Manager im Gespräch - André Böwing, Seniorenheim Carl-Sonnenschein-Haus, Ochtrup: Ein Herz fürs Münsterland

GVmanager_06_07_2014

Ein Herz fürs Münsterland Foto: Böwing Seine Heimat, das Münsterland, liebt André Böwing nicht nur mit dem Herzen, sondern auch dem Gaumen. Folglich ist dem Küchenleiter zweier Ochtruper Seniorenheime Regionalität ein großes Anliegen, das er auch Kindern nahebringt. Seine Leidenschaft für gutes Essen hat André Böwing gleich von zwei Seiten mitbekommen: Mut-ters Herd, an dem er quasi groß wurde, und dem Vater als motivierten Metzgermeis-ter. Heute gibt er als Kü-chenleiter im Seniorenheim Carl-Sonnenschein-Haus/ Ferdinand-Tigges Haus in Ochtrup diese Leidenschaft selbst an den Nachwuchs weiter. „Schuld“ ist die Er-weiterung des Kunden-kreises um Kindergär-ten im Jahr 2007, drei Jahre nach seinem Start als Küchenlei-ter und seiner Rück-kehr aus der Schweiz in die alte Heimat. Die fastfoodtypischen Wünsche der Kinder haben ihn erschüttert und animiert, etwas da-gegen zu tun. Zunächst in Form von Kochkursen, die zu immer größeren Projekten wuchsen bis hin zur Initiative „So schmeckt das Münsterland unseren Kindern“. Vom Acker bis zum Teller klärt er hier Kin-der und Eltern auf. Im Fokus: seine Heimat, das Münster-land, die auch Dreh- und An-gelpunkt seiner regionalen Ver-pflegungsphilosophie ist. Mehr dazu hat er uns berichtet: Sie leiten seit 2004 die Küche der Ochtruper Seniorenheime. Was hat sich im letzten Jahr-zehnt getan? Als ich kam, habe ich alles auf Null gesetzt. Das bedeutete viele Gespräche mit dem Team darüber, wie sich die Küche zu-kunftsorientiert ausbauen lässt. Die Sicherung der 20 Arbeits-plätze war dabei ebenso ein Thema wie die verstärkte Sen-sibilisierung der Mitarbeiter – für Prozesse und Abläufe, aber auch für das Lebensmittel an sich. Ich bin sehr stolz darauf, dass mir die Mitarbeiter wäh-rend dieser Zeit treu geblieben sind und mit mir Hand in Hand daran gearbeitet haben, das Alt-hergebrachte, das teils natürlich auch gut war, für die Zukunft zu optimieren. Konkret haben wir es geschafft, den hohen Con-venience- Anteil extrem zu re-duzieren und – gemäß unserem Berufsbild – wieder frisch und regional zu kochen – ein Gewinn für unsere Tischgäste. Dank der neuen Lieferantenstruktur kön-nen wir auch verstärkt Transpa-renz leben. Ist es angesichts der Zukunfts-orientierung nicht ein Rück-schritt, aus dem Essen auf Rädern- Geschäft auszusteigen, wie Sie es 2012 getan haben? Der Verlust der 110 Essen auf Rädern hatte finanzielle Grün-de. So mussten wir schweren Manager im Gespräch


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