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Fotos: Kirchner Ausgetüftelte Mischung Der Zeitplan für den Patientenumzug am 20. und 21. Juli 2013 war straff, die Abläufe für den Bezug des Schwarzwald- Baar-Klinikums (SBK) perfekt getaktet. Der Neubau auf der grünen Wiese – zwischen Villingen und Schwenningen – ist neben Donaueschingen einer von zwei Standorten, die aus einer zehnjährigen Strukturreform und ursprünglich sechs Betriebsstätten hervorgegangen sind. Das 750-Betten-Klinikum gehört zu den modernsten in Deutschland und steht für hohen Patientenkomfort und eine Hightech-Ausstattung. Es vereint in letzter Konsequenz die Standorte Villingen und Schwenningen sowie Teile des weiterhin bestehenden Standorts Donaueschingen. Am Wochenende der Inbetriebnahme startete der Neubau mit 239 Patienten, die aus den Altstandorten umgezogen waren. Dabei frühstückten die Patienten aus Schwenningen, die als Erste umzogen, noch im alten Klinikum, und bekamen das Abendessen bereits im Neubau serviert. Zwischendrin nutzte die Küche ein Zeitfenster von vier Stunden, um die nötigsten Lebensmittel und sich selbst zu „verräumen“. Die Patienten wurden währenddessen per Lunchbox versorgt, deren Gestaltung an sich schon ein logistisches Meisterwerk war: „Sie durfte nur so groß sein, dass sie mit aufs Frühstückstablett passte und dennoch groß genug für ein sättigendes Mittagessen war, das ungekühlt seine hygienische Qualität bewahrte“, sagt Gesamtküchenleiter Vinzenz Herrmann, der dafür z. B. extra das Brotmaß angepasst hat. „Das Wichtigste war, dass die Patienten jederzeit versorgt waren – und das haben alle zusammen perfekt umgesetzt“, resümiert er. Wie man medizinische Versorgung sinnvoll bündelt und auf Spezialisierung setzt, zeigt das Beispiel des Schwarzwald-Baar- Klinikums in Villingen- Schwenningen. Dessen Strukturreform gipfelte zuletzt in einem Klinikneubau inklusive Know-how-Bündelung in der Küche, deren Konzept von langer Hand geplant wurde. Induktionsspulen unter dem Portionierband (l.) laden spezielle Thermosets (o.) unter dem Geschirr mit Wärmeenergie auf. Patientenverpflegung 26 GVmanager 3/2014


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