Management - Einkaufsmanagement: Großhandel: Mehrwert statt Stillstand

GVmanager_01_02_2014

Interview Unter der Dachmarke Transgourmet präsentieren sich Rewe-Foodservice und Fegro/Selgros noch schlagkräftiger. Welche Rolle dabei Eigenmarken und Regionalität – losgelöst von der oberflächlichen Kilometer-Angabe – spielen, berichtet Frank Seipelt, Geschäftsführer Rewe-Foodservice. Gast finde ich die Marke nicht mehr und beurteile nur den Geschmack und das Aussehen. Eine Eigenmarke funktioniert nur dort, wo es eine Lücke im Preis-Leistungs-Verhältnis gibt. Qualitativ gute und preiswerte Marken lassen keinen Platz für den Handel. Für die Profiküche hat die Industrie aber nicht überall gute Antworten, daher ist die Eigenmarke des Handels eine Folgeerscheinung. Wir se-hen neben der gleichen Qua-lität zum besseren Preis den großen Vorteil der Eigenmarke in der Preisstabilität. Wir ver-handeln mit dem Produzenten unserer Eigenmarken einen viel längeren Preiszeitraum als wir ihn bei der Markenartikelindustrie bekommen. Davon profitiert unser Kunde enorm; der Kunde will Sicherheit für seinen Wareneinsatz. Nach welchen Kriterien stellen Sie Ihr Sortiment zusammen? Wir stellen uns als Vollsorti-menter auf, das bedeutet, dass wir dem Kunden aus allen Sortimenten Produkte liefern können. Je breiter die Pro-duktpalette ist, die ein Kunde bezieht, desto weniger Pro-zesskosten haben beide Sei-ten und das macht sich wieder im Preis bemerkbar. Wenn wir einen unterdurchschnittlichen Anteil in einem Sortimentsbe-reich haben, dann schauen wir auf Umfang, Preis und Qualität unseres Angebots und regulie-ren nach. Wichtig ist, dass wir das Sortiment immer auf dem Herr Seipelt, seit Anfang 2014 heißt Rewe- Foodservice offizi-ell Transgourmet, was bedeutet das für Ihre Kunden? Der neue Name hat erst einmal nichts mit einer neuen Leistung zu tun. Die Kunden kaufen bei uns wegen der bisherigen Leis-tung. Wir haben den Namen Rewe abgelegt, da er ein Teil der Vergangenheit ist. Schließ-lich gehören wir zur Coop in der Schweiz. Transgourmet drückt viel besser aus, was wir tun: Wir liefern (Trans...) wer-tige Lebensmittel (...gourmet). Der Bezug zum Kunden in der Profiküche ist nun klarer im Unternehmen verankert. Die Sortimente werden seit einigen Jahren immer spezieller und immer stärker auf die Profikü-che ausgerichtet, besonders im Eigenmarkenbereich. Sie haben auch Ihre Eigenmar-ken umbenannt: Aus Fine Line wurde Premium, aus Honneurs wurde Quality und aus be smart! wurde Economy. Welche Bedeutung haben Eigenmarken generell für Transgourmet im Gegensatz zu großen Handels-marken? Wir liefern an eine Küche, die die Ware weiter verarbeitet. Beim Gast kommt die Marke des Produkts nie an. Daher hat der Koch einen viel stärkeren Fokus auf die Funktionalität und den Geschmack eines Pro-dukts als der Endverbraucher. Beim Endverbraucher wirkt auch das Image des Produkts beim Kauf, als Tischgast bzw. Mehrwert statt Stillstand Fotos: OHG Rewe-Foodservice/Transgourmet Deutschland 26 GVmanager 1-2/2014


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