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GVmanager_01_02_2014

Aktionen umzusetzen.“ Die Strategie ist einfach, aber genial. „Wir vergeben unsere Aktionstheke an die Restaurantteams, die in eigener Regie wirtschaften“, erläutert er. Sie bringen ihre Köche mit, landestypische Deko und Lebensmittel und kochen zwei Wochen lang ihre Gerichte. Mit einer After- Work-Party inklusive All-you-can-eat-Buf-fet endet die Aktion. Alle Beteiligten freuen sich über die Win-win-Situation: Das Res-taurant macht Werbung für sich und erzielt zusätzlichen Umsatz. Die Gäste profitieren von Abwechslung und einer authentischen Landesküche. Und das eigene Küchenteam, das den Externen über die Schulter schaut, sammelt Erfahrung. Der Tradition entsprechend startete auch die jüngste Aktion rund um Indochina mit einer Küchenparty. 50 Gäste blickten hin-ter die Kulissen, genossen landestypische Spezialitäten aus Laos, Kambodscha und Vietnam und standen am Herd. Die Lehr-meister: Dirk Albrecht (Indochine Catering – OM Cuisine) und indochinesische Haus-frauen eines Münchner Kulturvereins. Der Erfolg: 400 verkaufte Portionen. Ähnlich erfolgreich brachte sich ein österreichisches Restaurant ein, dessen Kren-Fleisch zum Renner avancierte. Die Auswahl der Ko-operationspartner erfolgt mit Umsicht. „Wir überprüfen die Qualität vorab bei einem Testessen.“ Meist versucht Frank Tauber Reisebüros einzubinden. Als Gegenleis-tung für die kostenlose Werbeplattform er-gab sich so schon einmal eine Gewinnreise nach Ko Samui. Zusätzliche Anreize liefern Sammelak-tionen. Ob Glückskekse, Pokerkarten, Casino-Taler oder Panini-Bildchen der Küchenmitarbeiter – das spielerische Sam-meln weckt das Kind im Gast und fördert die Nachfrage. Vor allem, wenn attrak-tive Preise locken. Der Hauptgewinn bei der Indochina-Aktion war ein Wellness- Wochenende in einem Tegernseer Ressort-hotel. „Wir haben für unsere Gewinnspiele noch nie Geld bezahlt, sondern immer Part-ner gewinnen können“, freut sich Frank Tauber. So bleibt das Jahresbudget für Sonderaktionen im Rahmen. „Das Engage-ment rund um die Aktionen lohnt sich“, resümiert der Aktionsbeauftragte. „Ak-tionsmenüs verkaufen sich gut und bringen Umsatzsteigerungen von bis zu 100 %.“ Und im Klinikbereich? Welchen Stellenwert genießen Aktionen dort in der Patienten-, Besucher- und Mitarbeiterverpflegung? „Aktionen und Events spielen bei uns eine große Rolle“, berichtet Ramin Homayouni. Der Gesamtleiter des Verpflegungsmanage-ments der St. Elisabeth Gruppe aus Her-ne verantwortet die F&B-Versorgung von sechs Kliniken, einem Gästehaus, einem Bildungszentrum, einem Hospiz sowie ei-nem Kongresszentrum aus drei Zentralkü-chen. Täglich werden rund 4.500 Mittag-essen produziert. „Themenwochen und Highlights sind vor allem in der Mitarbei-terverpflegung unverzichtbar, ebenso in den Fachkliniken, deren Patienten länger therapiert werden“, sagt der Gesamtleiter. Im Sommer sorgt sogar ein Barbecue, im Winter der Weihnachtsmarkt für ein wenig Abwechslung vom Klinikalltag. Ein Aktionsgremium kommt jährlich zum Brainstorming zusammen, ein Mitarbeiter ist verantwortlich für die Rezepte und Kal-kulation. Unter den sechs jährlichen The-men fanden sich 2013 z. B. „Ruhrpottklassi-ker“, „Meer-Genuss auf die Gabel“ (Fisch), Aktionswochen „Shake it Baby“ (Salate) oder „Wiener Kaf-feehaus“. Flyer und Newsletter bewerben die Veranstaltungen. „Bei einer der sechs Aktionen hauen wir immer ordentlich auf den Putz“, sagt Ramin Homayouni. Zu die-ser Liga zählt z. B. die „Sterntaler“-Aktion: Hierfür produzierten die Köche täglich ein Menü auf „Sterne“-Niveau, wie Jakobs-muschel an Safranschaum mit Erbsen- Minz-Püree. „Da durften wir zeigen, dass auch GV-Köche was drauf haben. Das macht uns stolz und motiviert das Team.“ Der Extraerlös, der mit diesen Aktions-menüs eingenommen wurde, kam wohltä-tigen Zwecken zugute. Fazit: Ob Mitarbeiter- oder Patienten-verpflegung – Aktionen sind auch heute noch wertvolle Instrumente für mehr Um-satz, Gästezufriedenheit und Teammoti-vation. Die Voraussetzung für Erfolg: Die Aktion macht neugierig und appelliert an die Sehnsüchte der Gäste. Emotiona-le Erlebniswelten schafft nur eine Aktion, die nicht beliebig, sondern einzigartig ist. Cornelia Liederbach Wie unterstützen Food-Hersteller? GV-Betriebe, die nicht die Möglichkeit ha-ben, eigene Aktionen zu organisieren, kön-nen dennoch Themenwelten schaffen. Die Aktionspakete der Nahrungsmittelindustrie mit Rezepten, Kalkulationshilfen und Deko-rationsmaterialien machen es möglich. Weltmeisterliche Ideen Nestlé Professional bietet in diesem Jahr fünf neue Aktionspakete, darunter „Leicht und lecker“ mit „schlanken“ Gerichten, die Spargelaktion „Knackig und frisch“, „Welt-meisterliche Genussmomente“ zur Fußball Flavour Art Aromatisierte Kaffee-basierte Heiss- und Kaltmilchgetränke der Premiumklasse Mit dem Flavour Point für die Schaerer Coffee Art sind der Kreation ausgefallener Kaffee-Milch-Getränke keine Grenzen gesetzt. Bis zu vier Sirup-Sorten garantieren enorme Spielräume bei der Komposition individueller Getränkespezialitäten. Exotische Getränke in immer gleicher Qualität einfach auf Knopfdruck. Schaerer Deutschland GmbH, Siechenlach 1, 89173 Lonsee-Urspring, info@schaerer-gmbh.de, www.schaerer-gmbh.de Intergastra 01.-05.02.2014 Halle 9, Stand B45


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