COLA - Das kleine Schwarze

TRINKtime_01_2015

Das kleine Schwarze Kleine deutsche Cola- Marken begeistern Gäste, die individuell und regional angesprochen werden wollen. Hier gibt’s ein paar davon. Cola Wallis Simpson, Gattin des vormali-gen britischen Königs Eduard VIII sagte einmal: „Wenn ein kleines Schwarzes perfekt passt, gibt es dazu kei-ne Alternative“. Zwar bezog sie diesen Satz auf den Klassiker der Abendgarderobe, es kann aber auch gut sein, dass dem Apothe-ker Charles Alderton ein ähnlicher Gedanke durch den Kopf ging, als er 1885 das Rezept für ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk entwickelte, das heute aus keinem Getränke-sortiment mehr wegzudenken ist. Eine Alternative wurde aber bereits ein Jahr später im Jahre 1885 entwickelt, von dem Arzt John Stith Pemberton. Aus dem anfänglich Alkohol- und Coca-haltigen „Pemberton‘s French Wine Coca“ entwickel-te er mit dem Beginn des Alkoholverbotes in Amerika eine Variante in Sirupform frei von Hochprozentigem. Gemixt mit Sodawasser ergab dieser Sirup ein Erfrischungsgetränk, welches in Soda-Bars für 5 Cent pro Glas von der „feinen Gesellschaft“ getrunken wurde. 1888 erwirbt der Drogist Asa G. Candler alle Rechte an Pembertons Erfrischungsgetränk und gründet The Coca-Cola Company. Mit dem Patent in der Tasche beginnt er 1894 die Flaschenabfüllung. Gegen Global Player Über die Jahre kreieren mehr und mehr Pro-duzenten ihre eigene koffeinhaltige Limona-de, sodass es in Deutschland bis dato unge-fähr 178 Cola-Marken gibt. Aus der Vielzahl von „Koffeinlieferanten“ stechen einige junge Unternehmen besonders hervor und beleben den Markt neu. Und die „Revoluzzer“ richten sich gezielt an lokales Publikum und streben eine kulturelle Orientierung an. Das ist wohl der ausschlaggebende Punkt, warum alterna-tive Brausen boomen und sich immer größer werdender Beliebtheit erfreuen. Ein Großteil der „Kultur-Colas“ kommt aus Hamburg. Aber was macht ausgerechnet die Hanseaten-Colas so erfolgreich? Sicherlich liegt das Erfolgsrezept den hanseatischen Tu-genden wie Entspanntheit und Understate-ment zu Grunde, aber auch eine Lässigkeit, wie sie im Rest der Republik kein zweites Mal zu finden ist. 2002 haben zwei Freunde erstmals versucht dieses Lebensgefühl abzufüllen und spürbar zu machen. „Es geht auch besser“ sagte man sich und gründete fritz-kola. Es sollte eine neue Kola sein, die besser als alles ist, was die großen „Brausekonzerne“ zu bieten haben. Die inzwischen zum Favorit vieler Koffein- 1/2015 13 Fotos: Afri Cola, Fritz-Kola, Sinalco


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