Ausgezeichnete Seniorenverpflegung

GVmanager_11_2014

Fotos: KErn Ausgezeichnet Im November hat das Kompetenzzentrum für Ernährung die fünf Sieger des bayerischen Wettbewerbs für Seniorenverpflegung „gesund.gekocht.gewinnt 2014“ gekürt, die sich aus insgesamt 69 Bewerbern durchsetzen konnten. Was zeichnet diese aus? Welche Senioreneinrichtungen Bayerns bieten die beste und gesündeste Verpflegung, bei zugleich vorbildlicher Kommunikation, Prä- sentation und nachhaltiger Orientierung? Die Antwort darauf lieferte der Wettbewerb „gesund. gekocht.gewinnt“, der nach 2012 nun zum zweiten Mal stattfand. Die 69 teilnehmenden Senioreneinrichtungen durchliefen ein Auswahlverfahren bestehend aus einem standardisierten Fragebogen, der Konzeptbewertung durch die Fachjury und der Vor-Ort-Begehung – welches fünf gleichrangige Gewinner zutage gefördert hat. „Die Qualität der Bewerbungen hat gezeigt, dass das Niveau BRK SENIORENWOHN- UND PFLEGEHEIM ST. ANDREAS, WURMANNSQUICK Das Konzept in Kürze: 48 Bewohner leben in einer familiären Struktur in vier Hausgemeinschaften zusammen. Die vier Wohnbereichsküchen, die von je einer Präsenzkraft betreut werden, sind der Mittelpunkt des täglichen Geschehens. Dort wird nicht nur in Gemeinschaft gegessen, sondern auch täglich zusammen frisch gekocht – auch mit Zutaten des eigenen Gartens. Die Bewohner können unter Aufsicht leichte Küchentätigkeiten wie Kartoffelschälen übernehmen, manche schauen aber auch lieber nur zu. Das kann man sich abschauen: Anregungen zur saisonalen und gesunden Lebensmittelauswahl bekommen die Senioren durch den mobilen Kaufladen, den der Hausmeister in Zusammenarbeit mit rüstigen Bewohnern gebaut hat. Dieser dient unter anderem den Bewohnern als Inspiration bei der Erstellung der Speisepläne. Auch demente Bewohner können so ihre Essenswünsche mit einbringen. Im Sommer macht ein selbst gebauter Eiswagen die Runde. von 2012 sowohl inhaltlich als auch in der praktischen Umsetzung übertroffen wurde“, resümierte Dr. Wolfram Schaecke, Leiter des Kompetenzzentrums für Ernährung, das den Wettbewerb im Auftrag des Bayerischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durchgeführt hat. Dennoch bleibe Potenzial nach oben, merkte Eckbert Dauer stellvertretend für Ernährungsminister Helmut Brunner bei der Preisverleihung an. Schließlich hat Bayern insgesamt 1.400 Senioreneinrichtungen statt nur 70. Anbei die Kurzportraits der Gewinner, die auch anderen Einrichtungen als Beispiele bester Praxis dienen sollen: BRK CLEMENS-KESSLER-HAUS, MARKTOBERDORF Das Konzept in Kürze: 102 Senioren, von denen 90 % dement sind, leben in fünf Wohnbereichen zusammen. Die zwei frischen Mittagsgerichte werden individuell geschöpft, sodass jeder Bewohner Menge und Zusammenstellung selbst bestimmen kann. Die Küche ist auf traditionelle, saisonale Speisen ausgerichtet. Tagsüber gibt es Snacks, Fingerfood und Kuchen aus der eigenen Bäckerei. Das kann man sich abschauen: Monatlich findet ein Frühstücksbüfett an festlich gedeckten Tischen statt. Neben den üblichen Komponenten gibt es dann auch Müslis, Pfannkuchen, Porridge, Obstsalat oder frisch zubereitete Eierspeisen. Hier wie auch beim wöchentlichen Backen lockt die Bewohner schon der gute Geruch an. Je nach Fingerfertigkeit helfen die Bewohner, z. B. beim Teigausrollen. Nach Wunsch gibt es abends einen Schlafkakao, der durch den Zusatz von Lavendel oder Hopfen beruhigend wirkt. Seniorenverpflegung


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