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GVmanager_12_2014

Foto: BMEL © GVmanager / B&L MedienGesellschaft; Quelle: BMEL Marktforschung Verpflegungssysteme nach Regionen in % Warum ist heute die 54,3 78,3 46,8 17,8 9,2 17,6 25 2,5 im Primarbereich und 2,6 im Sekundarbereich. Und die Wunschliste der Schüler für Verbesserungen ist lang: Sie reicht von persönlichen Essenswünschen über Anmerkungen zur Sauberkeit und Hygiene bis hin zur Raumgestaltung. „Die Umfrage zeigt, dass Schüler das Mittagessen durchaus wertschätzen und gerne Neues ausprobieren. Auf der anderen Seite sind die Speisepläne zum Teil noch sehr herkömmlich. Wir brauchen mehr moderne Speisepläne und zugleich mehr Mitsprache für die Schüler. Als einen Beitrag dazu wollen wir einen Schülerwettbewerb ausloben, der gute Ideen für erstklassiges Schulessen und das Engagement von Schülern auszeichnet“, sagte Ernährungsminister Christian Schmidt. Verbindliche Verpflegungsstandards Wie eine gute Schulverpflegung aussehen muss, definiert der DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung, der im November in Sporthalle, aber keine für die Qualität des Schulessens? 61 48,3 14,2 B Die Warmverpflegung ist deutschlandweit das häufigste Verpflegungssystem. Besonders deutlich ausgesprägt ist es im Osten mit 78,3 %. einer Neuauflage erschienen ist. Dieser besagt im Wesentlichen: Jeden Tag Gemüse, Salat oder Rohkost und Trink- oder Mineralwasser. Dazu mindestens zweimal die Woche Obst und Milchprodukte, Fleisch maximal zweimal, Seefisch mindestens einmal in der Woche. Zwar kennen mehr als die Hälfte der befragten Schulleitungen, je nach Bundesland bis zu 100 %, den DGE-Standard. Aber: Dort, wo er bekannt ist, geben nur etwa die Hälfte an, dass er auch umgesetzt wird. Eine Qualitätskontrolle findet nur selten statt (27,7 %). Und vertragliche Regelungen zur Qualität des Schulessens (Leistungsverzeichnisse) liegen nur in den Stadtstaaten zu 100 % vor. „Die Standards sind kein Hexenwerk. Wenn das Essen dann noch hygienisch einwandfrei, nicht verkocht und zudem schmackhaft ist, ist die Rezeptur gegeben für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Schulernährung“, sagte Christian Schmidt. „Unser Ziel ist es, dass der DGE-Qualitätsstandard Ernährungsbildung nicht ebenso wichtig wie der Dreisatz? Warum gibt es aner- kannte und beach-tete Sicherheitsstan-dards für die Turngeräte in der Christian Schmidt, Bundesernährungsminister für die Schulverpflegung flächendeckend Beachtung findet. Dabei spielt auch die Qualifizierung aller, die mit der Verpflegung unserer Kinder befasst sind, eine zentrale Rolle.“ Beides müsse fester Bestandteil des pädagogischen Gesamtkonzepts einer Schule sein. „Warum ist heute die Ernährungsbildung nicht ebenso wichtig wie der Dreisatz? Warum gibt es anerkannte und beachtete Sicherheitsstandards für die Turngeräte in der Sporthalle, aber keine für die Qualität des Schulessens?“, fragte Christian Schmidt. Um die genannten Ziele zu erreichen, kündigte der Bundesernährungsminister die Einrichtung eines Nationalen Qualitätszentrums Schulessen bei der DGE an und startete eine Qualitätsoffensive zur Verbesserung des Schulessens in Deutschland: Qualitätsoffensive zur Verbesserung 1. Der Qualitätsstandard für die Schulverpflegung der DGE soll verbindlich sein. 2. Gefordert wird ein Ernährungs-TÜV für Anbieter von Schulessen. Diejenigen, die die Verpflegung beauftragen, müssen einen Qualifizierungsnachweis von ihren potenziellen Lieferanten einfordern. Dafür wird die DGE künftig die Funktion eines Nationalen Qualitätszentrums Schulessen übernehmen. 3. Die Verpflegung muss zur Chefsache werden, d. h. Schulverpflegung muss in direkter Verantwortung der Schulleitung liegen und Teil des Schulkonzepts sein, inklusive begleitender Ernährungsbildung. 4. Die Vernetzungsstellen bleiben der Dreh- und Angelpunkt. Wenn die Länder weiter ihren Beitrag leisten, dann wird auch der Bund die Arbeit der Vernetzungsstellen für Schulverpflegung weiter unterstützen. 5. Die Schüler sollen zu Botschaftern guten Schulessens werden und stärker mitreden, was auf die Teller kommt und wie es präsentiert wird. www.bundeskongress-schulverpflegung.de 100 80 60 40 20 0 Nord Ost Mitte Süd West Mischform Warm- verpflegung Cook&Chill- System Tiefkühlkost- system Frisch- und Mischküche Struktur der Verpflegungsanbieter in % (n = 1.254) Externe Lieferanten Ehrenamtliche Pächter Schülerfirma Beschäftigungsträger Cateringunternehmen 39,3 3,6 7,9 3,8 44,4 1 Die Schulverpflegung wird beim Großteil der Schulen über Cateringunternehmen (44,4 %) gewährleistet. © GVmanager / B&L MedienGesellschaft; Quelle: BMEL 12/2014 GVmanager 23


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