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Holger Burgtorf von Küppersbusch der Einsatz der oft teureren Gasgroßgeräte: „Die geeignete Lösung bei Herden ist oft eine Mischung aus Elektro, in Form „Oft kann das Einsparpotenzial von Induktion, und Gas.“ schon weit vor Ende der Lebensdauer voll genutzt werden“, begründet er. So sind z. B. Gasmodelle von Kombidämpfern laut Rational in der Herstellung ca. 16 % teurer, amortisieren sich durch die niedrigeren Betriebskosten aber sehr schnell. „Ob die Wahl auf Gas- oder Elektrogeräte fällt, sollte hier aber auch von der Nutzungsdauer pro Tag abhängig gemacht werden“, empfiehlt Gerhard Kramer. Als Faustregel gilt, je intensiver die Nutzung, desto interessanter sind Gasgeräte. Ludwig Weber von Convotherm hat dabei die Erfahrung gemacht, dass sich der Mehrpreis bei Kombi-dämpfern abhängig von Größe und Ausstattung je nach Nutzung und Energiekosten bereits nach ein bis zwei Jahren amortisiert. Bei Gasherden ist die Rechnung einfacher: Sie sind sowohl in der Anschaffung als auch bei den Betriebskosten günstiger als der Top-Konkurrent Induktion, der zudem spezielles Kochgeschirr benötigt. Erich Haselberger gibt zudem zu bedenken, dass Küchen, die von Gas auf Induktion wechseln, eventuell in eine zusätzliche Heizung investieren müssen, da sich die Abstrahlwärme der Kochstellen bei Induktion um ein Wesentliches verringert. Gut durchlüftet Die höhere Wärmeabgabe von Gasgeräten bzw. die heißen Verbrennungsabgase, die zusätzlich anfallen und abgeführt werden müssen, sind oft ein gewichtiges Gegenargument der Energiequelle. Denn der Lüftungsbedarf von Gasgeräten ist tatsächlich höher als bei Elektrogeräten. Rational relativiert das Ganze aber am Beispiel seines SelfCookingCenter whitefficiency 10 x 1/1 GN. „Der Abluftbedarf ist aufgrund des sehr hohen Wirkungsgrads des Geräts nur 10 bis 20 % höher als bei Elektrogeräten“, erläutert Gerhard Kramer. Der Mix macht’s Folglich ist beim Abwägen von Für und Wider ein Blick aufs Detail nötig. „Sehr häufig ist es von Vorteil, eine Küche mit verschiedenen Energiearten zu betreiben“, resümiert schließlich Holger Burgtorf von Küppersbusch. „Selbst bei Herden ist oft die geeignete Lösung eine Mischung aus Elektro – in Form von Induktion – und Gas“, differenziert auch Anja Halbauer von MKN. Holger Burgtorf empfiehlt, sich an einem möglichst hohen Wirkungsgrad zu orientieren und dann beim Gerätetyp jeweils Gas oder Elektro den Vorzug zu geben. Ein Beispiel sind Induktionsherde in Kombination mit Gasgebläse-Schnellkochkesseln. „Hierbei steigert man nicht nur die Energieeffizienz, sondern kann mit entsprechend kurzen Ankochzeiten bei Gas-Schnellkochkesseln und Induktionsherden auch die Betriebszeiten effizienter nutzen“, veranschaulicht der Produktmanager von Küppersbusch. Für einen Mix spricht abschließend die Infrastruktur: So steht nicht immer ausreichend Elektroenergie zur Verfügung und Gas kann eine Lösung zum Ausgleich hoher Anschlusswerte und hoher Spitzenlasten darstellen – vorausgesetzt Gas ist verfügbar. kir Anja Halbauer, MKN „Dank hocheffizienter Gasgebläsebrenner- Technik stehen die Gasmodelle den Elektrogeräten im Wirkungsgrad oft in nichts nach.“ Holger Burgtorf, Küppersbusch www.wamsler-original.de 74 GVmanager 3/2014 Jeder Herd nach Ihrem Geschmack ! inserat_1-8.indd 1 18.02.2014 15:17:44


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