Berufsmode - Gut gekleidet auch ohne Idealmaße

GVmanager_06_07_2014

Fotos: Greif Textile Mietsysteme, Shoes for Crews Gut gekleidet auch ohne Idealmaße Angelika Rutsch, stellver-tretende Küchenleiterin des Franziskus Hospitals Bielefeld, ist eine sehr große und dabei schlanke Frau. Mit fast 1,90 m besitzt sie ein Gar-demaß, das sie in Kleiderfragen vor gewisse Probleme stellt. 42 GVmanager 6-7/2014 „Normale Konfektionsgrößen in der Damenabteilung passen mir meist nicht“, berichtet sie. Ärmel, Hosen, Blusen – alles zu kurz. Kompromisse in punc-to Stil und Chic sind oft von ihr gefordert, das gilt auch für die Berufsbekleidung. „In der Kü-che habe ich lange Zeit Arzt-kittel für Herren in Größe 98 oder 102 getragen“, erzählt sie schmunzelnd. „Darunter trug ich Leggins, weil alle Hosen, die längenmäßig gepasst hät-ten, entweder zu eng oder zu weit für mich waren.“ Eines Tages fand Angelika Rutsch in einem Berufsbekleidungs-geschäft ein Herrenhosen-Mo-dell, das ihr passte. Auf ihre Anregung hin nahm der Dienstleister Glosemeyer Textil-service, der die Klinik mit Miet-wäsche beliefert, das Modell in sein Sortiment auf. Nun trägt Angelika Rutsch eine gut sitzende schwarze Her-renhose, darüber eine eher zu weite Herrenkochjacke mit Druckknöpfen. „Für Frauen wie mich sollte es längere, schlanke Jacken-modelle geben“, wünscht sie sich. „Schließlich bin ich auch außerhalb der Kü-che unterwegs und möchte adrett aussehen.“ 4XL und Unisex Angelika Rutsch ist kein Ein-zelfall. Große Frauen, kleine Männer, besonders dünne oder dicke Menschen – wer aus der Norm fällt, hat es oft schwer, ge-eignete Kleidung zu finden. Wie sind Berufsbekleidungsunter-nehmen auf die „Problemfigur“ eingestellt? Welche Lösungen gibt es, damit jeder Koch und jede Köchin unabhängig von den Standardmaßen schick aus-sehen kann? „Schwergewichtige Menschen in viel zu enge Shirts oder Kochjacken zu stecken ist ein No-Go“, sagt Michael Koch, Verkaufsleiter von W. Marwitz Textilpflege, ein regionales Ver-tragswerk der DBL (Deutsche Berufskleider-Leasing). „Eine gute Beratung vor Ort verhin-dert Bekleidungsfehler, die bei den Mitarbeitern demotivie-rend wirken oder bei Kunden und Gästen zu verwunderten Blicken führen.“ Wichtig sei, dem einzelnen Mitarbeiter frei-zustellen, ob er lieber Shirt oder Bluse, Hose oder Rock, Wickel- oder Latzschürze trägt und jeweils die richtige Passform anzubieten. So stellt die DBL z. B. bei der Kochkleidung des Konfektionärs Kentaur auch für „schwergewichtige“ Naturen die passende Größe zur Verfü-gung. „Hier bieten wir bei den Damenblusen als auch den Her-renhemden amerikanische Grö-ßen bis 4XL an. Das gleiche gilt auch für die Kochhosen.“ Funk-tionelle Details wie Gummizug und Kordel sorgen z. B. bei die-sen modernen Unisex-Kochho-sen dafür, dass sich Mann und Frau darin wohlfühlen, die Hose Klaffende Knopfreihen, zu kurze Hosen oder Schlabberlook müssen nicht sein. Die Berufsbekleidungsbranche bietet Lösungen auch für Figuren jenseits der Norm.


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