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GVmanager_12_2014

Illustration: Lopez-Ruiz Marketing-Tipp Die Küche im Netz Längst erreicht man den Tischgast nicht nur direkt an der Speisenausgabe. Auch das Internet gilt vermehrt als Werbebotschafter von GV-Küchen. Welche Kommunikationskanäle, von Facebook bis SMS, sind dabei wirklich sinnvoll? Inzwischen gibt es aber auch Dienstleister, die den Ver-sand der Kurznachrichten zeitgesteuert übernehmen, z. B. Massenversand.de oder Smstrade.de. Homepage: Es muss nicht gleich eine eigene Homepage für die Küche sein. In den meisten Fällen ge-nügt ein Webauftritt auf der Internetseite des Unternehmens, der Klinik oder der Senioren-einrichtung, unter deren Dach der Verpfle-gungsbetrieb wirkt. Die Seite sollte attraktiv, informativ und angenehm für den Besucher sein. Absolute No-Gos: Leere PR-Phrasen („gute, schmackhafte Küche“), mangelnde Aktualität (nicht gelöschte Uralt-Termine), läs-tige Hintergrundmusik sowie Flash-Intros und Intranet: Das unternehmensinterne Computernetzwerk kann als Informations- und Kommunikations-plattform genutzt werden. Das Intranet ist vor allem dann ein ideales Kom-munikationswerkzeug, wenn es um die Vermittlung kurzer Informatio-nen geht, die nur für interne Adres-saten bestimmt sind. Das aktuelle Tagesangebot im Betriebsrestaurant, das preisgünstige Kombi-Angebot im Verkaufsshop, die Highlights der kommenden Tisch-gastaktion – aktu-elle Informationen können via Intranet auf unkomplizierte Weise schnell und wirksam verbreitet werden. Der Arbeitsaufwand ist dabei für den Anwen-der gering. SMS: Auch die gute, alte SMS kann Umsätze beflü-geln, wenn sie via Verteilerliste an die avisierte Zielgruppe verschickt wird. Ihre Vorteile: Sie ist schnell, direkt und eng am Gast/Kunden dran. „Betriebsrestaurants, die um 11 Uhr den Mitarbeitern das aktuelle Tagesmenü oder Special der Aktionstheke aufs Handy schicken, werden sicherlich mehr Gäste bekommen und damit auch ein Plus an Umsatz erreichen“, zieht David Heidelberg ein Beispiel heran. Sind die Kontakte einmal in der Verteilerliste erfasst, ist der Aufwand gering. Klappern gehört zum Handwerk – der alte Leitspruch für erfolgreiche Öffent-lichkeitsarbeit gilt auch für Küchen der Gemeinschaftsverpflegung. Doch noch immer winken viele ab: „Internet und Facebook – das ist doch nur was für Szenerestaurants!“ Sie ver-kennen, dass die gezielte Nutzung moderner Kommunikationskanäle auch ihren Verpfle-gungsbetrieb voranbringen kann. Und zwar nicht nur, was Gästefindung und -bindung oder die Akquise von Zusatzgeschäften wie Catering angeht: „Die Bedeutung von Social Media für die Mitarbeiter- und Azubi-Gewin-nung wird noch immer unterschätzt“, be-richtet David Heidelberg, der sich als Dozent der Dehoga-Akademie mit modernen Marke-tingstrategien beschäftigt. Der Experte weiß von Betrieben, die ihren Fachkräftenachwuchs via Facebook über ihren Ausbildungsalltag be-richten lassen. Sie erreichen so eine breite Ziel-gruppe für die weitere Nachwuchsgewinnung und können sich – authentischer geht‘s nicht – als guter Ausbildungsbetrieb präsentieren. Nebenbei fördert diese Strategie die Identifi-kation der Azubis mit dem eigenen Unterneh-men. Doch welche Kommunikationskanäle sind wirklich sinnvoll? Es gibt viele Mög-lichkeiten, um an die Öffentlichkeit zu treten:


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