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TRINKtime 06/2014

Urlaub: „Ich hatte noch den Duft von Rosmarin und Thymi-an im Sinn. Davon inspi-riert habe ich den Gin Mare mit Paprika und Sellerie aufgeschüttelt und mit dem Medi-terranen Tonic von Fever-Tree aufgefüllt – fertig war mein Mediterraneo.“ Seit Anfang des Jahres hat er auch den Trend zu unterschiedlichen Tonics aufgegriffen und deren Vielfalt an der Bar ausgeweitet. Um seine Gäste für neue Gins und Tonics zu begeistern, bietet Claudio Scherer auch „Schnupper-Gin-Tonics“ an, also halbe Portionen. Dabei haben sich Gin-Klassiker wie Bombay, Tanqueray oder Hendrick‘s bewährt, aber auch der Münchner Gin The Duke aufgrund des regionalen Bezugs. Hier in der Gin-Oase finden sich nicht nur Hotelgäste ein. Das anna hotel liegt mit-ten in der Münchner City zwischen Haupt-bahnhof und Stachus und ist deshalb auch bei Münchnern sehr beliebt, die vor ihrem Kinobesuch oder dem Ausgehen auf der Feiermeile noch auf einen Gin & Tonic vorbei schauen. teo www.annahotel.de mit diesem Gin. Dieser ist meist, wie viele der Drinks auf der Karte, eine Eigenkreation von Claudio Scherer. Classics & Cuisine Der Barchef, der aus seinem studienbe-gleitenden Nebenjob seinen Hauptberuf gemacht und Hotelfachmann gelernt hat, ist kreativ und experimentierfreudig. Seine Kreationen lehnen sich an den Cuisine- Style an: „Wir verwenden allerlei Kräuter, Obst, Essig, Honig und mehr. Ich lasse mich z. B. auf dem Viktualienmarkt inspirieren.“ So bietet seine Cocktailkarte heute rund hundert Drinks an. Hier finden sich Gin- Kreationen der letzten Jahre wie ein Bom-bay Crushed oder der Duke and the bunny, ein Drink mit dem The Duke Gin. Aber auch Klassiker sollten Claudio Scherers Meinung nach auf einer Karte stehen: „In manchen Bars ist man der Meinung, dass Klassiker wie Caipirinha oder Pina Colada nicht auf die Karte gehören, weil jeder Gast weiß, dass es sie gibt. Ich habe sie wieder aufge-nommen – und seitdem wesentlich häufiger verkauft.“ Die Ideen zu seinen Eigenkreationen holt sich Claudio Scherer auch schon mal im Grundsätzlich bestellen wir fast jeden neuen Gin und probieren ihn“, erzählt Claudio Scherer, Barchef im anna hotel. 70 % davon schaf-fen es dann auch auf seine Getränkekarte, die inzwischen 82 Ginmarken und -sorten nach den Ursprungsregionen geordnet, führt. Je exklusiver, innovativer und kre-ativer, desto besser. Aber warum nicht z. B. Whisky oder Wodka? „Gin ist jung und modern“, weiß Claudio Scherer und er-gänzt: „Im Gin-Markt hat sich in den letzten Jahren so viel getan wie bei keiner anderen Spirituose.“ Neben den klassischen, etablierten Marken finden sich auch die neuen „Exoten“, die meist von kleineren Anbietern stammen. „Das erfordert eine ständige Recherche in Fachmagazinen, im Internet und in Sozia-len Medien“, beschreibt er seine Quellen. Schon als er vor vier Jahren in dem Münch-ner Hotel angefangen hat, verfügte die Bar über eine reiche Auswahl, die er mit der Zeit erweitert hat. Die neuen, unbekannte-ren Marken bietet er aktiv an. Zur Geträn-kekarte gibt es immer wieder Einleger, die einen „Gin of the week“ vorstellen und an-preisen. Dazu präsentiert er einen Cocktail GIN GIN GIN GIN GIN GIN GINGIN GIN GIN GIN GIN GIN IN GGIN DRINKS MIT GIN CUFFLINK von Hauke Günther 3 cl The Duke Gin 2 cl Chartreuse gelb 2 cl Cherry Heering 2 cl Limettensaft Glas: Tumbler Garnitur: Zitrone und Grapefruitzeste Zubereitung: Alle Zutaten zusammen in einen mit Eis gefüllten Shaker geben und kräftig shaken. Per doublestrain in einen mit Eis gefüllten Tumbler geben und mit den Zesten absprit-zen, danach die Zesten in den Drink stecken. THE DUKE & TONIC MILANO von Andreas Plucinsky und Peter A. Wolf Loup GIN GIN GIN GIN GIN GIN GIN GIN GIN GIN GIN GIN GIN GIN 5 cl The Duke Munich Dry Gin 1 Dash Aceto Balsamico, 20 Jahre 20 cl Tonic Water GIN Garnitur: 2 St. Erdbeeren in Scheiben, Basilikumstrauß, leicht angeklatscht 6/2014 11 Fotos: The Duke


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