Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte Nährstoffzufuhr

GVmanager_03_2015

Foto: Kirchner dann können wir etwas erreichen“, erläutert Martin Straubinger, Lei-ter der BMW Group Gastronomie in Deutschland und Österreich. Bestimmte Verhältnisse geschaffen hat er dabei im Betriebsrestaurant am Standort M51, der ein Pilot-projekt für „neue Arbeitswelten“ ist, in der Zwischenverpflegung agierte er etwas moderater. So re-duzierte er im Betriebsrestaurant das Getränkeangebot auf stilles und sprudelndes Wasser à 18 ct das Glas, Softgetränke wurden komplett in die Automatenstationen verbannt, die ca. drei Mi-nuten entfernt, in einem anderen Gebäudeteil, liegen. „Generell ist unsere Philosophie, nichts zu ver-bieten, sondern nur Orientierung zu geben. In diesem Fall haben wir aber versucht, einen Schritt weiter zu gehen und unsere Ordnungs-funktion im Unternehmen stärker wahrzunehmen“, erläutert Martin Straubinger. Wie reagierten die rund 500 Gäste des Standorts? „Völlig klaglos“, resümiert Mar-tin Straubinger. „Wir haben das Pilotprojekt gebraucht, um genau diese Erfahrung zu sammeln.“ Al-lerdings weiß er auch, dass das Ergebnis nicht auf einen reinen Produktionsbetrieb übertragbar ist. Seine Kompromisslösung: Fruchtsaftschorlen. Übrigens auch ein Kompromiss, den er nun im M51 gegangen ist. „Wenn wir es in den Werken schaffen, die zuckerreichen Soft-getränke, die den Insu-linspiegel hochtreiben und dann wieder absacken lassen, herauszubekom-men, haben wir schon viel er-reicht“, stellt Martin Straubinger in Aussicht. Doch bei der Alternative, den Fruchtsaftschorlen, sieht er noch Optimierungspotenzial: „Ich wünsche mir flexiblere Post- mixsysteme, die z. B. auch mal Kombinationen aus purem Frucht-saft und stillem Wasser ermögli-chen, ebenso wie verschiedene Temperierungen.“ Einen ersten Schritt zum Umdenken hinsicht-lich Softgetränken geht er in die-sem Jahr aber: mit einer internationalen Getränke-Kampagne. Kraftstoff tanken Hinter dem Namen „Aktiv & Vital“ verbirgt sich das zweite Pilotprojekt der Initiative Ge-sundheit: ein Konzept für die Zwischenverpflegung am Auto-maten. „Es unterstreicht mit einer grünen Linie und einem eigenen Label diejenigen Produkte, die bevorzugt im Rahmen einer aus-gewogenen Ernährung gewählt werden sollten“, erläutert Martin Straubinger. Dafür wurde das Sor-timent teils um Artikel wie Apfel-chips und zuckerarme Müsliriegel erweitert. Zudem werden die Ar-tikel, die dem Anforderungsprofil entsprechen, also arm an kurzket-tigen Kohlenhydraten und Fett sind, psychologisch günstig auf Augenhöhe platziert. Das reicht vom schlichten grü-nen Apfel, über einen fettarmen Buttermilch-drink bis zu belegten Vollkornbrötchen oder -broten. Neben den Automaten verweisen zusätzlich Aufsteller un-ter dem Motto „Kraft-stoff tanken – Mehr Energie durch leckeren Genuss“ auf die Vorteile von Aktiv & Vital. „Der Absatz ist in unserem sechsmonatigen Pilot-versuch – begleitet von entsprechender Kom- An den Automaten sind ernährungsphysiolo-gisch wertvolle Produkte 4 NEUE Milch- & Pudding-Desserts Schoko-Pudding, Vanille-Pudding, Grieß-Pudding, Milchreis Ohne Kühlung lange haltbar Unverwechselbar im Geschmack Warm und kalt zu verwenden hervorgehoben (l.). Im Betriebsrestaurant gibt es nur noch Wasser. Weitere Informationen zu den 4 neuen Milch- & Pudding- Desserts und unserem Vollsortiment finden Sie unter: www.milram-food-service.de


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