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Foto: Rational Jetzt mal ehrlich! … Ingrid Matthes Wer die Nummer der Chefline von Rational wählt, landet eventuell bei „Hotline-Mama“ Ingrid Matthes. Frau Matthes, Sie sind gelernte Köchin, Hauswirtschafts- und Küchenmeisterin sowie Fleischerfachfrau – wie war Ihr Weg zu Rational? Mit dem Unternehmen bin ich bereits sehr früh in Berührung gekom-men: 1978 war ich in München in einem Betriebscasino beschäftigt, in dem Geräte von Rational zum Einsatz kamen. Aufgrund meiner Er-fahrung mit den Geräten hat es auch in den nachfolgenden Stationen meiner beruflichen Laufbahn nie lange Zeit gedauert, bis diese auch hier installiert wurden. Denn mit den Kombidämpfern lassen sich große Mengen an Speisen zubereiten und sie erleichtern täglich die Arbeit. Bei Rational bin ich letztlich 2001 gelandet, als das Unternehmen damit begonnen hat, sich neben der Gemeinschaftsverpflegung und Gastro-nomie auch das Segment der Metzgereien aufzubauen. 2005 habe ich dann die Chefline übernommen. Mit welchen Anfragen konfrontieren die Kun-den Sie am häufigsten? In den meisten Fällen geht es um Fragen nach der Rezeptur oder Tipps bei der Zubereitung von Spei-sen für Bankette. Wiederkehrende Fragen sind die nach der Zubereitung von Schweinekrustenbraten oder Brezen – nicht nur hier in Bayern, sondern in der ganzen Republik. Bestimmt zweimal täglich erkläre ich Kunden am Telefon, wie der Schweinebraten im Kombidämpfer saftig und dessen Kruste knusprig gelingt. Das sind dann aber auch kurze Gespräche, die nur drei bis fünf Minuten dauern. Bis zu 30 Minuten kann ein Gespräch manches Mal dauern, wenn ein Neukunde am Telefon ist. Dann geht die Beratung bis ins Detail – z. B. erläutere ich, wie die rollierende Zube-reitung von Speisen mittels Efficient LevelControl funktioniert oder ich vermittle schlicht Basiswissen, z. B. rund um die einzelnen Funktionen der Bedienblende. Was war eines der lustigsten oder kuriosesten Kundengesprä-che, an das Sie sich erinnern? Vor bestimmt zwei Jahren hat eine Dame völlig aufgeregt bei der Chef-line angerufen und gesagt, sie brauche ganz dringend Hilfe. Sie er-wartete am Abend eine Gruppe von Jägern und musste dafür noch einen Biber kochen. Im ersten Moment war ich völlig verdutzt und musste nochmal nachfragen. Anfragen nach Strauß oder Kro-kodil hatte ich schon erhalten, aber eine solche Anfrage bis dahin noch nie. Ich hatte selbst auch noch nie Biber gegessen. Wie haben Sie der Kundin bezüglich der Zubereitung Wollen auch Sie uns mal „die Meinung sagen“? Melden Sie sich bei uns: (089) 370 60-155, muc@blmedien.de von Biber dann weiterhelfen können? Liebe Leser! Ich habe ihr gesagt, ich würde mich erkundigen und sie anschließend zurückrufen. Ich habe mich dann erinnert, dass ein ehemaliger Kollege Jäger ist und habe diesen angerufen. Er hat mir gleich erklärt, dass Biber unter Jägern eine Spezialität sind, die nur in geringer Anzahl pro Jahr erlegt werden dürfen, da sie unter Naturschutz stehen. Gemeinsam haben wir uns dann dazu entschieden, dass Biberfleisch dem Rindfleisch sehr ähnlich ist, weshalb ich der Kundin dann den Tipp gab, den Biber wie Rinderbraten in Rotwein zu schmoren. Die Reaktion der Jäger hat gezeigt, dass das die richtige Wahl war, denn sie hätten noch nie so einen zarten Biber gegessen. Mit bayerischem Charme und guter Laune hat die quirlige Anwendungsberaterin für jede Anfrage – egal, ob einfach oder knifflig – eine Lösung parat. STECKBRIEF Position: Anwendungsberaterin der Chefline bei Rational (seit 2005) Alter: 55 Jahre Werdegang: 1974 Hauswirtschaftslehre, anschließend Haus-wirtschaftsmeisterin, Kochlehre, Küchenmeisterin; Stationen in der GV; Metzgerlehre, Tätigkeit in verschiedenen Metzgereien; Stationen in Gastronomie, Hotellerie; seit 2001 bei Rational 44 GVmanager 12/2014


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