Page 22

GVmanager_12_2014

Foto: BMEL Marktforschung Von delikat bis „Ätzspinat“ Bundesernährungsminister Christian Schmidt startet eine neue Qualitätsoffensive zur Schulverpflegung – eine aktuelle Studie des BMEL zeigt, dass nach wie vor Verbesserungs- und Handlungsbedarf besteht. Vieles hat sich in den letzten Jahren verbessert. Aber unser Ziel muss es sein, dass Deutschland bei der Schulverpflegung im positiven Sinne ein Streber wird und bundesweit Bestnoten erzielt. Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder in der Schule etwas Vernünftiges zu essen bekommen“, sagte Bundesminister Christian Schmidt anlässlich des ersten Bundeskongresses Schulverpflegung im November in Berlin. Nicht immer sei die Qualität des Schulessens auf dem gewünschten Niveau. Jeder müsse sich fragen, was und wie er dazu beitragen kann, damit Schulessen erstklassig wird. Vorrangig gelte es, verbindliche Qualitätsstandards in den Ausschreibungen zu verankern und Mechanismen zur Qualitätskontrolle zu etablieren. ERGEBNISSE DER STUDIE IM ÜBERBLICK : In 91,7 % der Schulen wird eine Verpflegung angeboten; 79,4 % der Schulen bieten ein Mittagessen an : 60 % der Schulen erhalten die Mittagsmahlzeiten als Warmverpflegung angeliefert : In 64,1 % der Schulen ist die Schulleitung für die Schulverpflegung verantwortlich, ein empfohlener Verpflegungsausschuss wird nur in 6,9 % der befragten Schulen genannt : Die Zuschüsse zu den Mahlzeiten schwanken zwischen 0 und 2,50 E : Durchschnittlicher Verkaufspreis einer Mittagsmahlzeit: 2,83 E in Grundschulen und 3,05 E in weiterführenden Schulen : Leistungsverzeichnisse existieren in 44,2 % der Fälle, eine Qualitätskontrolle findet nur selten statt (27,7 %) : Der DGE-Qualitätsstandard ist häufig Bestandteil des Vertrags (50,3 %), eine Zertifizierung wird aber nicht gefordert : Durchschnittliche Note der befragten Schüler für die Mittagsverpflegung insgesamt: 2,5 im Primarbereich und 2,6 im Sekundarbereich Schulessen gut bis befriedigend Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und im Rahmen von IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung hat die Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften bundesweit Schulleitungen und Schulträger sowie Schüler unterschiedlicher Schulformen befragt. Hierbei ist die bislang größte Studie zur Qualität der Schulverpflegung in Deutschland entstanden. „Die Ergebnisse zeigen ein sehr differenziertes Bild der Verpflegungssituation in den Schulen. Vieles hat sich in den letzten Jahren verbessert: Salatbuffets gehören bereits bei einem Drittel der Schulen zum Standard, mehr als zwei Drittel bieten kostenlose Getränke zum Essen an. Und vor allem in weiterführenden Schulen haben die Schüler mehr Auswahl als früher“, fasst die wissenschaftliche Leiterin der Studie, Professor Dr. Ulrike Arens-Azevedo die Ergebnisse zusammen. „Dennoch sind die Herausforderungen nach wie vor groß. Die Vielfalt des Angebots und die Qualität des Schulessens können häufig noch deutlich verbessert werden.“ Insgesamt geben die über 12.000 befragten Schüler dem Schulessen (inkl. Raumgestaltung, Rahmenbedingungen) die Durchschnittsnote 22 GVmanager 12/2014


GVmanager_12_2014
To see the actual publication please follow the link above