glück nur einmal“, weiß die Betriebsleiterin Catering. Vielmehr freut sie sich, dass die Speisen aufgrund der Heißluft viel besser warm werden und Schnit-zel z. B. saftig bleiben. Einschränkungen gibt es lediglich bei zu großen Speisen wie halben Hähnchen oder der großen Dampfnudel. „Da-für haben wir aber einen Ersatz gefunden“, wirft sie ein. „Ab sofort gibt es zwei kleine Dampfnudeln statt einer großen.“ Der Grund dafür: Die Clochen, die das Essen hygienisch abdecken, sowie der Abstand im Wagen zum nächsten Tablett lassen nur eine gewisse Größe von Speisen zu. Die Clochen hat SRH Dienstleistungen bewusst als transparente Variante gewählt, da diese unmittelbar den Blick auf die Mahlzeit freigibt. Auch die neu-en Teller sollten eine „gastronomische An-mutung“ haben, wie Frédéric Hachmeister betont. „Oftmals sieht man in Kliniken Tel-ler mit hohem, dickem Rand – ähnlich einer Vogeltränke. Das wollten wir nicht.“ Kleine Schritte Gewünscht ist nun, dass die Kaffeeversorgung ab sofort dezentral auf den einzelnen Statio-nen erfolgt. Einen Versuch in diese Richtung gab es schon einmal, er konnte sich aber nicht durchsetzen. „Auch bislang läuft es noch nicht ganz rund“, räumt Ilona Hohnhäuser ein. Der Schwerpunkt der Pflegekräfte liege verständlicherweise auf der Pflege der Patien-ten. „Eine zentrale Versorgung mit Kaffee ist aber nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Frédéric Hachmeister. Zudem würde der Kaffee bei der aktiven Kühlung des Frühstücks in den Wagen ohnehin abkühlen. Um sicherzustellen, dass der Kaffee morgens frisch und heiß bei den Pa-tienten ankommt, kümmert sich vorerst eine Mitarbeiterin der SRH Dienstleistungen darum, den Kaffee auf den Sta-tionen zu kochen. Welche Pläne hat die Küche des SRH Klini-kums Karlsbad für die Zukunft? „Die Menüer-fassung durch Mitar-beiter der SRH Dienst-leistungen statt durch Pflegekräfte. Das ist der nächste Step“, antwor-tet die Betriebsleiterin Catering. „Ich bin mir sicher, dann können wir die Zufriedenheit der Patienten noch weiter steigern.“ sar AUF EINEN BLICK SRH Klinikum Karlsbad, Karlsbad-Langensteinbach Betreiber: SRH Dienstleistungen GmbH Leiter Catering: Frédéric Hachmeister Betriebsleiterin Catering Karlsbad: Ilona Hohnhäuser Produktionssystem: Cook & Serve (Mo. bis Fr.), Cook & Chill (Sa. und So.) Verpflegung: saisonal abgestimmt, drei Menüs (Klassik, leichter Genuss, vegetarisch), zusätzliche Angebote für Privatpatienten, arabische Patienten, Dysphagie Speiseplanrhythmus: 6 Wochen Essenszahlen: 1.200, davon u. a. 400 Patienten, 300 Mitarbeiter, 150 Essen auf Rädern, 250 Schulen, Kindergärten Mitarbeiterzahl: 25, davon ca. 50%iger Fachkräfteanteil AUSGEWÄHLTE AUSSTATTER Thermik: Küppersbusch Speisenverteilung: Socamel/Rist Spülmaschine: Meiko Das neue NTERNORGA †‡.-†ˆ.‰‡.Š‰†‹ Hae A‡/Stand Š†‡ Das wetwet enzge ntegente Kochsystem, das füht, ekennt, mt- und voausdenkt, von hnen ent und sch mt hnen vestän-d gt, um h Wunschegebns zu eechen. Bngt ve. Veangt weng. ntestützt Se pefekt. Kochen Se mt uns. www.atona-onne.de Foto: Hercht


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