Weiterbildung - Recht so

GVmanager_06_07_2014

Fotos: AELF Augsburg, DHBW Steuerstrafverfahren vermeiden Alle Gewerbetreibenden, die überwiegend oder ganz mit Bargeld hantieren, stehen seit jeher unter besonderer Kontrolle der Finanzverwaltung. Im Rahmen von Betriebs-prüfungen wird insbesondere die Gastronomie immer stärker seitens der Finanzverwaltung durch Betriebsprüfer bedrängt. Steuerberater Roland Franz, Geschäftsführender Gesell-schafter der Steuerberatungs- und Rechts-anwaltskanzlei Roland Franz & Partner in Düs-seldorf, Essen, Velbert, weist darauf hin, dass es im Rahmen der Betriebsprüfungen ins-besondere von klein- und mittelständischen Betrieben ständig zu Steuerstrafverfahren we-gen nicht ordnungsgemäßer Kassenführung kommt. „Die Finanzverwaltung hängt sich hierbei häufig an Kleinigkeiten auf“, erklärt der Steuerberater Roland Franz. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans hat deshalb die betroffenen Branchen an den Pranger gestellt und eröffnet eine Hetzjagd auf „Bargeldbranchen“. „Der nordrhein-westfälische Finanzminister hat sich bereits mit dem Ankauf von Steuersünder-CDs einen Namen gemacht und stärkt jetzt mit derar-tigen Aussagen das teilweise bisher schon fragliche Verhalten von Betriebsprüfern der entsprechenden Branchen. Es scheint eine regelrechte Treibjagd auf Einzelhändler und Gastronomen eingeleitet zu werden. Aber es bleibt zu hoffen, dass sich die betroffenen Unternehmer nicht durch derartige Repres-salien einschüchtern lassen und sich gegen unsauber durchgeführte Betriebsprüfungen und überzogene Steuernachforderungen zur Wehr setzen“, erklärt Roland Franz und rät jedem Gewerbetreibenden, sich an ein qualifiziertes Beratungsbüro zu wenden und einen Kassencheck zu machen, um eventuelle Schwachstellen zu beseitigen. Tagung gegen Verschwendung Die Fachzentren Gemeinschaftsverpflegung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Ebersberg, Fürstenfeldbruck und Augsburg haben in diesem Jahr ihre fünfte Fachtagungsreihe für Küchenverantwortliche aus GV-Einrichtungen durchgeführt. Inhaltlicher Schwerpunkt war dabei die Lebensmittelverschwendung in Großküchen. So bekamen die Küchenverantwortlichen der Gemeinschaftsverpflegung (GV) in den Vorträgen und Foren Tipps, wie durch gute Planung und einen wertschätzenden und cleveren Umgang mit der Ressource Lebensmittel Verluste vermieden werden können. Zu den Referenten gehörten u. a. Dr. Wolfram Schaecke bzw. Dr. Late Rubach vom Kompetenzzentrum für Ernährung sowie die Dipl. Betriebswirtin und hauswirtschaftliche Betriebsleiterin Ina Bütter, die zwei wesentliche Tipps weitergab: „Raus aus der Küche und Kommunikation pflegen“. www.aelf-eb.bayern.de/ernaehrung Trend zu Spezialisierungen Die Deutsche Hotelakademie startet im Oktober vier neue berufsbegleitende Lehrgänge: Die Weiterbildungen zum F&B Manager, Sommelier, Sales Manager und Teamleiter. Der Studiengang zum F&B Manager (DHA) dauert zehn Monate und bereitet die Ab-solventen auf ihr künftiges komplexes Tätigkeitsfeld vor, z. B. kreative F&B-Konzepte zu entwerfen oder Qualitäts- und Hygienestandards zu überwachen. Der mit dem International Wine Institute (IWI) entwickelte Lehrgang zum Geprüften Sommelier (IHK) vermittelt innerhalb von 14 Monaten fundierte Weinfachkenntnisse. In den bei-den sechs Monate dauernden Lehrgängen zum Sales Manager (DHA) und Teamleiter (DHA) wird u. a. wichtiges Marketing- und Verkaufs-Know-how vermittelt. Ebenso stehen das Entwickeln und Umsetzen von Vertriebskonzepten und das Akquirieren neuer Ziel- und Kundengruppen auf dem Lehrplan. „Fachliche Qualifikationen reichen alleine nicht aus, wenn es darum geht, leitende Funktionen mit Mitarbeiterverant-wortung zu übernehmen“, betont die Geschäftsführerin der DHA Merle Losem. Daher stehen Mitarbeiterführung und -motivation sowie Personalentwicklung im Zentrum des Lehrgangs zum Teamleiter. Angehende Führungskräfte lernen praxisnah Mitarbeiter zu fördern, Verantwortung im Team zu delegieren, Mitarbeitergespräche zu führen sowie Mitarbeiter zu entwickeln und zu fördern. Mit ihrem Lernsystem Flexuc@te stellt die DHA eine Methode bereit, die berufstätigen Teilnehmern größtmögliche Flexibilität bie-tet, eine Grundvoraussetzung, damit sich eine Weiterbildung auch mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, Wochenend- und Saisonarbeit vereinbaren lässt. Der Studienverlauf ist individuell gestaltbar. Weitere Infos unter: www.dha-akademie.de Studieren mit allen Sinnen Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis am Campus Heilbronn der DHBW Mosbach kann man jetzt auch fühlen, hören, riechen, sehen und schmecken. Im Mai eröffnete Prof. Dr. h. c. Eckart Witzigmann (F.), „Jahrhundertkoch“ und Mit-initiator des Studiengangs Food Management, das neue Laborzentrum „DHBW Sensoricum“ am Bildungscampus Heilbronn. In dem Kulinarik-, Sensorik- und Hygiene-Labor, dem Consumer Lab und dem Service Lab können die Studie-renden das Gelernte durch Experimente vertiefen, wissenschaftliche Studien durchführen oder Themen für Bachelor- und Projektarbeiten finden. Auch koope-rative Forschungsprojekte mit den Dualen Partnern sind denkbar. Im September wird die DHBW am Bildungscampus drei Jahre alt. Bereits im letzten Jahr hat der Campus die gesetzten Zahlen für Herbst 2015 erreicht. www.dhbw-mosbach.de 6-7/2014 GVmanager 47


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