Page 33

GVmanager_06_07_2014

Fotos: Papstar, Bauscher, SCA Papstar Bauscher Tork siezen. Diese Höflichkeitsform ist wichtig, um eine gewisse Distanz und Wertschät-zung zu gewährleisten. Ich weiß, dass im langjährigen tagtäglichen Kontakt mit den Bewohnern gerne zum „Du“ übergegangen wird, das finde ich nicht so gut. Eindecken, Serviettenfalten, Anrichten – ist das in der Praxis nicht wahnsinnig zeit- und personalaufwändig? Allein das Serviettenfalten ist natürlich ein gewisser Mehraufwand, es gibt aber auch viele Formen, die schnell gemacht sind. Ich finde, gerade sonntags, an Festtagen oder zur Unterstützung saisonaler Höhepunkte wie der Spargelzeit sollte man diese Zeit investieren. Schließlich liefert man den Senioren damit auch besonderen Gesprächs-stoff und so auch ein Stück Lebensquali-tät. Für den kompletten Service schließlich braucht man maximal 15 Min. länger, so-bald die Abläufe verinnerlicht sind. In der Bad Kissinger Seniorenresidenz z. B. ser-vieren eine Hotelfachfrau und eine Auszu-bildende in einem Zeitfenster von 45 Min. 65 Bewohnern ein Drei-Gänge-Menü. Wäre es denn besser auf das Schöpfen zugunsten einer derartigen reinen Servier-lösung zu verzichten? Die Speisen in einem Restaurant gangweise zu servieren und abzuservieren, halte ich persönlich für die schönste Lösung. Durch den wiederholten Kontakt ist eine persön-lichere Ansprache und auch ein direktes Feedback möglich. Dennoch haben viele Senioreneinrichtungen gar nicht die Mög-lichkeit bzw. die passende Ausstattung dazu. Ich schule daher immer vor Ort, wie man mit den eigenen Ressourcen, in den eigenen Räumen und auch unter Stress einen ordentlichen Service hinbekommen kann. Das geht genauso gut, wenn das Es-sen im Großgebinde auf die Station kommt und erst dort zeitnah und individuell auf Tellern angerichtet wird. Haben Sie ein paar allgemeine Tipps parat, wie man mit einfachen Mitteln den Service-faktor anheben kann? Das beginnt für mich bereits beim äußeren Erscheinungsbild der Mitarbeiter, von den Haaren bis hin zu einer frischen Schürze. Auch an ordentlichen und sauberen Schu-hen krankt es oft. Schuhe gleich in Schwarz statt Weiß zu kaufen, da sie irgendwann sowieso schwarz würden, ist für mich eben-falls eine elegante Lösung. Auf Sauberkeit sollte auch im gesamten Restaurant bzw. Speisesaal geachtet wer-den – auf und unter dem Tisch. Schönes Geschirr trägt ebenfalls zum Ambiente bei. Wer überlegt, neues Geschirr anzuschaffen, sollte auf jeden Fall spezielles Seniorenge-schirr wählen, das sehr schön und zugleich funktional ist. Bei den Trinkgefäßen auf Plastikbecher auszuweichen, die fast wie Gläser anmuten, ist ein guter Kompromiss bei Senioren, die bereits in ihrer Bewegung und Koordination eingeschränkt sind. Zu- catering 39 E * Gewusst wie Catering und Partyservice Sie wollen im Sommer Ihre Kassen mit professionellen Caterings und Partyservice-Angeboten klingeln lassen? Dann holen Sie sich Anregungen und Ideen für die umsatzstärkste Zeit des Jahres in unserem neuen Buch. Auf rund 200 Seiten finden Sie:  Praxisnahe Checklisten und Kalkulationshilfen  Expertentipps  Bewährte Erfolgskonzepte  Kreative Rezeptideen  Effiziente Küchentechnik  Deko-Erlebniswelten gewusst * inkl. wie MwSt. und Versandkosten innerhalb Deutschlands. Versand ins Ausland zzgl. 11,79 € Versandkosten. Sichern Sie sich jetzt unser neues Buch für ein erfolgreiches Geschäft mit Caterings & Partyservice. BESTELLEN SIE HIER www.gastroinfoportal.de/fachbuecher ISBN 978-3-928709-18-7 Achtung neue Adresse: ! B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Ridlerstr. 37  80339 München


GVmanager_06_07_2014
To see the actual publication please follow the link above