Page 13

24_Stunden_Gastlichkeit_02_2014

ERFOLGSFAKTOREN ➙➙ Abgeschiedene Lage in einem Wald ➙➙ Leuchtende Gästehäuser, dadurch Atmosphäre der spirituellen Ruhe ➙➙ Zu jedem Haus ein eigener Gang ➙➙ Gang für Personal unter der Tafel, so dass diese unsichtbar sind KONZEPT RESTAURANT EREMITAGE – UTOPIA Gastronomie für Singles, allein lebende Menschen & Co., nach dem Motto „Allein i(s)st man weniger zusammen“. l Mitarbeiter: unsichtbar l Plätze: 1 (pro Gästehaus) Wer allein zum Essen geht, fühlt sich oft ausgegrenzt. Für diesen bislang vernachlässigten Gästekreis hat die Architekturstudentin Kathrin Hermanns das Lokal „Eremitage“ entworfen, bei dem jeder Gast in seinem eigenen Häuschen allein genießt. Das polarisierende Konzept ist der Sieger der neuen Runde des Wett-bewerbs „Restaurant der Zukunft“, den die Fachzeitschrift Gastronomie-Report diesmal in Kooperation mit der Staatlichen Akade-mie der Bildenden Künste in Stuttgart ver-anstaltet hat. Bei der Preisverleihung durch den Extrembergsteiger Alexander Huber im Rahmen des „Gastronomie-Forums“ in der Messe Stuttgart zeigte sich, dass der neue Zukunftswettbewerb nicht nur in der Gastro-Branche, sondern weit darüber hi-naus für heiße Diskussionen sorgen wird: Denn in den prämierten Konzepten steckt gesellschaftspolitischer Zündstoff. Präsen-tiert wurden die visionären Modelle auf der Stuttgarter Fachmesse Intergastra. Das Siegerkonzept „Eremitage“ kann als Antwort auf die Vereinsamungstendenzen der modernen Gesellschaft interpretiert werden. Es rückt die stetig wachsende Zahl der Singles in allen Altersstufen, die aus Angst vor dem „Allein-Essen-Gehen“ nicht selten auf Fast Food und Delivery-Service zurückgreifen, als wichtige Zielgruppe für die Gastronomie von morgen in den Mit-telpunkt. Im Eremitage sitzen alle Gäste an einem langen Tisch, aber jeder für sich und vor den Blicken der anderen geschützt. Selbst auf dem Weg zu diesem „Häuschen“ finden keinerlei Begegnungen statt. Die Zielgruppe des Restaurants sind Singles, allein lebende Menschen, Paare, die sich nichts mehr zu sagen haben, oder Menschen mit erhöhtem Kommunikations-bedarf per Smartphone. Unter dem Motto „Allein i(s)st man weniger zusammen“ wird – ähnlich wie bei dem Dinner in the dark – eine bestimmte Komponente ausgeschaltet. In diesem Fall ist es nicht die sensorische, sondern die gesellschaftliche. Man sitzt zwar an einer langen Tafel mit anderen, ist aber trotzdem alleine. Die kleinen „Gästehäuser“ werden an dem langen Tisch positioniert, der das verbindende Element des Restaurants ist. Raum & Zeit Auch die Raumknappheit in den Innen-städten wurde als Thema aufgegriffen. Wird Gastronomie künftig infolge hoher Mietpreise zum Luxusvergnügen weni-ger Superreicher? Stirbt das traditionelle Lokal in den Citylagen aus? Nicht, wenn das Konzept „Cocoon“ umgesetzt wird, mit dem Nina Kalkowski den 2. Platz beim Wettbewerb erreicht hat. Dieses Lokal nutzt den Raum über den Straßenschluch-ten und schmiegt sich in luftiger Höhe wie ein Kokon zwischen die Häuserfronten. Als optische Inspiration diente der Kokon eines Schmetterlings. Um Platz zu sparen, ist das Restaurant an beiden Seiten fest verankert mit den jeweiligen Räumlichkeiten, die als Küche-, Lager- und Sanitärräume genutzt werden. Der Cocoon ist der eigentliche Gastraum und gliedert sich in Restaurant, Bar, Lounge, Skybar und Außenbereich. Mit den herkömmlichen Kochvorstellun-gen räumt das Konzept „PFR 3000“ (Platz 3) von Michael Troka auf. Schluss mit Töp-fen, Pfannen, Herden, ja sogar Köchen! Im PFR 3000 kocht der Gast selbst, genauer gesagt: Er druckt sein Essen aus. Der Clou des Lokals ist der FoodPrinter, der exakt nach den Vorgaben des Gastes und mit den von ihm gewählten Zutaten innerhalb weniger Minuten das Essen ausdruckt. Das Vorbild für die Gebäudeform war auch hier ein Schmetterlingskokon. Dieser wird ähnlich wie bei dem Druckverfahren des Lebensmitteldruckers Schicht für Schicht aufgebaut. Die Sitzgelegenheiten für die Gäste sind sehr flexibel und passen sich der Anzahl der Personen an. Das Herzstück des PFR 3000 ist der Druckertisch. Jeder Platz am Tisch hat ein integriertes Touch Panel, das aufleuchtet, sobald sich der Gast hinsetzt. Darüber kre-iert er seine Mahlzeit. Gleichzeitig werden Informationen über die Lebensmittel ein-geblendet – wie gesund sie sind, wieviele Vitamine enthalten sind etc. Danach fährt der Drucker auf den Tisch aus und „be-reitet“ schnell das Essen entsprechend zu. Aktionsangebot Bezahlbare Brillanz Aktionspreis* für RoMatik XS Fragen Sie Ihren Fachhandelspartner Aktionszeitraum: 15.01. – 30.04.2014 * Aktionspreis ist nur gültig beim Kauf einer Untertischspülmaschine der UC-Serie. Besuchen Sie uns auf der Internorga, Halle A4, Stand-Nr. 402 www.winterhalter.de/sonderaktion-romatik


24_Stunden_Gastlichkeit_02_2014
To see the actual publication please follow the link above