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Foto: B+S Finnland Sauna fehlenswert, denn „in den letzten Jahren hat sich am Markt viel getan, und man ist nicht mehr nur auf Fichte oder Hemlock fixiert“, erläutert er. Die zweite Option be-steht darin, eine Sauna zu vergrößern. Beim Dampfbad bleibe allerdings vorrangig nur die Erneuerung. Finnyark bietet für Hotels auch eine Beratung auf Basis der bestehen-den Anlagen und gibt Tipps in Sachen Er-neuerung oder Finanzierung. Gleichzeitig besteht im Fall der Überholung oder Erneu-erung die Möglichkeit, heute gültige – vom VDE vorgeschriebene – Sicherheitseinrich-tungen einzubauen. Auch Helo empfiehlt eine regelmäßige Wartung. Dabei sollten laut Hersteller für die innen befindlichen Flächen der Sauna keinesfalls herkömmliche Farben oder Lacke eingesetzt werden. Auch andere künstlich aufge-brachte Oberflächen auf dem Mit minimalem Wartungsaufwand bleiben Hotelsaunen auch langfristig attraktiv. Wir zeigen Möglichkeiten und neue Trends auf. Holz können dazu führen, dass die Oberfläche wesentlich heißer wird als gewünscht oder dass sich möglicherweise Dämpfe bilden, die die ur-sprüngliche „weiche Energie“ ändern, mit der das Holz eigentlich durchdrungen wer-den soll. Als Wartungsmethode ist es rat-sam, in der Nähe der Saunatür eine Bürste aufzubewahren und damit nach der Nut-zung Wände, Liegen, Rückenlehnen etc. kurz zu reinigen. Um die Liegen wieder neu aussehen zu lassen, können sie einmal pro Jahr abgeschmirgelt werden, dadurch wird die Liegenfarbe deutlich aufgehellt. Das Warnemünder Hotel Neptun, ein langjähriges Mitglied in der Kooperation Wellness- Hotels & Resorts, hat in diesem Jahr seinen Wellnessbereich innerhalb von drei Monaten saniert. „Wir haben den kompletten Sauna- und Ruhebereich um-gebaut“, erklärt General Manager Guido Zöllick. „Jetzt freuen wir uns, neben un-seren Hotelgästen, auch auf viele neue Tagesgäste.“ Hochwertige Möbel und Materialien in Naturtönen wurden um vier weitläufige Saunen ergänzt. So er-wartet die Gäste neben der vergrößerten Finnischen „Meerblick-Sauna“ auch ein geräumiges Sanarium mit Meditations-programmen, ein Dampfbad sowie eine separate Damensauna. Im Ruhebereich „Meeresstille“ können die Besucher auf verschiedenen Ebenen den Meerblick ge-nießen. Eine energieeffiziente Beleuch-tung sowie eine individuell steuerbare Beschallungsanlage runden den neuen Wellnessbereich ab. Wellness für jeden Vorausgesetzt Saunen werden regelmäßig gewartet und saniert, steht dem uneinge-schränkten Saunabesuch nichts mehr im Weg. Damit sich auch ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen im Wellnessbe-reich wohlfühlen, hat Saunasella mit dem Modell Fortis, das mit Rehabilitationsprofis entwickelt wurde, auch einen Saunastuhl im Programm. Die höhere Sitzposition des Stuhls und der breite Sitz ermöglichen das Platznehmen ohne zu starke Kraftaufwen-dung. Die Stabilität und die stützenden Armlehnen des Stuhls gewähren ein leich-teres Hineinsetzen und Aufstehen. Die nach hinten verlagerbare Sitzposition ist erhol-sam und stützt den gesamten Rücken. Auch eine Fußstütze ist als Sonderausstattung erhältlich. Die Asia-Sauna aus dem Hause B+S Finnland Sauna verbindet Wellness mit den Einflüssen fernöstlicher Kultur. So „wacht“ ein großer Buddha über die Saunagäste, die Fenster zieren mongolische Schriftzeichen. Ein zusätzlicher Blickfang ist die Duftscha-le, die mittig auf dem Ofen platziert ist. Ein darüber integrierter Sternenhimmel hüllt die Sauna in ein warmes Licht. Die original finnische Maa®-Sauna (F. u.) wird aus 25 bis 30 cm starken Kiefern-Rundstämmen er-richtet. Diese ruhen auf einer in den Boden eingelassenen Wanne, die mit Bruchsteinen vermauert wird. Damit die Wärmestrah-lung der Holzflächen die Haut ungehindert erreicht, genießen Gäste das Saunabad sitzend. An der Rückseite der Sauna wird der steingefüllte und patentierte Kombi- Ofen errichtet, in dem ständig ein Feuer brennt. Im kompletten Sanoasa Liegen-Programm von Wedi werden die Heizelemente Ther-mo Boden Comfort Wellness von AEG Haustechnik werkseitig integriert – als zusätzliches Plus für Entspannung durch Wärme. Dabei gewährleistet die Schutzart IP X8 des Spezialheizmattensystems abso-lute Sicherheit bei Nässe und Feuchtigkeit. Die sechsteilige Produktlinie besteht aus fünf verschiedenen Liegeflächen-Formen sowie einer Schaukelliege. Die Modelle sind wahlweise ohne Heizelemente sowie mit elektrischer Beheizung erhältlich. Sind elektrische Heiz-elemente integriert, so unterbin-det das rasche Abtrocknen der er-wärmten Oberfläche eine Schim-mel- und Stockfleckenbildung. Um in der Wellnessanlage Energie zu spa-ren, setzt z. B. Nordholz-Design in Zusam-menarbeit mit dem IT- und Systemberater Dipl.-Ing. Jürg Gloor auf das intelligente Steuerungssystem SpaControl. Über Sen-soren überwacht es alle Aktivitäten im Wellnessbereich und übernimmt somit die komplette Steuerung. Es erkennt, welche Bereiche ungenutzt sind und schaltet diese in einen StandBy-Modus. Dampfbäder wer-den z. B. per Start-Knopf vom Gast akti-viert, das Programm startet unmittelbar und schaltet sich nach 20 Minuten automatisch wieder ab. Via Internet wird der Wellness-bereich vollautomatisch überwacht, die Daten ausgewertet und protokolliert. Laut Unternehmen lassen sich dadurch bis zu 50 % der Energiekosten einsparen. Auch Corso Saunamanufaktur achtet schon bei der Planung auf einen möglichst effizienten Materialeinsatz. So werden un-vermeidbare Holzabschnitte zur umwelt-freundlichen Energiegewinnung genutzt. Das Unternehmen erfüllt darüber hinaus u. a. die Standards zur Wärmeisolierung laut KfW-Energieeffizienzprogramm. Die Corso-Tischler beraten Hoteliers zudem in puncto Holzauswahl und liefern material-gerechte Gestaltungsideen. Privat oder draußen Neben der klassischen Sauna oder dem Dampfbad halten zunehmend Infrarot- Wärmekabinen Einzug in Hotels. Das zeigt auch der Landgasthof Hessenmühle mit Private Saunakabinen für die Zimmer. Der hessische Hersteller Saunalux z. B. bietet designprämierte, pflegeleichte Anlagen an, die nur 1,3 bis 1,8 m² Platz benötigen B+S Finnland Sauna wellness 12/2014 35


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