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GVmanager_03_2015

enten, wird die Kostform doch aus der Küche geschickt, was etwa 5 % aller Fälle ausmacht. Nachfrage berücksichtigt So startete der neue Kostformkatalog Mitte 2012 mit 50 Kostformen. „Aufgrund der Nach-frage nach einigen aussortierten Kostformen haben wir den Plan wieder etwas erweitert. Schließlich wollten wir es ja besser machen und nicht unnötig umständlich“, berichtet Katrin Zwicker. So stoppte die Bandportionie-rung anfangs des Öfteren, weil im Freitext eine MAO-Kost gewünscht wurde. „Diese tyramin-arme Kost ist umstritten, jedoch in unserer Psy-chiatrie etabliert und wurde entsprechend oft angefordert. Folglich haben wir sie wieder als Kostform eingeführt.“ So entstand ein Portfolio mit 53 Kostformen, die sich übersichtlich auf einer Seite darstel-len lassen und folglich die Fehlerquote bei der richtigen Auswahl reduzieren. „Ich kann die Maßnahme jedem empfehlen, der überlegt, seine internen Prozesse bzw. den Produkti-onsablauf zu verändern. Bei uns konnte der Küchenablauf z. B. durch die Festsetzung von Komponenten optimiert werden“, resümiert Katrin Zwicker. Nicht unterschätzen sollte man jedoch den Aufwand durch die Anpassung der EDV inklusive Verknüpfungen sowie die Erstel-lung von Infomaterial und Handouts. kir 3 FRAGEN AN … ... Christian Toellner, Dipl.-Oecotrophologe, VDOE-Mitglied und Diabetesberater DDG, Frankenland-Klinik, Bad Windsheim, zum Kostformkatalog: Halten Sie persönlich einen Kostformkatalog mit rund 300 Positionen noch für zeitgemäß? Spätestens seit Einführung des Rationalisierungs-schemas 1978 sollten aufgeblähte Kostformkataloge auf ein organisatorisch notwendiges Minimum reduziert werden. Welche Lösung praktizieren Sie in der Franken-land- Klinik und warum? Auch hier wurden damals mit viel Feingefühl „alte Zöpfe“ abgeschnitten: durch nachhaltige Gespräche mit der damaligen Diätküchenlei-tung und einer Schulung des Küchenperso-nals. So wurden u. a. aus dem bestehenden Kostformangebot Diäten für Leber, Galle oder Magen durch die Leichte Vollkost abgelöst. Auch im Rahmen der Zertifizierung als Lehrkli-nik für Ernährungsmedizin der DAEM wurde die Ausrichtung unseres Kostformkatalogs nach dem aktuellen Rationialisierungsschema vorausgesetzt. Neben der Verschlankung des Kost-formkatalogs und einer daraus resultierenden ökonomischeren Speisenproduktion sehe ich in der intensiven Auseinandersetzung mit der Diättherapie auch die Chance, in einer Klinik eine höhere Transparenz sowie Akzeptanz und eine geringere Fehlerquote zu erreichen. Rationali-sierung in der Diättherapie bedeutet für mich auch, dass die Ressourcen der Diätassistenz für die Beratung am Patienten und dessen Angehö-rigen in einer Klinik überdacht werden, da häu-fig hierfür viel zu wenig Zeit vorhanden ist. Was kann die Optimierung erleichtern? Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse wurde das Rationalisierungsschema erneut überarbeitet und steht als sechste Auflage kurz vor der Veröffentlichung – umbenannt in den „Leitfaden der Ernährungstherapie in Klinik und Praxis“. Neu ist u. a., dass neben qualitativer auch quantitative Vorgaben definiert werden. Zudem hat die DGE mit ihren „Qualitätsstan-dards für die Verpflegung in Krankenhäusern und Rehakliniken“ eine sehr praxisorientierte Hilfestellung für eine Optimierung entwickelt. Eine fachliche Beratung und anschließende Zer-tifizierung wird als zusätzlicher Reiz angeboten. Herzlichen Dank für das Gespräch! kir Foto: privat Unsere Präsentationssysteme für Speisen bieten die perfekte Plattform für Ihren Erfolg. Die neu entwickelte Speisenausgabe-Vitrine Culinario Master Touch vereint die bewährten Vorteile des Culinario Systems mit einer neuartigen, intuitiven Steuerung: Intuitive Menuführung über 4.3 Zoll-Touch-Displays Optimale Speisenqualität und perfekte Ausleuchtung 4-Farben-LED für ideale Farbabstimmung pro GN Prozess-Sicherheit dank erstem echten Trockenlaufschutz Lassen Sie sich inspirieren: www.beergrill.com Tel. +49 (0)7161 659 876 - info@beergrill.com 20%Kundentests zeigten Energieeinsparung Besuchen Sie uns an der Internorga in Hamburg vom 13. bis 18. März 2015 und lassen Sie sich beeindrucken. Wir zeigen Ihnen täglich moderierte Shows zu bestimmten Themen und Foodkonzepten auf unseren eigenen Geräten. Halle A3, Stand 210


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