Deutsche Küche: Eine Liebeserklärung an Sachsen

GVmanager_06_07_2014

Fotos: Deutsche Küche Eine Liebeserklärung an Sachsen Nicht nur aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Gründen, sondern vielmehr, um die kulinarischen Spezialitäten der Umgebung zu bewerben, fand kürzlich bei ArcelorMittal die Aktionswoche „Sachsen genießen“ statt. Drahtzieher dahinter war Thomas Schaufuß. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Wie Johann Wolfgang von Goethe schon wuss-te, hat die Regionalität viele Vorteile. „Die Rückbesinnung auf traditionelle Werte ist dabei keinesfalls nostalgischer Natur: Sie hat einen praktischen und ökonomischen Wert. Nachhaltige Landwirtschaft und Er-nährung bedeutet eine ressourcenscho-nende und letztlich gesunde Form des Wirtschaftens. Kurze Transportwege und schnelle Verarbeitung von Produkten spa-ren Energie und damit Geld“, sagt Thomas Schaufuß, Geschäftsführender Gesellschaf-ter der Art Table Gastronomie, der seit 15 Jahren für die Betriebsverpflegung von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt verant-wortlich ist. Das Catering-Unternehmen er-hielt das RAL-Gütezeichen „Vital Betriebs-restaurant – Kompetenz richtig Essen“. Produziert werden für ArcelorMittal täglich durchschnittlich 1.250 Mittagsmahlzeiten sowie Angebote für die Zwischenverpfle-gung. „Wir als Caterer haben uns als Ziel gesetzt, unsere Tischgäste gesundheitlich, ökologisch und ökonomisch modern zu verpflegen. Dabei werden die regionalen Strukturen bei der Menüplanung berück-sichtigt. Unsere Gäste sollen nicht nur die Spezialitäten aus Sachsen angucken, son-dern etwas Schönes zu verkosten haben, was ihnen Land und Küche des benachbar-ten Bundeslandes nahebringt“, fasst Tho-mas Schaufuß die Ansprüche zusammen. Geboren und aufgewachsen in Sachsen, liegt ihm die Liebe zum Freistaat quasi im Blut. Schon vor der Wende kam er als „Exot mit sächsischem Dialekt“ nach West-deutschland und hat die Verbundenheit zu seinen Wurzeln bis heute nicht verloren. Seit Jahren beschäftigt er sich hobbymäßig mit der kulinarischen Geschichte Sachsens und hat sein Wissen sowie viele Rezepte kürz-lich in dem Buch „Sächsische Tischkultur und Lebensart“ veröffentlicht (s. Buchtipp, S. 23). Durch dieses Buch kam auch der Kontakt zu Dr. Angelika Tietz vom Säch-sischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft zustande und es wurde die Idee entwickelt, gemeinsam die Aktions-woche „Sachsen Genießen“ Anfang Mai umzusetzen. „Zwischen Eisenhüttenstadt in Branden-burg und dem Nachbarland Sachsen gibt es enge Verbindungen. Bis 1815 gehörte die Region Eisenhüttenstadt (damals Fürs-tenberg) zum Königreich Sachsen“, verrät Thomas Schaufuß. „Man kann nachverfol-gen, dass die Wurzeln noch ein bisschen in der Zubereitung der Speisen noch vorhan-den sind.“ Während der Aktionswoche gab es z. B. „Erzgebirgisches Linsengemüse, gebratene Blutwurst und Kartoffelpüree mit braunen Zwiebeln“ oder „Sächsischer Sauerbraten in Rotwein-Lebkuchensauce Thomas Schaufuß (Art Table), Dr. Angelika Tietz (Landwirtschaftsministerium), „Gräfin Cosel“ (v. l.) 22 GVmanager 6-7/2014


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