Branchenblick - Kurz notiert und aktuell

GVmanager_11_2014

Analyse statt Tonne Kalender zugunsten von Slow Food in Afrika Der Fotojournalist Steve McCurry porträtierte für Lavazza und die Organisation Slow Food Frauen und Männer in Afrika, die sich für ihr Land und seine Traditionen einsetzen. Jeder steht symbolisch für das Funktionieren und die Potenziale lokaler Erzeugerge-meinschaften. Der Erlös des Kalenders, der den Namen „Earth Defenders“ trägt, geht an das Slow Food Projekt „10.000 Food Gardens in Africa”. Dort sollen bis 2016 10.000 Obst- und Gemüsegärten in afrikanischen Schulen und Dörfern angelegt werden. http://calendar2015.lavazza.com Fotos: United Against Waste, Lavazza Kalender 2015/Steve McCurry, VKK Änderungen beim VKK Auf der Mitgliederversammlung des VKK wurde beschlossen, den Namen in VKK-Verband der Küchenleitung zu ändern, da sich der Verband seit Jahren schon als Interessenvertre-tung von Küchenverantwortlichen sämtlicher Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung verstehe, und nicht nur von solchen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, wie der alte Name besagt. Werner Sowa aus dem St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Als Stellvertretende Präsidenten wurden Daniela Aug vom Franzis-kus- Hospital Bielefeld und Ulrich K. Kusak von der Seniorenresidenz der Diakonie Bodenwerder, bestätigt. Das Amt des Kassierers bekleidet weiterhin Holger Schmidt. Die Schriftführerin Karin Csernovsky sowie Jörg Jendrny, Jochen Mayer und Klaus Witt wurden in ihren Äm-tern bestätigt. www.vkk-ev.de Seit einigen Jahren versuchen Länderbehörden ein Transparenzsystem zur Darstellung der amtlichen Kontrollergebnisse aus der Lebensmittelüberwachung einzu-führen. Bislang scheiterten alle Versuche am Widerstand von Verbänden. Von den deutschen Transparenzsystemen existiert derzeit nur noch ein einziges, zeitlich befristetes Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen: ein Kontrollbarometer in den Städten Duisburg und Bielefeld für Gastronomie-betriebe. Über eine sogenannte „appetitlich App“ können Verbraucher derzeit via Smartphone oder im Internet die Bewertung und das Ergebnis der letzten betrieblichen Prüfung einsehen. Ins Leben gerufen und betrieben wird die App als Modellprojekt „Kobra“ von der Verbraucher-zentrale (VZ) Nordrhein-Westfalen. Seit Dezember 2013 werden dort die Kontrollergebnisse mit der Punktbewer-tung aus den amtlichen Betriebskontrollen gesammelt und veröffentlicht. Rund 235.000 Mal wurde laut aid auf die Daten des Kontrollbarometers zwischen Dezember 2013 und August 2014 zugegriffen. Die Rückmeldungen von Verbrauchern zu diesem Projekt seien überwiegend positiv, diese Zwischenbilanz zieht Dr. Andrea Bokelmann vom Verbraucherschutzministerium Nordrhein-Westfalen. Das Pilotprojekt schaffe Transparenz, fördere den Wettbe-werb und sichere Wettbewerbsvorteile, erklärt Dr. Andrea Bokelmann. Berechtigte Kritikpunkte bestünden u. a. aber noch in der Zeitverzögerung, die sich bei der Veröffentlichung der Kontrollergebnisse ergebe und darin, dass es noch nicht möglich sei, den Kontrollbericht zur Dokumen-tation der festgestellten Mängel zu hinterlegen.Das Pilot-projekt endet zum Jahresende 2014. Eine Ausweitung auf andere Städte, Bundesländer und Betriebsarten werde überlegt. Ob es dazu kommt und das Modellprojekt 2015 noch fortbestehen werde, sei jedoch ungewiss. Den unnötigen Berg an Lebensmittelabfällen vor Augen, setzten sich die Mitglieder des Vereins United Against Waste beim diesjährigen Treffen mit Lösungsideen auseinander. Eröffnet wurde das Jahrestreffen von United Against Waste, das in den Räumlichkeiten von Rational in Landsberg am Lech stattgefun-den hat, von den Vorständen Klaus Ridderbusch und Michael Fuchs sowie dem Geschäftsführer Torsten von Borstel. Vor etwa 50 Vereinsmitglie-dern stellte Letzterer aktuelle Ergebnisse von Kampagnen und Projekten vor. „Das Thema Lebensmittelverschwendung wird auf allen Ebe-nen immer brisanter. In Deutschland werden allein 1,9 Mio. t Lebensmittel im Außer-Haus- Markt vernichtet“, konkretisierte Torsten von Borstel. „Wir sind die einzigen, die nicht nur da-rüber reden, sondern zielführende Lösungen zur Abhilfe entwickeln.“ Eine dieser Lösungen für den Foodservice-Be-reich ist ein Abfall-Analysetool zur Berechnung der täglichen Abfallmenge. Eine Arbeitsgruppe der Universität Stuttgart stellte hierzu erste Er-gebnisse vor. Auch Philipp Wichert, Geschäfts-führer von Stockheim Catering, präsentierte eine Zwischenbilanz. „Unsere Küchenchefs gehen hoch motiviert an die Messungen. Viele haben dabei sofort Einsparpotenziale entdeckt und von sich aus Arbeitsabläufe optimiert.“ Eine Reduktion von 20 % Speiseresten kann z. B. das Münchner Traditionshaus Weisses Bräuhaus vorweisen. „Wir haben unsere Portionsgrößen deutlich reduziert. Da wir ent-sprechende Preisnachlässe gewähren, hat es keinerlei Reklamationen gegeben“, berichtete der Geschäftsführer Otmar Mutzenbach. Nach dem zweiten Mitgliedertreffen sehe man sich auf einem guten Weg, resümierte Torsten von Borstel abschließend, bevor es einen Ein-blick in die Produktionshallen des Gastgebers Rational gab sowie in die Küchenprozesse und die Vermeidung von Lebensmittelabfällen. www.united-against-waste.de Aus für Hygiene-Smiley? Branchenblick 6 GVmanager 11/2014


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