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Foto: M24 Karge Einrichtung und Massenabferti-gung ade – denn Gemütlichkeit zieht in die Gemeinschaftsverpflegung ein. „Vor zehn Jahren dominierten noch klassische Stuhl- und Tisch-Sitzgruppen in Betriebsres-taurants“, blickt Prof. Reinhard Grell, Dekan an der Hochschule OWL und Gesellschafter der Stuhlfabrik Schnieder, zurück. Dass Lounge-bereiche heute – vor allem aus Betriebsrestau-rants – nicht mehr wegzudenken sind, „liegt einerseits daran, dass diese im Wettbewerb mit herkömmlichen Gastronomien stehen und deshalb aktuelle Trends in Kulinarik und Einrichtung aufgreifen“, erklärt der Experte. Andererseits haben sich die Ansprüche der Verbraucher geändert. Die Entwicklung der Loungebereiche stammt – wie Hartmut Michalke, Leiter Marketing vom Ausstatter Reinhold Keller, sagt –  aus der Sys-temgastronomie. McDonald‘s habe es vorge-macht, als 2003 das erste McCafé-Konzept in Köln eröffnete. Das Einrichtungskonzept dazu ist geprägt von bequemen Polstermöbeln an niedrigen Tischen, „um nett zu plaudern, das Geschehen zu beobachten oder einfach zu chillen“. Sowohl in Betrieben und Universi-täten als auch Pflegeeinrichtungen werden – laut Dr. Karl-Heinz Pawelka, Geschäftsführer von M24 – Loungebereiche gerne genutzt. „Wir beobachten in den letzten Jahren allge-mein einen Trend hin zu mehr Gemütlichkeit und Wohlfühlatmosphäre.“ Gleichzeitig räumt er aber ein, dass niedrige Couchtische für das klassische Mittagessen nur bedingt geeignet sind. Stattdessen bieten Loungebereiche „Platz für eine gemütliche Tasse Kaffee nach dem Essen, informelle Meetings, Gruppenarbei-ten oder Familienbesuch“. Tina Hericke, Key Account Manager in der Berliner Filiale von Go In, verweist ebenfalls auf die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten, mit denen Betreiber von Betriebsrestaurants oder Mensen Erholungs-zonen für Studenten oder Schüler schaffen können. „Verschiedene Gestaltungsideen wer-den immer stärker umgesetzt und es gibt kei-ne 08/15-Einrichtung mehr“, berichtet Bruno Berger, Außendienstmitarbeiter bei Kason, aus seinem beruflichen Alltag. „Man will etwas Be-sonderes haben, nichts was jeder hat.“ Junge versus ältere Semester Wichtig bei der Planung und Umsetzung einer Lounge ist, sich vorab Gedanken darüber zu machen, welchem Zweck sie dienen soll. „Ent-sprechend können diese entweder mit Cou-chen und Beistelltischen oder aber mit Sesseln und Tischen ausgestattet sein“, erklärt Dr. Karl- Heinz Pawelka von M24. Nicht aber nur der Zweck, auch die Zielgruppe beeinflusst eine gelungene und passende Gestaltung – dann Ambiente stehe der Lounge „vom Betriebsrestaurant bis zur Seniorenresidenz“ nichts im Wege. Doch wie gelingt eine bedürfnisgerechte Ge-staltung von Loungebereichen? „Was dem Stu-denten sein Sitzsack ist dem Rentner sein Le-dersessel“, formuliert es Hartmut Michalke von Reinhold Keller überspitzt, bringt damit aber zugleich auf den Punkt, wie unterschiedlich die M24 Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen sind, wenn es um die Lounge-Einrichtung geht. „Es gibt nicht ,das‘ Loungemöbel für alle Zielgrup-pen“, betont auch Prof. Dr. Reinhard Grell von der Stuhlfabrik Schnieder. Bei von jungen und älteren Menschen genutzten Bereichen haben Verantwortliche deshalb die Möglichkeit, ver-schiedene Sitzformen anzubieten, wie etwa eine Sofalandschaft zum gemütlichen Chillen oder Loungegruppen in normaler Stuhlhöhe. Dr. Karl-Heinz Pawelka weist darauf hin, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse bei der Auswahl der Möbel unbedingt berücksichtigt werden sollten: „Studenten legen dabei z. B. mehr Wert auf Design und die Möglichkeit, auf den Möbeln relaxen zu können“. Auch Prof. B 2003 eröffnete McDonald’s als Vorreiter für Loungekonzepte in der Systemgastronomie sein erstes McCafé-Konzept in Köln. (oben) Mit moderner Optik präsentieren sich die be-quemen Loungemöbel der Stuhlfabrik Schnie-der und Go In. (unten, v. l.) A Die Couchelemente Matrix von M24 lassen sich beliebig zu Sitzgruppen arrangieren. 11/2014 GVmanager 43


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