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TRINKtime_04_2014

„Das Auge isst mit“ gilt für gutes Essen. Aber wie sieht es bei Drinks aus – trinkt da das Auge auch mit? ei jedem Drink entscheiden drei Faktoren, ob er genau diesem einen Gast, für den er zubereitet wurde, schmeckt: Optik, Aroma und Geschmack. Deshalb legen Bartender viel Wert auf die Aus-wahl der passenden Gläser. Der erste Eindruck eines Glases bleibt über den gesamten Zeitraum des Genusses bestehen. Es hängt natürlich immer mit persönlichen Präferenzen zusammen, in welchem Glas der Bartender seine Drinks serviert. Die Auswahl an verschiedensten Ausführungen ist beinahe grenzenlos und von Zeit zu Zeit ereilt das ein‘ oder andere Glas im Regal ein Revival – wie aktuell die Tiki- Gläser. Aber im Grunde bleiben die Formen immer bestehen. Martini und Co. werden stets in der Schale serviert. Die Filigranität dieser Klassiker verlangt ein elegantes Glas. Aber daneben spielt hier die Art des Glases auch eine funktionale Rolle: Bei Cocktails, die auf Eiswürfeln kalt gerührt, aber ohne Eis serviert werden, ist ein Stielglas unabdingbar, denn das Halten am Stiel verhindert, dass die Handtemperatur die des Drinks beeinflusst. Ein Oldfashioned, der vermeintliche Urvater der Cocktails, wird z. B. im Double-Oldfashioned-Glas serviert. Je nach Vorliebe des Bartenders wer-den Zucker, Angostura Bitter und Whisk(e)y auf einem großen Iceball ser-viert, was dem Drink sehr entgegenkommt, denn ein großer doppeltge-frosteter Eiswürfel hält den Drink länger kalt, ohne ihn zu verwässern. So lässt sich der Drink, trotz der Temperatureinwirkung durch die Hände lan-ge genießen. Getränke verändern ihr Aromenspektrum mit ihrer Tempe-ratur. So wird der letzte Schluck auch niemals so schmecken wie der erste. Belastbar Eine Glashütte hat sich der Entwicklung der Aromen im Glas verschrieben und ein bislang einzigartiges System entwickelt, welches Cocktails dabei unterstützt, sich schnell entfalten zu können. Die Glasformen der Serie Superior Sensis plus aus dem Hause Eisch wurden nach dem Grundsatz gestaltet, das jeweilige Getränk optimal zur Geltung kommen zu lassen und erschließt das volle Geschmackspotenzial in nur kurzer Zeit im Glas. „Wer billig kauft, kauft zweimal“ beschreibt es eine alte Binsenweisheit. Was nützt einem das schönste Glas, wenn es nach kürzester Zeit bricht? Also muss ein Glas neben der optischen auch eine funktionale Eignung erfüllen und der dauernden Beanspruchung standhalten. Es muss also op-tisch ansprechend sein und Vorfreude auf den Drink vermitteln. Das Glas muss auf jeden Fall gut in der Hand liegen und sich gut anfassen lassen. Ein Glas muss aber auch über die Zeit vielen Belastungen standhalten, was beim ständigen Spülen in der Maschine unter hoher Temperatur anfängt und sich über das von Hand Polieren bis hin zum häufigen Umfallen er-streckt und beim aneinander Stoßen beim Zuprosten endet. Mike Linner Gläser Martini Cocktail (Cocktailspitz) 5 cl Gin 1 cl trockener Wermut Klassisch kredenzt Oldfashioned (Tumbler) 5 cl Havana Club Seleccion de Maestros 1 Zuckerwürfel 2 Dash Fee Brothers Aztec Chocolate Bitters Rum Fotos: Glashütte Valentin Eisch


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