INGA60+: Wahrnehmung von nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben

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Foto: © Saracin – Fotolia.com Forschung Finden nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben (NGA) auf Lebensmitteln, wie „fettarm“ oder „hoher Ballaststoffgehalt“, bei der Generation 60+ Beachtung? Dr. oec. troph. Mareike Banka hat deren Relevanz für Senioren im Rahmen des Projekts INGA60+ ermittelt, für das sie mit dem Oecotrophica-Preis 2013 Input contra Output Ob „fettarm“ oder „zuckerfrei“ – nährwertbezogene Angaben, aber auch gesundheitsbe-zogene Angaben, wie „Calcium wird für die Erhaltung norma-ler Knochen benötigt“, kenn-zeichnen zahlreiche in der EU verkaufte Lebensmittel. Anders als das Mindesthalt-barkeitsdatum oder auf der Verpackung angebrachte Zubereitungshinweise sol-len diese Angaben auf den gesundheitlichen Vorteil des Produkts aufmerksam machen. Durch Hervorhebung dieser wertgebenden Inhalts- und Zu-satzstoffe bzw. deren Funktion richtet sich das Produkt vor allem an gesundheitsorien-tierte Verbraucher. Individuelle Unterschiede bezüglich der Wahrnehmung und Nutzung von nähr-wert- und gesundheitsbezogenen Angaben (NGA) wurden bislang nicht ausreichend untersucht – vor allem bei der Personen-gruppe über 60 Jahren. Deshalb ist die Oecotrophologin Dr. Mareike Banka bei der Studie INGA60+ (Informationsverhalten der Zielgruppe 60+ bei Lebensmitteln mit nähr-wert- und gesundheitsbezogener Anga-be), die sie im Rahmen ihrer Doktorarbeit erstellt hat, der Frage nachgegangen, ob NGA auf Lebensmitteln für die Verbrau-cher 60+ eine Rolle spielen. Vorgehensweise Zur Untersuchung der zentralen Fragestel-lung wurden, im Zeitraum von November 2008 bis November 2010, qualitative wie quantitative Methoden herangezogen. Auf der Basis des bestehenden Datensat-zes der Nationalen Verzehrsstudie II leitete Dr. Mareike Banka Fragen ab, die im Rahmen des Projekts er-forscht werden sollten und kons-truierte einen Interviewleitfaden. Mittels des erarbeiteten Fragen-katalogs wurden anschließend 27 Interviews mit Gießener Ver-brauchern geführt – die Befragten waren zu diesem Zeitpunkt zwi-schen 60 und 80 Jahren alt. Das Ziel dieser Erhebung war, rele-vante Konzepte in Bezug auf nähr-wert- und gesundheitsbezogene Anga-ben im Kontext der Lebensmittelauswahl zu ermitteln. „Die qualitativen Ergebnisse machen deutlich, dass Verpackungsanga-ben als externe Informationsquelle für die Lebensmittelauswahl eine untergeordnete Rolle spielen“, fasst Dr. Mareike Banka das Studienergebnis zusammen. Die Relevanz von NGA zur Unterstützung der Entschei-dungsfindung für das Verbraucherkollektiv INGA60+ sei als gering einzustufen. „Grün- des VDOE ausgezeichnet wurde. 52 GVmanager 1-2/2014


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