Großhandel: Zurück zum Erzeuger

GVmanager_11_2014

Fotos: Transgourmet Zurück zum Erzeuger Wer wieder gutes Fleisch will, braucht auch das Vertrauen der Bauern – unter diesem Credo geht Transgourmet einen besonderen Weg bei seinen Fleischprodukten der Eigenmarken. Wie der Nachtsprung vom „Ursprung“ gelingt, zeigt ein Besuch im Frischezentrum in Ulm. Frischfleischsparte aus dem Boden gestampft hat, eine echte Leidenschaftsangelegenheit: „Was machen wir, wenn die großen Fleisch-mogule alle Fleischwaren aus Preisgründen nur noch an Asien verkaufen? Dann fehlt uns der Rohstoff – und damit auch jeder letz-te Anspruch auf Qualität“, erklärt er. „Daher müssen wir das Vertrauen der Bauern zurück-gewinnen Ursprung Frischfleisch Nachtsprung und mit ihnen direkt arbeiten.“ Für die Produkte der Eigenmarke Ursprung hieß das vor rund fünf Jahren, Bauern zu finden, die ihre Tiere noch ursprünglich aufziehen, auf alte Rassen setzen und darauf vertrauen, nicht „vom Händler übers Ohr gehauen“ zu werden. „Wir wollen ihnen Sicherheit geben und garantieren ihnen mit klaren Verträgen bereits oft vor der Geburt der Tiere die Abnah-me zu, auch wenn wir manchmal selbst nicht wissen, wieviel wir brauchen“, erklärt Michael Knoch. „Dafür wachsen z. B. die Strohschwei-ne – entsprechend des Tierschutzlabels des Deutschen Tierschutzbundes – bei einem Drit-tel mehr Platz und einem getrennten Liege-, Aktivitäts- und Kotbereich auf und werden später garantiert nicht weiter als 200 km bzw. vier Stunden gefahren.“ Nach dem Motto „das Beste aus der Region für ganz Deutsch-land“ leben in Mecklenburg-Vorpommern bei einem Vertragsbauern auf den Wiesen Rinder, die nur per Pferd erreicht werden können. Im Allgäu gedeihen für Transgourmet lang ver-schmähte Färsen, „deren Qualität durch ihr marmoriertes Fleisch besser als das von Kühen und Bullen ist“, erklärt Michael Knoch. Im Norden gibt es einen Gänsebauern, der mit seinen 1.000 Gän-sen vom ersten bis zum letzten Tag „mitlebt“. Küchenleiter können die Gänse bereits vor der Ge-burt im Ganzen kaufen und so ihren Gästen ganz genau er-klären, wo die Tiere herkommen und wie sie dort tatsächlich leben. Jeder Skandal tut uns gut“, verkündet Michael Knoch mit gefühlten drei Aus-rufezeichen im Besprechungsraum des Ulmer Frischezentrums, in welchem farbige Aufschriften über echtes Handwerk und den Wert der Wertschätzung an der Wand pran-gen. Mit freundlich-festem Blick läuft der Lei-ter der Frischezentren in Ulm und Hildesheim voller Energie durch den Raum und erklärt: „Jeder Skandal bestärkt uns darin, in aller Konsequenz einen anderen Weg ge-gangen zu sein – den des eigentlich normalen, den ursprünglichen Weg.“ Für den Fleischer-meister und Mitglied im Tierschutzbund, der lange in Gastronomien und als Fachberater arbeitete und seit 1997 bei Transgourmet die Großhandel


GVmanager_11_2014
To see the actual publication please follow the link above