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GVmanager_03_2014

Fotos: Liebeck/Sanalogic, Herrlich & Ramuschkat nungspflicht werden zudem die wechselnden Vorgaben an Großküchen laufend aktua-lisiert. Je nach Ausstattungs-wunsch der Mensen und Be-triebscasinos können zusätz-liche Anschaffungskosten für Hardwarekomponenten anfal-len, z. B. für Bestellterminals. Die Nutzungsgebühren des WebMenüs können menüwei-se abgerechnet werden, laut Anbieter liegen diese dann pro ausgegebenem Essen im ein-stelligen Cent-Bereich. Kein Drucken oder Tippen Mobile PCs, Tablets, Touch-Ter-minals und andere Spezialge-räte befinden sich im Care-Be-reich auf dem Vormarsch. Mit Das Überwachungs- und Dokumentationssystem für die Großküche Speisen-produktion Kühlung Speisen-ausgabe Spül-technik Email SMS GLT www.innos.de +49 (0)2841 880138-0 ihnen können Menüwünsche direkt beim Patienten erfasst und ins Verpflegungsmanage-ment- System eingespeist und verwaltet werden. Die Ariadne- Produktfamilie von SE Software bietet aufgrund ihrer Flexibi-lität, Modularität und Skalier-barkeit vielfältige Möglichkei-ten der mobilen Erfassung, die auch kombiniert werden kön-nen. Neben der „klassischen“ Offline-Erfassung mit späterer Synchronisation, z. B. mittels Tablet, wird auch ein mobiles Erfassen direkt auf dem Ser-ver unterstützt, sei es über eine WLAN-Vernetzung oder über UMTS-/LTE-Mobilfunkverbin-dung. Die Software lässt sich laut Anbieter auch in bereits bestehende Citrix- oder Remote Desktop-Umgebungen einbin-den, wodurch die mobile Erfas-sung z. B. auch über iPads und Android Tablets erfolgen kann. Sanalogic hat für die Menü-erfassung eine mobile Lösung parat, die auf allen gängigen Technologien wie iPod Touch, iPhone, iPad, Geräten mit Android Betriebssystem sowie Win-dows Tablets, Netzwerk-Termi-nals als auch auf webbasierten Clients einsetzbar ist. Mittels der Sanalogic-App können die Befragungskräfte auf mobilen Endgeräten die Essenswün-sche erfassen – und zwar auch offline, ohne dass eine WLAN-Abdeckung gegeben sein muss. „Diätetische Konflikte werden angezeigt und können im Ge-spräch mit dem Gast gelöst wer-den. Die Mitarbeiter profitieren durch einfache Bedienung, das Haus durch eine effiziente Er-fassung und Vermeidung von Doppelarbeit“, nennt der Sana-logic- Geschäftsführer Dr. Marc Langer Vorteile der App. Die Verarbeitung der von den mo-bilen Systemen gelieferten Da-ten im Rahmen der datenbank-gestützten Software erfolgt durch die Küchensteuerungs- Software Sanalogic7. Speise-planung, Rezepturenverwaltung und Einkaufssteuerung erfol-gen an zentraler Stelle, auch für mehrere angebundene Küchen. Der Unternehmenssoftware- Anbieter SAP hat von SNAP-Consulting ein Verpflegungs-management- System für den Küchenbereich entwickeln las-sen, das bestehende SAP-Lö-sungen ergänzt. Eine geräteun-abhängig einsetzbare Software von SNAP Consulting zur mo-bilen Essenserfassung wurde z. B. im Universitätsklinikum Aachen eingeführt. Sie setzt auf das SAP-Verpflegungsma-nagement (VPM) zur automa-tisierten Speisenversorgung auf, die dort bereits im Einsatz ist und bei der Speisenauswahl unterschiedliche Kostformen und Diätvorgaben berücksich-tigt. Dank der App können die Essenswünsche direkt beim Pa-tienten online im System erfasst und an die Küche weitergege-ben werden. Gibt es Hinweise, z. B. auf eine Unverträglichkeit, wird die Bestellfreigabe zurück-gehalten, bis die Diätassistenz den Menüwunsch geprüft hat. Ernährungsstatus im Blick Die Software Food-Control- Management System (FCMS) von Soft&Hard hilft, Fehlernäh-rungen zu verhindern, indem sie mittels einer abgewandelten Ampelfunktion schon bei der Essenswahl abgleicht, ob die voraussichtliche Nährwertzu-fuhr ausreichend und ausgewo-gen ist. Die darauf basierende mobile Smartphone-App BEA „Bewertung des Ernährungs- und Aktivitätszustands“ be-rücksichtigt zudem Parameter wie psychologische Aspekte oder körperliche Mobilität. Die Rezepturen aus der Küche und Pflegedokumentation können miteinander verbunden werden. Neben dem Speiseplan können per App auch Nährwerte und Allergene angezeigt werden. App fürs Casino Auch in der betrieblichen Ver-pflegung wird zunehmend über neue Medien kommuniziert. Kamasys hat für die betriebli-che Verpflegung die App Konka entwickelt, die sich je nach An-forderungen modular aufbauen lässt. Die App zeigt nicht nur den aktuellen Speiseplan an, sondern ermöglicht über Modu-le wie News, Feedback, Voting, Rezepte oder Bonusprogramme auch, Gästewünsche abzufra-gen und Informationen auszu-tauschen. „Anders als bisher können Betriebsrestaurants ihre Gäste nun kurzfristig und in Echtzeit über Spezialangebote auch außerhalb des Speiseplans mobil benachrichtigen“, sagt Marcel Konrad von Kamasys. Er verweist zudem auf eigene Erfahrungswerte, die gezeigt hätten, dass der Einsatz einer mobilen App Mehrerlöse von bis zu 5 % am Tag generieren können. Auf Nutzerdaten ba-sierende Statistiken bereitzu-stellen, Voting-Ergebnisse zu dokumentieren und Bonuspro-gramme automatisch auszuwer-ten sind weitere Vorteile. Die App ist auf Mietbasis erhältlich und kostet je nach Umfang 200 bis 350 E im Monat, wobei Leis-tungen wie das Webhosting mit eingeschlossen sind. Laut An-bieter lohnt sich der Einsatz der Konka-App ab 500 Essenteil-nehmern. Nathalie Kopsa Mit der passenden App lassen sich Essenswünsche direkt beim Patienten erfassen und an die Küche leiten. 88 GVmanager 3/2014


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